Autor Thema: Jüdische Aliens aus der globalen Pipeline  (Gelesen 3572 mal)

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Zwirni

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Jüdische Aliens aus der globalen Pipeline
« am: 09. 11. 2006 | 15:49:45 »
Jüdische Aliens aus der globalen Pipeline
erstellt am: 6/3/2004 um 02:54

Zitat
Jüdische Aliens aus der globalen Pipeline

Dies ist selbstverständlich nicht sueddeutsche.de. Es ist eine Botschaft der Illuminaten an Osama bin Laden, der wiederum eine muslimisch verkleidete Echse ist. Zusammengestellt wurde das Internetangebot von einem jüdischen Alien, der mit seinem Notebook in einem Biergarten auf dem Aldebaran sitzt.

Der Text dient der Ablenkung der Leser und diverser Geheimdienste. Legen die Profis vom Mossad die Bilddaten aus dem Feuilleton über die aus dem Sportteil übereinander, erkennt man den Lageplan der Kommandozentrale der Rothschilds unter der Antarktis...

Die gängigen Verschwörungstheorien des zwanzigsten Jahrhunderts liessen sich lange Zeit in zwei Gruppen unterteilen: Zum einen gab es die politischen Extremisten, Weltverschwörungstüftler, die den Wunsch nach einem menschenfreundlichen Leben ohne Gewalt für aussichtslos halten. In anderen Sphären werkelten eher harmlose Freaks an ihren populären Theorien über Ufos oder ausserirdische Reptilien herum.

Komplottkompott

Beunruhigend ist, dass die Welterklärungsmodelle der Ufologen und die Theorien vieler rechtsradikaler Verschwörungsphantasten in den vergangenen fünfzehn Jahren einander immer ähnlicher wurden. Der amerikanische Politologe Michael Barkun hat in einer soeben erschienenen Studie (A Culture of Conspiracy, University of California Press) beängstigend klar herausgearbeitet, wie sich die verschiedenen okkultistischen, rechtsextremistischen, esoterischen Theorien mehr und mehr zu einer Art Super- oder Metaverschwörung vernetzen.

Der Schulterschluss von politischen Verschwörungstheoretikern und den buntscheckigen Ufo-Kosmologen ist in Barkuns Augen deshalb so brisant, weil damit politischer Extremismus salonfähig gemacht wird: In Amerika glauben seit den fünfziger Jahren 40 bis 50 Prozent der Bevölkerung hartnäckig an die Existenz von Ufos. Seitdem nun die xenophob-paranoischen Verschwörungstheoretiker die Ufos für ihre Zwecke gekapert haben, landen sie mit ihrem Geraune mitten im Mainstream.

Fusion paranoia nannte der Amerikaner Michael Kelly, selbst ein grosser Verschwörungstheoretiker, diese Verrührung verschiedener Modelle: In einem riesigen, selbstreferentiellen Netz-Werk ventilieren Ufologen immer häufiger antisemitische Ressentiments; im Gegenzug entdecken militante Weltverschwörer Energiefelder unter den peruanischen Anden oder behaupten, die Protokolle von Zion seien von arischen Reptilien verfasst worden.

Das in Australien beheimatete und in zwanzig Ländern erhältliche Magazin Nexus etwa klärt seine Leser seit Jahr und Tag über ufologische Neuigkeiten und die Zukunftswissenschaften auf. Seit einiger Zeit aber gibt es in jeder Ausgabe auch Mitteilungen über widerwärtige Machenschaften des Mossad oder die von Bush und Cheney verlegte globale Drogenpipeline.

In der aktuellen Ausgabe steht neben den üblichen Ufo-Meldungen ein langer Aufsatz über die jüdischen Rockefellers, die zusammen mit einigen anderen Plutokraten daran arbeiten, die Weltherrschaft an sich zu reissen.
Ein einziges aldebaranisches Schlachtschiff könnte die ganze Erde erobern

Man muss aber gar nicht nach Australien gehen: Jan van Helsing, mit bürgerlichem Namen Jan Udo Holey, der in Deutschland mehrere aussergewöhnlich erfolgreiche verschwörungstheoretische Bücher veröffentlichte, vermischt in seinen Schriften immer häufiger neonazistisches und antisemitisches Gedankengut mit esoterischen Theorien.

