Autor Thema: Das lasse ich nicht auf mir sitzen!  (Gelesen 4100 mal)

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Offline Andromache

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Das lasse ich nicht auf mir sitzen!
« am: 09. 11. 2006 | 16:23:37 »
Das lasse ich nicht auf mir sitzen!
erstellt am: 7/4/2005 um 10:54

Obwohl ich im Forum Archäologie bereits auf die Unterstellungen und Beleidigungen Alberts bereits geantwortet habe, sehe ich mich veranlasst hier noch einmal Stellung zu nehmen. Er beschimpft mich als arrogant und dumm, wirft mir Unwissenschaftlichkeit und Dogmatismus vor. Er verwendet in seinem Post Begriffe derart sinnentstellt, dass sich die Frage stellt, ob er deren Bedeutung eigentlich kennt.
Einerseits bin ich mir nicht sicher ob er mich nur verar*****  will und die Bedeutung der von ihm verwendeten begriffe sehr wohl kennt.
Andererseits lässt mich der Ton in dem das Posting abgefasst ist, eher zu der überzeugung kommen, Albert meint wirklich was er sagt, denn ich kann weder Sarkasmus noch Zynismus darin erkennen.

 
Zitat
Aber deine Arroganz schreit zum Himmel. Da ich zutiefst weiss, dass nur die Dummen arrogant sind, halte ich deine Argumentationen für dumm.


Bei der Art und Weise wie er vorgeht, eben der Sinnentstellung der verwendeten begriffe (ob nun bewusst oder unbewusst) frage ich mich ernsthaft, auf wen von uns beiden die Vorwürfe nun wirklich zutreffen.

 
Zitat
Deine totale Abhängigleit von Fakten ist ein Produkt des 19. Jahrhunderts. Wirklich grosse Forscher haben stets ihre Phantasie walten lassen und haben den rationalen Verstand nicht zum Götzen gemacht wie du. Es sind immer diese engstirnigen Wissenschaftsjünger, die den Sinn von Forschung falsch verstehen und in Verruf bringen, weil sie ausser den Fakten gar nichts wahrnehmen können und ihre Phantasie offensichtlich haben verkümmern lassen.
 Ein solches Denken ist sehr begrenzt  zum Glück gibt es Forscher, die ihre Denkrichtung stets in Frage gestellt haben; denn sonst hätte es nie einen Fortschritt in der Wissenschaft gegeben.


Ich weiss nicht wo er seine Vorstellungen vom Wissenschaftsbetrieb her hat, mit der Realität haben die jedoch wenig zu tun. Seiner Meinung nach haben Forscher (Synonym für Wissenschaftler) stets ihre Phantasie walten lassen. Das Gegenteil ist der fall: Forschung (Synonym für wissenschaftliches Arbeiten) ist Hauptaufgabe jeder Wissenschaft. Ihr Handlungsprinzip sind die methodisch-systematischen und geistig schöpferischen Bemühungen zur Gewinnung neuer allgemein nachprüfbarer Erkenntnissee und das Ermitteln ihrer Gesetzmässigkeiten.
Es steht klar die Ratio im Vordergrund, schliesst aber Kreativität nicht aus, wobei der Begriff der Kreativität eher im Hinblick auf neue Entdeckungen angewendet wird und nicht auf deren Auswertung. Denn in der wissenschaftlichen Arbeit basiert die Auswertung immer auf der methodisch-systematischen Analyse von Fakten, die nach Alberts Meinung gar nicht existieren.
Vom Einsatz der Phantasie ist im bei wissenschaftlicher Arbeit allerdings nirgends die rede, da unter Phantasie das Vorstellungsvermögen, das reproduktiv aus der Erinnerung als freie Ausgestaltung der Erinnerungsinhalte oder als Neuprodukt anschaulicher Inhalte, verstanden wird. Phantasie ist unabhängig von der konkreten Aufgabenstellung und den Rahmenbedingungen der Lebenspraxis und sie erlaubt es, sich in andere als die gegeben Situation hineinzuversetzen oder gegebene Inhalte neu zu kombinieren. S. Freud deutet Phantasie als Wunscherfüllung und Korrektur der unbefriedigenden Wirklichkeit

Nun wenn es Bestandteil wissenschaftlicher Arbeit ist, losgelöst von einer konkreten Aufgabenstellung zu operieren, dann wären wir tatsächlich noch in der Steinzeit.

