Autor Thema: Wladimir Megre: Anastasia  (Gelesen 7258 mal)

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Offline WGS

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Wladimir Megre: Anastasia
« am: 05. 02. 2009 | 15:15:54 »
Wladimir Megre: Anastasia

Servus,
Nein, ich möchte hier keine Lanze brechen, für die Buchserie sie aber auch nicht verreißen, ich möchte nur eine Diskussion anregen dazu, was tatsächlich hinter den Megre Büchern steckt. Eigentlich hört sich das ganze ähnlich an, wie Redfields, Celestine Prophezeiungen und die wie man heute weiß, wurden nicht nur missverstanden sondern haben eine komplette Esoterische Pseudo Bewegung ins Leben gerufen, Quiu Boni, kann ich da nur sagen.

Einen Blogg der das Ganze, ganz gut darstellt zeig ich mal:

Zitat
Wladimir Megre: Anastasia

Beim Ausmisten meiner "seltsame Links"-Sammlung bin ich auf das gestoßen. Anastasia. Noch immer bin ich fassungslos, dass dieser Kitsch Menschen anspricht.
Der Inhalt ist banal: alternder Geschäftsmann (lieber Herr Menasse, vielleicht war mein Verriss doch zu hart. Lieber wehleidig und selbstmitleidig als das...) trifft in der Taiga wunderschöne junge Frau. Die schöne Anastasia ist halbnackt, hat nicht einmal eine Hütte und ernährt sich von Beeren, Pilzen und Zedernnüssen. Das muss sie nicht einmal selbst sammeln, Eichhörnchen bringen ihr die Nahrung. Natürlich ist Anastasia gut Freund mit allen wilden Tieren, und sie hat zu allem etwas zu sagen. Sie ist ja soooo weise. Zedern sind sowieso das Beste (im Anhang des Buches gibt es Bezugsadressen - natürlich verkauft Megre alles Nötige), ansonsten sollte der Mensch sein Gemüse auf einem ein Hektar großem Grundstück (das eine Million Dollar wert sein soll) anbauen. Für diese Gemüsezucht gibt es genaue Anweisungen, denn die Pflanzen können sich exakt auf die Bedürfnisse der Menschen einstellen.
Megre stellt das Ganze als Tatsachenbericht dar. Unglaublich: es gibt viele, viele Menschen die ihm das abkaufen. Die von diesen Büchern bezaubert sind und danach - angeblich - zu leben versuchen. Ich begreife das nach wie vor nicht. Nicht einmal die Geschichte ist gut erzählt, der Stil ist hölzern und unbeholfen. Da hat halt jemand seine Träume von der perfekten Frau zu Papier gebracht - na und? Ach ja: Kritiker werden den Dunkelmächten zugeordnet. Da bin ich jetzt wohl gelandet.
Den Rest könnt ihr hier lesen:
http://leselustfrust.blogg.de/eintrag.php?id=31

Ich kann ihre Gedanken nur nachfühlen, die er hier beschreibt und ja ich hab die ersten 3 Bücher der Serie gelesen, ich kann nur bestätigen was er hier schreibt. Allerdings bin ich auch ein Glühender Verehrer des Russischen Großreiches und seiner Geschichte, deswegen fand ich die Bücher auch gut, allerdings aus anderen Aspekten heraus, wie von einer ganzen Anastasia Bewegung mittlerweile das dargestellt wird. Die erste Frage des Ganzen die auch ich mir stellte, komischer Weise erinnert mich das Buch dazu, an ein Werk eines Bekannten von mir das aber bisher nicht veröffentlicht ist, Wie ein Flüstern der Zeit . Ich bin im Besitz einer Kopie aber aus Urheberrechtlichen Gründen, auch nur ich oder den anderen den er es mal zu Lesen gab. Einige hier werden sich sicher an das Buch erinnern, auch das spielte in den Gebieten von Taiga und Ural. Aber zurück zu der Frage: Wer ist diese Anastasia eigentlich, interessanterweise und das soll jetzt keine Anspielung auf das Wedische sein , findet man dazu in den ersten Bänden dazu nämlich nix, erst später in den Folgebänden.
Bekannte russische Freunde und ich hab ein paar davon in Russland oder in der heutigen CZ, haben mir erzählt das, dass was Merge beschreibt, die Lebensart usw. mindestens in um 1850 Geschichte ist, Reine Naturvölker und deren Lebensarten gibt es in der Art spätestens seit der UDSSR nicht mehr. Vladimir Boklev, ein guter Freund von mir hat mir erzählt das ihm das Ganze an eine alte Romanserie um 1850 erinnert, die auch etwa den Titel, Tochter der Taiga hatte und der im Grunde das Leben im alten zaristischen Russland dargestellt wurde.
Wie gesagt, um Russland zu begreifen, ja gar zu lieben sollte man die Historie, den Glauben und die Lebensart der Russen kennen.Sowie ihre Kultur, ihre Völker und das Leben der Menschen die letzten 1000 Jahre, seit dem Großreich Kiew verstanden haben. wenn man all das in etwa kennt dann ist das was Merge über das Leben der Anastasia beschreibt eigentlich das Leben und denken der meisten Russen bis heute. Um das zu erkennen sollte man mal die Bücher des Ivan Rogrow (oder so) lesen, der lange der älteste Mann der Welt war und dessen Namen auch heute noch die Namensgleichen Kapseln zieren die man kaufen kann.

In diesen Sinne
Bayrische Grüsse
WGS
« Letzte Änderung: 06. 02. 2009 | 00:05:12 von WGS »
Einen Weg, einmal eingeschlagen, gilt es zu Ende zu gehen. Eine Welt die aufgehört hat, sich zu verändern, hat aufgehört lebenswert zu sein.
Neid und Gier, diese Attribute können in kleinen Dosen hilfreich in der Evolution sein, geraten sie außer Kontrolle sind sie der Anfang vom Ende von Allen!!

Offline Dr.Who

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Re: Wladimir Megre: Anastasia
« Antwort #1 am: 10. 02. 2009 | 12:06:29 »
Hallo........ :)
ich habe nur den ersten Band gelesen vor x-Jahren.Bekam ihn damals als Geschenk vom Redakteur.Für mich war das Buch  nicht interessant.
Die religiösen Ansichten waren nicht meine und schon gar nicht die seltsame Lebensweise die eine Anastasia mir an den Verstand bringen sollte, völlig konträr.

Inzwischen ist Herr Megre um einige millionen Teuros reicher und auch für den Natur-Schwärmer hat sich der Himmel gewei(h)tet;neue Öko-Sekten haben ihren Platz gefordert,die Wedischen.

Im Allgemeinen ist an der wedischen theoretischen Lebensweise nichts auszusetzen,denn sie ähneld den inzwischen oft schon verstorbenen Aussteigerkulturen.

Die wedischen Sekten schwärmen vom Besitztum grosser Landhäuser;etwas kleiner kommt nicht in Frage wie ich schon des öfteren gelesen habe in anderen Foren.

Und auch der religiöse Bereich für Menschen die geführt werden wollen,anstatt selber zu denken,ist gesorgt.So steht Vissarion als neuer Messias mitten in der Taiga.

















"Freiheit ist das Recht, anderen zu sagen, was sie nicht hören wollen." [George Orwell]