Helsing weiss etwa, dass die Nazis 1945 einen Flug zum Aldebaran unternommen haben, um Hilfe für die Erde zu holen, denn schon ein einziges aldebaranisches Schlachtschiff könnte die ganze Erde erobern.

Warum es trotzdem nicht geklappt hat mit der Hilfe, ist unbekannt. Die Bewohner des Aldebaran aber ähneln den schönsten SS-Zuchtphantasien, sie sind blond, blauäugig und tragen unter der Schuhsohle ein Hakenkreuz.

Helsings Adept Jo Conrad, ein ehemaliger Taxifahrer, mischt in seinen Schriften rechtsradikales und verschwörungstheoretisches Material mit den Szenarien des britischen Science-Fiction-Autors David Icke, der die Ausserirdischen in Gestalt von Reptilienwesen, die sich als Menschen tarnen, mitten unter uns glaubt.

Conrad weiss, dass die Grauen, bei Icke Greys genannt, sich besonders gerne als Staatsmänner und Präsidenten tarnen. In guter alter antisemitischer Tradition sind die Greys grossnasige Widerlinge, hinter denen noch andere Gruppen stehen, und selbst hinter denen stehen welche, die nie in Erscheinung treten, aber dennoch Leute haben, die ,vor Ort die Drecksarbeit erledigen, um die Erde für eine Invasion vorzubereiten. So werden die Grauen von der Orion-Gruppe benutzt und diese von den reptilienartigen Draco.


Transzendentale Obdachlosigkeit

Ausserdem: Viele Verschwörungstheoretiker beweisen ja gar nichts, sie haben nur den ausserordentlichen Mut, Fragen zu stellen. Und fragen wird man ja noch dürfen: Der Demokrat Howard Dean machte das kürzlich vor, als er, befragt zu angeblich geheim gehalten Dokumenten über die Anschläge vom 11. September, im Radio sagte: Die interessanteste Theorie, die ich dazu gehört habe es ist natürlich nur eine Theorie, man kann sie nicht beweisen  ist die, dass Bush vorher von den Saudis über die Anschläge in Kenntnis gesetzt wurde. Wer weiss schon, was wirklich passiert ist?

In Zeiten transzendentaler Obdachlosigkeit sind Verschwörungstheorien dem unbehausten Menschen so etwas wie eine warme Decke. Die Weltraum-Echsen, die Ufos, die von den Juden betriebene Neue Weltordnung  sie alle sind unheimlich, grausam, omnipräsent.

Aber immerhin liefern sie einen Grund, eine griffige Weltformel des übels, in der alles ohne Rest aufgeht. Arische oder jüdische Ausserirdische sind immer noch tröstlicher als sich eingestehen zu müssen, dass ein Irrer mit einem Gewehr den Präsidenten der Vereinigten Staaten auf offener Strasse erschiessen kann.

Oder dass ein paar Fanatiker mit Teppichmessern vier Boeings zu Geschossen machen können.

Die kanadische Psychotherapeutin Catherine Gildiner schrieb nach dem 11. September: Das verschwörungstheoretische Denken, das jetzt so rapide um sich greift, ist eine kollektive Form der posttraumatischen Belastungsstörung. Unser Gehirn bereitet uns damit auf den nächsten Angriff vor. In psychiatrischer Terminologie wird das Hyperwachsamkeit genannt.

Das wunderbare Weltgedächtnis des Internet

Mathias Bröckers, hierzulande wohl der erfolgreichste Verschwörungsprofi, schreibt in seinem Bestseller Verschwörungen, Verschwörungstheorien und die Geheimnisse des 11. 9.: Zweimal täglich googeln hilft zuverlässig gegen virulente Manipulationen, Propaganda-Infektionen und chronische Verblödung.

Ja, das wunderbare Weltgedächtnis des Internet, wo ja endlich alles unzensiert zu finden ist. Der Satz erinnert an die mittelalterlichen Ãrzte, die Blutarmut mit Aderlass bekämpfen wollten.