 
Zitat
Fakten sind immer Interpreationen Und Interpretatationen sind meist ideologisch bedingt.


Methodisch-systematisches Vorgehen ist die Grundlage jeder Analyse und Interpretation. Interpretation kann demzufolge gar nicht ideologisch sein.

 
Zitat
Fakten gibt es nicht. Es gibt nur Interpretationen.  


Ein Fakt oder Faktum ist etwas tatsächlich nachweisbar Vorhandenes. Nach Alberts Vorstellung existiert das also nicht.

 
Zitat
Und warum fällt es dir dann selber so schwer, auch nur eine einzige Objektivität zu erforschen?  


Objektivität erforschen? Objektivität ist eine überindividuelle, unabhängig vom einzelnen Subjekt (Individuum) bestehende Wahrheit eines bestimmten Gegenstandes oder Sachverhaltes.

 
Zitat
Dass es keine Objektivität gibt, sollte eigentlich seit Einstein bekannt sein.  


Soso, seit Einstein ist also bekannt, dass Objetivität nicht existiert.
Offensichtlich setzt Albert hier objektiv mit absolut gleich und meint das gäbe es nicht mehr. Für mich eigentlich ein deutliches Zeichen, dass Albert die Bedeutung der begriffe nicht kennt, sonst würde er keinen solchen Blödsinn von sich geben.
Nach Einstein wird nicht mal der Begriff absolut ausser Kraft gesetzt. Zahlen in der Mathematik sind absolute werte, denn 1+1=2, ist ein absoluter Wert, Niemand bezweifelt das oder kommt auf die Idee relativ 2 zu sagen. In der Physik kennen wir einen absoluten Nullpunkt, unterscheiden zwischen absoluter und relativer Luftfeuchte usw.  
Was sich seit Einstein verändert hat, betrifft die Physik und hier insbesondere auf das Relativitätsprinzip, bei dem sich weitreichende Konsequenzen durch Einführung der speziellen Relativitätstheorie ergaben.

 
Zitat
Und Intersubjektivität ist lediglich ein "übereinkommen", dass etwas aufgrund der momentanen menschlichen Disposition als gülig angesehen wird.


Wieder verwechselt Albert etwas: Er spricht von Intersubjektivität und meint Konsens.
Unter Intersubjektivität wird ein methodischer Prozess des Forschens und wissenschaftlichen Erkennens, aufgrund eines Interesses, die Wirklichkeit der natur, Gesellschaft und des menschliches Geistes zu erschliessen. Intersubjektivität ist die weitgehende durch gemeinsame werke und Normen fundierte übereinstimmung von Wahrnehmungen und Verhaltensweisen.

 
Zitat
Und daran erkenne ich den Doigmatiker. Und ein Wissenschaftler ist niemals Dogmatiker. Ergo bist du kein Wissenschaftler.


Ein Dogma ist die lehrhafte Formulierung von Grundwahrheiten und feststehenden Lehrsätzen. Deren Voraussetzung ausserhalb der Möglichkeit wissenschaftlicher Nachprüfung liegen.
Ich vertrete also Lehrsätze, die ausserhalb wissenschaftlicher Nachprüfung liegen.
Das Gegenteil ist der Fall. Ich versuche immer so zu argumentieren, dass meine Darlegungen nachprüfbar sind. Es sei denn, ich weise speziell darauf hin, dass ich spekuliere. Eine Spekulation ist aber kein Dogma  ergo bin ich kein Dogmatiker.
Ebenso unterstellt mir Albert, ich würde nur glauben. Geglaubt, wird in der Kirche. Ich bin aber nicht gläubig und ziehe es daher vor zu erkennen und zu wissen und bei meiner beschäftigjung mit der Geschichte der menschlichen Gesellschaft methodisch-systematisch  also wissenschaftlich vorzugehen.
Da es Albert aber vorzieht, sich der Exegese biblischer Schriften zu widmen und Exegese nicht zur wissenschaftlichen Arbeit zählt, sehe ich ihm nach, dass er derart verschrobene Ansichten zu wissenschaftlicher arbeit hat. Bei Exegese kann man natürlich der Phantasie freien Lauf lassen.

 
Zitat
So also sehen deine Quellen mitunter aus. Alles, was dich zu unterstützen scheint, ist offenbar in Ordnung, und seien es nur so fragwürdige Sachen wie Fernsehsendungen. Da bist du merkwürdig


Kleiner Hinweis: BBC-Horizon ist keine Sendung, sondern ein Fernsehkanal, der sich vorwiegend mit Dokumentationen beschäftig und der britischen Rundfunk- und Fernsehgesellschaft BBC gehört.


 
Zitat
Wirklich kompetente Wissenschaftler schneiden niemals Ungereimtheiten weg, sondern suchen Erklärungen dafür und erweitern ihr Denken. Mit deiner Methode wären wir echt noch in der Steinzeit. Das tut eine bestimmte ideologische Richtung - Ausserdem ist das ja nur eine Empfehlung von bestimmten Leuten.


Diese Aussage bezog sich auf Occams Razor oder auch Ockhams Rasiermesser genannt.
Für Albert wieder nur eine ideologische Methode bzw. Empfehlung bestimmter Leute. Tatsächlich versteht man unter Occams Razor aber das wissenschaftliche Prinzip der Sparsamkeit. Es ist heute das Grundprinzip wissenschaftlicher Methodik.

Soweit meine Stellungnahme zu Albersts Vorwürfen. Ich habe versucht dazulegen, welche Schieflage Albert in vielen seiner Ansichten hat und habe auch die jeweiligen Erklärungen geliefert.
Jeder mag sich also selbst ein Bild machen. Mir, jedenfalls, ist bei der Auseinandersetzung mit seinen Vorwürfen und beschuldigungen, das Lachen vergangen und ich überlege ernsthaft ob ich unter diesen Voraussetzungen weiter hier im Forum poste.

Sabine
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Offline WGS

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Das lasse ich nicht auf mir sitzen!
« Antwort #1 am: 09. 11. 2006 | 16:25:07 »
erstellt am: 7/4/2005 um 23:25,  Antwort 1  
Ich verstehe jetzt den Auslöser noch nicht für diesen Streit, werde aber das noch ausführlich am Sonntag nachlesen. Ich hab den Thread in Offtopic verschoben, da er erstens nicht in den offenen Bereich des Forums passt und zweiten auch nicht unter Mitglieder. Wie gesagt ich muss mich da erst durchlesen, dann nehm ich dazu Stellung.

Bayrische Grüsse
WGS
Einen Weg, einmal eingeschlagen, gilt es zu Ende zu gehen. Eine Welt die aufgehört hat, sich zu verändern, hat aufgehört lebenswert zu sein.
Neid und Gier, diese Attribute können in kleinen Dosen hilfreich in der Evolution sein, geraten sie außer Kontrolle sind sie der Anfang vom Ende von Allen!!

Offline Albert

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Das lasse ich nicht auf mir sitzen!
« Antwort #2 am: 09. 11. 2006 | 16:26:05 »
erstellt am: 7/4/2005 um 23:26,  Antwort 2  
Ich weiss den Grund nicht wirklich, weshalb du, Sabine, diesen Text in ein Unterforum stellst, in dem man auch draussen mitlesen kann - aber jedenfalls zwingt mich das zum Handeln.

Ich werde auf das hiesige post nicht eingehen, weil die Zitatsammlung, die du da gemacht hast, stets die Zitate aus dem Zusammenhang reisst, damit mein Anliegen völlig verfälschst und eine Korrektur sinnlos wäre. Gegen solche Methoden kann man sich eh nicht wehren.

Ich werde stattdessen die Antwort, die ich im Ursprungsthread gegeben habe, hierherkopieren. (siehe nächsten Beitrag).


Gruss
Albert

Offline Albert

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Das lasse ich nicht auf mir sitzen!
« Antwort #3 am: 09. 11. 2006 | 16:27:38 »
erstellt am: 7/4/2005 um 23:27,  Antwort 3  
Also gut. Gehen wir auf deine Argumentationen hier vor Ort ein, wo der Ursprung der Texte vor uns liegt.

Also gut. Gehen wir auf deine Argumentationen hier vor Ort ein, wo der Ursprung der Texte vor uns liegt.


Zitat
Zitat
Gut. Aber ich ärgere mich auch oft über deine unwissenschaftliche Argumentation. über das ewige Wiederholen des Gleichen bei dir. Aber diesem Ãrger sollten wir nicht nachgehen - nicht die andere Sicht verhöhnen, sondern die eigene angemessen darstellen.  