Es ist erstaunlich zu sehen, wie dieses offene Medium immer wieder als geschlossenes System funktioniert, wie die Autoren der darin zirkulierenden Texte oftmals einfach nicht auf Reize der Aussenwelt reagieren: Man kann noch so oft beweisen, dass die Rockefellers keine Juden sind und die Illuminaten nur ein kleiner Kreis um einen Ingolstädter Professor waren, der sich wieder auflöste, bevor er überhaupt in Erscheinung getreten war: Im Nexus-Magazin oder den Phantasien von Helsing tauchen sie natürlich als jüdische Weltenherrscher und mächtige Gruppierung wieder auf.


kompletter Artikel von Alex Rühle: http://www.sueddeutsche.de/kultur/artikel/877/27850/
Zwirni

Offline Zentarium

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Jüdische Aliens aus der globalen Pipeline
« Antwort #1 am: 09. 11. 2006 | 16:01:38 »
erstellt am: 6/3/2004 um 14:44,  Antwort 1  


geiler artikel  :lol:  :lol:

Zentarium

Offline WGS

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Jüdische Aliens aus der globalen Pipeline
« Antwort #2 am: 09. 11. 2006 | 16:04:30 »
erstellt am: 8/3/2004 um 23:01,  Antwort 2  
Zwirni,

bravo, der Beitrag sagt all das aus was ich seit Jahren denke. Diese Verdreher der Wahrheiten, die ja zum Teil durch Mio starke Auflagen vor allem vielen desinteresierten Jugendlichen mit Halbwahrheiten und gar faustdicken puplizistischen Lügen den Kopf verdrehen, nur um sich daran selber zu bereichern machen die Sache nicht gerade leichter. Im Gegenteil gerade in einer schweren wirtschaftlichen Zeit, arbeiten sie den Rattenfängern neue Scharen zu, die denen ihre Irrsinnigen Ideen geradezu mit der Bleulstange eintrichtern können und dies geschieht mit Sicherheit nicht zum Wohle der Gesellschaft.

Bayrische Grüsse
WGS
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Offline Aco

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« Antwort #3 am: 09. 11. 2006 | 16:05:36 »
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« Letzte Änderung: 01. 01. 2008 | 19:17:09 von Aco »

Offline Aco

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« Antwort #4 am: 09. 11. 2006 | 16:06:06 »
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Offline AngelofSeven

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Jüdische Aliens aus der globalen Pipeline
« Antwort #5 am: 09. 11. 2006 | 16:07:35 »
erstellt am: 9/3/2004 um 13:42,  Antwort 4  
Ist was wahres dran, man sollte aber auch nicht vergessen:

Ist was wahres dran, man sollte aber auch nicht vergessen:



Ein Dokument aus dem 18-1900 Jahrhundert des ersten deutschen Illuminaten-Ordens aus dem offensichtlich auch Rothschild entsprungen ist.

Aus: Armin Risi, Machtwechsel auf der Erde


lichtvolle Grüsse


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Offline Zentarium

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Jüdische Aliens aus der globalen Pipeline
« Antwort #6 am: 09. 11. 2006 | 16:09:09 »
erstellt am: 9/3/2004 um 15:58,  Antwort 5  
dürfte genauso echt sien wie "die protokolle der weisen von zion", und die autoren werden auch die gleiche idiologie haben...

Zentarium

Offline AngelofSeven

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Jüdische Aliens aus der globalen Pipeline
« Antwort #7 am: 09. 11. 2006 | 16:10:50 »
erstellt am: 6/3/2004 um 02:54
Zitat
dürfte genauso echt sien wie "die protokolle der weisen von zion", und die autoren werden auch die gleiche idiologie haben...


Nein, Armin Risi weisst ausdrücklich darauf hin das die " protokolle der weisen von Zion" eine Fälschung sind. Obwohl ich auch nicht Armin Risis Ideologie gänzlich folgen kann.

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Offline Elrond

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Jüdische Aliens aus der globalen Pipeline
« Antwort #8 am: 09. 11. 2006 | 16:12:35 »
erstellt am: 15/6/2004 um 19:31,  Antwort 7  
Netter Artikel von Alex Rühle. Recht hat er.

Grüsse von Elrond