Ich argumentiere also unwissenschaftlich.


Du missverstehst die Grundaussage. Die ist: auch wenn du Pegasus' Ansicht für unwissenschaftlich hältst, dürfte das ein Auslachen seiner Person nicht rechtfertigen. Auch wenn du dich noch so sehr geärgert hast über ihn. Du aber hast gesagt, dein Ãrger rechtgfertige eine solche Userbehandlung.

Und ich sagte: nein. Das rechtfertigt es nicht. Denn auch ich ärgere mich manchmal über dich, lache dich aber deswegen nicht aus. Denn auch ich finde deine Argumentation oft unwissenschaftlich.

Ich plädiere dennoch für eine faire und respektvolle Diskussion.


Zitat

Ich denke wir sollten erst mal ermitteln, was man unter wissenschaftlich Arbeiten versteht.


Das hatte ich ja selber vorgeschlagen, dass wir in einem Extra-Thread darüber diskutieren.



Zitat

Wissenschaftlich arbeiten heisst: Einbeziehung aller bekannten Fakten, Quellenstudium, [...]


Na na na. Wenn "wir" das ermitteln wollten, dann heisst das doch nicht, dass du mich hier belehren sollst.

Dann ist das ein Zusammenspiel zwischen zwei unterschiedlichen Menschen. Dann lernst du von mir, und ich lerne von dir. Unter der Voraussetzung bin ich gerne bereit, über das Thema "Wissenschaftlichkeit" zu diskutieren. Wenn du aber nur deine eigene Sicht anderen aufzwingen willst, lassen wir's lieber.


Zitat
Zitat
Selbstverständlich kann man Usern nachweisen, dass sie unlogisch ihre Argumente darbieten. Aber das tust du ja nicht, sondern du verhöhnst alle, die überhaupt alternativ denken und nicht deinem Anspruch von "Fakt" entsprechen.
 


Wo wurde überhaupt argumentiert? Nur da wo sich wirklich Argumente pro und contra finden, kann ich darauf hinweisen, dass sie möglicherweise unlogisch sind.


Dennoch halte ich es für das Ethos eines Forums unerlässlich, dass man auch dann andere nicht verhöhnt.  

Zitat

Ein Ignorieren der bekannten Funde und ein phantasievolles Drauflosspekulieren,  ist nicht mein Ding.


Das macht ja nichts. Aber ist das ein Grund, die eigene Methode für die einzig richtige zu halten?

Zitat

Was Du den Einsatz von Phantasie nennst, nennen andere Spekulation und die sagen dann auch wenn sie spekulieren.


Ich unterscheide streng zwischen Phantasie und Spekulation. Vielleicht sollte ich für "Phantasie" besser "Kreativität" sagen. Mitunter habe ich das ja auch schon synonym gebraucht. Und unter Kreativität innerhalb der Forschung - egal in welcher -, verstehe ich die Fähigkeit, sich immer wieder zu hinterfragen und phantasievoll neue Wege auszuprobieren, neue Denkrichtungen einzuschlagen, das Selbstverständliche für unselbstverständlich zu halten.

 
Zitat
Zitat
sondern du deutest es so um, dass du es leicht widerlegen kannst.
 


Wo deute ich ein echtes Argument um?


Zunächst mal: auch unechte Argumente soltlen in einer fairen Diskussion nicht umgedeutet werden.  
Mein Argument war (auch wenn ich das im Moment nicht wörtlich wiederfinde): dass Phantasie (ich sage jetzt also mal Kreativität) eie wichtige Rolle auch in der Forschung spielt.

Und du machst daraus:
 
Zitat

Nur mit Phantasie kann man leider keine Fragen in der Menschheitsgeschichte aufklären , da kommt dann auch nur ein Phantasiegebilde heraus.


Damit hast du meine Aussage verdreht. Jetzt wirkt sie lächerlich, und du kannst sie leicht widerlegen. Meine originale Aussage aber scheint mir nicht widerlegbar.

Zitat

 
Zitat
Sorry, das ist Quark. Das tut eine bestimmte ideologische Richtung - aber keineswegs kannst du das auf die Wissenschaflter verallgemeinern. Ausserdem ist das ja nur eine Empfehlung von bestimmten Leuten. Es wird nicht behauptet, dass dies eine allgemeingültige Methode ist.

Nein das ist kein Quark und auch keine ideologische Richtung. Informier dich bitte über Ocams Rasiermesser. ;)


Du wirst damit leben müssen, dass es keine allgemeingültige Auffassung von Wissenschaft gibt. Es gibt und gab unterschiedliche Sichtweisen. Das wirst du nicht aus der Welt schaffen. Und auch dies nicht, dass nciht unbedingt deine Sicht die einzig richtige ist.

Zitat

Ich gebe zu, das war nicht gerade die feine engliche Art, aber es muss gestattet sein, zum Ausdruck zu bringen, was von diesem oder jenem Auor hält.


Das Recht, auf das du pochst, Leute verhöhnen zu dürfen, wenn du glaubst, Grund dazu zu haben,  nehme ich mir nicht heraus.
Das ist das einzige, worüber wir hier die ganze Zeit reden. Worüber beschwerst du dich eigentlich in dem Thread "Von Mitglied zu Mitglied?" Dass ich einen fairen Umgang einem unfairen bevorzuge?

Zitat

 
Zitat
Vielleicht war es ja wirklich, als WGS dich und Suchender für dieses Forum zum Moderator machte, so gedacht, dass ihr beide den Gegenpart vertretet. Da du ja ein klar formuliertes Konzept hast und einen klaren Faktenbegriff hast, kann natürlich nicht ein einziges Grashälmlein
auf dem Boden der alternativen Archäologie blühen. Du wirst es immer und grundsätzlich ausreissen und verhöhnen.
Aber da Suchender hier nicht schreibt, bist es nur du, dessen Argumente hier Gültigkeit beanspruchen.  


Ich muss gestehen, dass ich erst jetzt mitgekriegt habe, dass der Thread unter alternative... steht. Ich habe nur gesehen Archäologie und neuer Thread und habe das Thema irgendwie automatisch der klassischen Archäologie zugeordnet.


Das spricht zwar für deine Ehrlichkeit, aber nicht unbedingt für deine Umsicht. Bevor man also anderen zuschreit, sie sollten sich nach deiner Methode richten, wäre es vielleicht besser, erst mal die Örtlichkeit zu überprüfen.



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Zitat
Fakten sind immer Interpreationen. Nenne mir ein einziges Fakt, das keine Interpretatation ist. Es sind immer deine speziellen Voraussetzungen, aufgrund derer du deutest.


Archöologische Funde, wie Sielungen, Keramikfunde, Bergräbnisstätten mit ihrem Inhalt, Werkzeug- und Waffenfunde sind fakten und keine Interpretation.


Aber sicher doch. Sie müssen stets bewertet werden, bevor sie "das und das" sind. Ohne Bewertung sind sie sinnlos für die Archäologie.

Zitat

 
Zitat
Wir sollten vielleicht mal einen Thread aufmachen, wo über wissenschaftliche Herangehensweise diskutiert wird. Denn meiner Meinung nach gehst du ideologisch vor. Du bist päpstlicher als der Papst sozusagen. Da, wo die Wissenschaft vorischtig und vorläufig argumentiert, machst du eine Weltanschauung daraus. Und willst sie als die einzig richtige darstellen.


Ich habe am Anfang des Postings gesagt, was ich unter wissenschaftlicher Arbeitsweise verstehe. Das hat nichts mit Ideologie zu tun und ich will sie auch nicht als die Richtige darstellen. Ich will nur, das darauf eingegangen wird, mir gezeigt wird wo ich eventuell falsch liege, was wer anders sieht usw.


Du willst, dass alle das Spiel nach deinen Spielregeln spielen. Wenn du im Ernst nur das willst, brauchen wir uns wirlich nicht über Methoden auszutauschen.
Da du dich ja in "Von Mitglied zu Mitglied" noch ein zweites Mal über mich beschwerst hast, und dieses Unterforum meines Erachtens öffentlich ist, werde ich diesen Beitrag auch dorthin kopieren. Denn dass du meinen Ruf in aller Öffentlichkeit ruinieren willst, indem du völlig die Dinge verdrehst, falsch paraphrasierst und falsch darstellst, werde ich nicht zulassen.


Albert

Offline Aco

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« Antwort #4 am: 09. 11. 2006 | 16:29:44 »
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« Letzte Änderung: 01. 01. 2008 | 19:15:33 von Aco »

Offline Andromache

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Das lasse ich nicht auf mir sitzen!
« Antwort #5 am: 09. 11. 2006 | 16:31:21 »
erstellt am: 8/4/2005 um 13:09,  Antwort 5  

 
Zitat
Ein nach allen Seiten offener Geist und stetig neues Hinterfragen dessen, was man schon für gesichert hält (meist aber, auch wenn viel dafür sprechen mag, immer noch blanke Theorie ist), kann keinem von beiden Lagern schaden. Was Sturköpfigkeit und Scheuklappen angeht, sind sich beide ja schon sehr nahe


Hallo Acolina,

mit dem offenen Geist und dem Hinterfragen habe ich kein Problem. Ich erwarte Gleiches jedoch von meinem Diskussionspartner. In der Diskussion muss man aber schon begründen, wo ich das "Brett vor'm Kopf hab und den Wald vor Bäumen" nicht mehr sehe.
Was ich jedoch nicht akzeptiere, ist Nachplappern immer der gleichen Phrasen. Insbesondere, wenn es um Themen aus der Archäologie oder die Hochkulturen betrifft.
Auch beim Suchen alternativer Möglichkeiten, sollte die zu Verfügung stehen Informationen analysiert werden.
Ich bestreite keinesfalls, dass mir in einer Diskussion schon mal die Pferde durchgehen.
Dann habe ich allerdings auch kein Problem, wenn mich der Betreffende oder einer der Admins darauf hinweist, dass das wohl sehr daneben war, mich zu entschuldigen.

Wogegen ich mich jedoch vehement wehre, sind Unterstellungen und Beleidigungen, basierend auf haltlosen Behauptungen oder Falschaussagen.

Sofern ich Vermutungen äussere, schreibe ich im Konjunktiv, kann ich meine Aussage allerdings beweisen, erfolgt diese im Indikativ. Ebenso lasse ich keinen Zweifel daran, wenn ich drauflos spekuliere.
Ich bin es gewöhnt wissenschaftlich zu arbeiten, wurde mir mal beigebracht und ich werde diese Arbeitsweise auch nicht ändern.
Entweder, man kann mich so akzeptieren, wie ich bin oder man sollte mir klar und deutlich sagen, dass ich hier im Forum Fehl am Platze bin, dann werde ich das Forum verlassen.

Sabine
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Offline Andromache

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Das lasse ich nicht auf mir sitzen!
« Antwort #6 am: 09. 11. 2006 | 16:32:49 »
Hallo Albert,

ich wollte zwar hierauf nicht nochmal antworten.

Zum wiederholten Male: Ich habe nicht Pegasus verhöhnt, zumindest war das nicht meine Absicht! Aber ich nehme mir das Recht heraus und das gestehe ich auch jedem anderen zu, meine Meinung zu den verwendeten Quellen zu sagen. Wenn ich mich dabei im Ton vergriffen habe, habe ich kein Problem mich bei Pegasus und nur bei ihm, zu entschuldigen.

 
Zitat
Na na na. Wenn "wir" das ermitteln wollten, dann heisst das doch nicht, dass du mich hier belehren sollst.
 Dann ist das ein Zusammenspiel zwischen zwei unterschiedlichen Menschen. Dann lernst du von mir, und ich lerne von dir. Unter der Voraussetzung bin ich gerne bereit, über das Thema "Wissenschaftlichkeit" zu diskutieren. Wenn du aber nur deine eigene Sicht anderen aufzwingen willst, lassen wir's lieber.


Damit habe ich aber durchaus kein Problem. Aber genauso wie ich versuche meinen Standpunkt zu begründen, sollte auch mein Gesprächspartner den seinen begründen können.
Dann ist es auch möglich, Fehlerquellen zu ermitteln und einen Konsens zu finden.
Das ist aber nur möglich, wenn auf die einzelnen Argumente oder Punkte der Argumentationskette eingegangen wird. Mit Wiederholen von Phrasen oder derund hat dasundas gesagt, ist niemanden geholfen. Auch nicht mit sorry, Ausreden das man sich eben nicht damit beschäftigt weil man um seinen Ruf fürchtet. Damit wird ein Problem nicht aus der Welt geräumt, sondern nur verlagert.
Ich will auch niemandem meine Sicht der Dinge aufzwingen, das wäre unwissenschaftlich, aber ich will meine Gesprächspartner zwingen, das zu tun von dem Du behauptest, ich könnte das nicht, nämlich sich selber einen Kopf machen.
Nur dann kann man nämlich, was Du immer willst, gemeinsam zu einem gemeinsammen Nenner gelangen.
Wenn alle aneinander vorbeireden funktioniert das aber nicht.

 
Zitat
Das macht ja nichts. Aber ist das ein Grund, die eigene Methode für die einzig richtige zu halten?  


Ich halte die meine Methode nicht für die einzig richtige, aber es ist die für mich richtige.
Wie jeder einzelne zu seinen Erkenntnissen gelangt, ist ihm überlassen, aber er sollte diese Erkenntnisse auch begründen können.

 
Zitat
Ich unterscheide streng zwischen Phantasie und Spekulation. Vielleicht sollte ich für "Phantasie" besser "Kreativität" sagen. Mitunter habe ich das ja auch schon synonym gebraucht. Und unter Kreativität innerhalb der Forschung - egal in welcher -, verstehe ich die Fähigkeit, sich immer wieder zu hinterfragen und phantasievoll neue Wege auszuprobieren, neue Denkrichtungen einzuschlagen, das Selbstverständliche für unselbstverständlich zu halten.  


Das tue ich auch. Gegen Kreativität in der Wissenschaft habe ich auch nichts einzuwenden.
Ich habe ja gesagt, wissenschaftliche Arbeit schliesst Krativität nicht aus - im Hinblick auf neue Entdeckungen. Aber ich unterscheide eben auch zwischen Kreativität und Phantasie.
Ich gestehe, dass diese Unterscheidung zu Missverständnissen geführt hat.
Deinen letzten Satz betreffend, können wir duchaus einen Konsens finden, wobei ich sagen würde: Kreativität in der Forschung dient der Erklärung des bisher Unerklärten.
Wobei wir beide wahrscheinlich das gleiche meinen.

 
Zitat
Aber sicher doch. Sie müssen stets bewertet werden, bevor sie "das und das" sind. Ohne Bewertung sind sie sinnlos für die Archäologie.


Nicht ganz. Fakten liegen vor, sprich die Siedlung ist da. Die Auswertung ergibt wie alt die ist und die dazugehörige Interpretation, welcher Kultur sie angehört.
Aber stimmt, so lange keine Auswertung vorhanden ist, ist der Fakt als solcher, für die Archäologie sinnlos. Und genau das Problem haben wir bei den Steinen von Ica.
Fakten auswerten kann man auch nur im Zusammenhang. Sowenig die Siedlung ohne Begleitfunde nicht ausgewertet werden kann, so wenig können die Steine von Ica ohne Begleitfunde ausgewertet werden.
Können wir uns auf dieser Basis wenigstens verständigen?

 
Zitat
Zunächst mal: auch unechte Argumente soltlen in einer fairen Diskussion nicht umgedeutet werden.
Mein Argument war (auch wenn ich das im Moment nicht wörtlich wiederfinde): dass Phantasie (ich sage jetzt also mal Kreativität) eie wichtige Rolle auch in der Forschung spielt.
 


Ein "unechtes Argument" kann ich gar nicht deuten, da kann ich nur hinterfragen was damit gemeint ist.
Gegen Kreativität in der Wissenschaft habe ich ja auch nichts einzuwenden, woran ich mich gestossen habe war Phantasie und ich habe weiter oben gesagt, dass ich auch zwischen Phantasie und Kreativität unterscheide.
Kreativität dient der Lösung einer Aufgabe, wobei Phantasie eben auch losgelöst von der Aufgabe funktioniert und man sich das Ergebnis so zusammenbasteln kann, wie man es braucht.

 
Zitat
Du wirst damit leben müssen, dass es keine allgemeingültige Auffassung von Wissenschaft gibt. Es gibt und gab unterschiedliche Sichtweisen. Das wirst du nicht aus der Welt schaffen. Und auch dies nicht, dass nciht unbedingt deine Sicht die einzig richtige ist.
 


Das mag sein, dagwegen kann ich auch nichts machen. Ich behaupte auch nicht, dass meine Sicht die einzig richtige ist, aber ich halte mich ganz für mich, an die Definition von Wissenschaft. Dieses Sicht kann und will ich niemandem aufzwingen und ich will nicht, dass man mir diese Sicht vorwirft.

 
Zitat
Das Recht, auf das du pochst, Leute verhöhnen zu dürfen, wenn du glaubst, Grund dazu zu haben, nehme ich mir nicht heraus.
Das ist das einzige, worüber wir hier die ganze Zeit reden. Worüber beschwerst du dich eigentlich in dem Thread "Von Mitglied zu Mitglied?" Dass ich einen fairen Umgang einem unfairen bevorzuge?


Nochmal: Ich hatte nicht die Absicht jemanden zu vehöhnen!
Du sagst, Du seiest für eine fairen Umgang miteinander, bist aber ebenso unfair.
Es spricht nicht gerade für Fairness, wenn Du jemanden als arrogant und dumm bezeichnest, den Du nur aus wenigen Postings kennst und es spricht nicht gerade für Fairness die Arbeitsweise des Betreffenden abzuqualifizieren, nur weil sie mit den eigenen Vorstellungen nicht konform geht.
Inwieweit und ob überhaupt, ich mit anderen Erklärungen umgehen, diese tolerieren oder mich ihnen annähern kann und bis zu welchem Grad, hast Du bisher nicht in Erfahrung bringen können, dazu hatten wir noch nicht die "richtigen" Themen. Aber Du fällst bereits ein Unrteil über mich. Ist das fair?
Zu meinem Erklärungsansatz "Alter der Menscheit" gab es nicht einmal einen Diskussionsansatz. Alles blieb beim leidigen Thema Steine von Ica hängen und da auch an einem ganz bestimmten Punkt. Selbst da wurde nur auf bestimmte Autoren hingewiesen und nicht auf deren Thesen. Die hätte man nämlich untersuchen können. Aber soweit kams ja nichtmal.

Sabine
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Offline Aco

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« Antwort #7 am: 09. 11. 2006 | 16:34:57 »
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« Letzte Änderung: 01. 01. 2008 | 19:16:08 von Aco »

Offline Albert

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« Antwort #8 am: 09. 11. 2006 | 16:36:06 »
erstellt am: 8/4/2005 um 22:22,  Antwort 8  
Hallo,

ich werde mich hier nicht mehr verteidigen. Ich habe längst alles gesagt, was zu deisem Thema zu sagen ist. Vorwürfe, die miir gemacht werden, weil man Zitate aus dem Zusammenhang reisst, werde ich so stehen lassen. Das kostet zu viel Kraft, das zu widerlegen und wird sowieso in einem Klima der Rechthaberei nicht möglich sein.

Das, was mich aber schwer getroffen hat, ist, dass Sabine ihre völlig ungerechte Anklage - aus einem Rachewunsch oder was weiss ich heraus -, noch einmal gesteigert in das öffentliche Forum stellt, um mich offenbar vor aller Augen im Netz an den Pranger zu stellen.

Solchen Methoden bin ich nicht gewachsen. Der Pranger sind mittelalterliche Methoden, die immer dann entstehen, wenn man rechthaberisch nur sich sieht und jemanden in Schande und Verruf bringen will.

In einem Forum, wo das möglich ist, kann und will ich nicht sein.
Ich habe Sabine nichts getan. Ich habe mich nur gewehrt gegen ihre anmassende Haltung. Und ich bin der Meinung, ein Recht darauf zu haben, ihr zu sagen, wenn sie jeden meint belehren zu müssen: dass sie in meinen Augen ebenfalls relativ autoritätshörig ist. Und dass sie vielen genau das vorwirft, was sie selber ist.

Deshalb werde ich meinen Accöunt jetzt gleich loschen (sofern ich das hinkriege) - denn der Name Albert ist nun ruiniert. Und ich selber nehme ein "Sabbatjahr".


Tschüs
Albert

Offline emander

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« Antwort #9 am: 09. 11. 2006 | 16:50:23 »
erstellt am: 9/4/2005 um 12:56,  Antwort 9  
Na prima

Leider habe ich deine PN nicht mehr lesen können, Albert ( es liegt wohl daran, dass du deinen Account gelöscht hast). Aber es wäre schön, wenn du mir deine email-Adresse zukommen lassen könntest, damit wir weiterarbeiten können.


Gruss
Daniel  :cry:  :cry: