Autor Thema: Mit Hologrammen lassen sich 500 Gigabyte auf eine Disk speichern.  (Gelesen 5743 mal)

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Offline WGS

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Lange wurden Daten lediglich an der Diskoberfläche gespeichert, seit einiger Zeit schon arbeitet man mit Hologrammen. Sie lassen sich unabhängig voneinander auch in der Tiefe eines Speichermediums schreiben. Daten werden also in mehreren Ebenen regelrecht "gestapelt" und das vervielfacht die Kapazität von Standarddisks. Jetzt haben Forscher von der TU Berlin ein neuartiges System entworfen: damit lassen sich nun sogar 50 Datenebenen übereinander stapeln. Dies bedeutet eine Rekordspeicherdichte von 500 Gigabyte auf einer üblichen 12-Zentimeter-Disk. In den USA arbeiten Unternehmen an ähnlichen Systemen. [tj]

http://www.dradio.de/dlf/meldungen/forschak/641349/
Mit Hologrammen Daten stapeln: Bis zu 1.000 GByte auf einer Disk
Medium der Zukunft: Forscher der TU Berlin wollen auf einer holographischen Disk bis zu 1.000 GByte speichern.
Mit Unterstützung der Europäischen Kommission hat das Team Optische Technologien (OptTech) an der TU Berlin im Projekt "Microholas" ein neuartiges System entworfen und realisiert, das etwa 500 Gigabyte an Daten auf eine Disk der bekannten DVD-Größe speichern kann.

Bisher werden Daten lediglich an der Diskoberfläche abgelegt. Hologramme jedoch lassen sich unabhängig voneinander auch in die Tiefe eines Speichermediums schreiben, in mehreren Ebenen gewissermaßen "stapeln", was die Kapazität einer Standarddisk vervielfacht.

Microholas (Microholographic Data Disk for Archival Storage, engl: mikroholographisches Speichermedium) will nun die Vorteile holografischer und konventioneller optischer Datenspeicherung vereinen und die Nutzung der dritten Dimension ermöglichen. Die neue, leistungsstarke Technologie soll außerdem eine kostengünstige Massenherstellung von Laufwerken und Medien erlauben.
m Projekt Microholas werden winzig kleine Hologramme durch zwei gegenläufige Laserstrahlen in einem fotosensitiven Medium geschrieben, sogenannte Mikrogitter, die fast unsichtbar für Lichtstrahlen sind. Dadurch beeinflussen sie sich nicht in übereinander liegenden Schichten. Eine einzige Hologrammschicht speichert die Daten einer DVD.

Nun gelang es dem interdisziplinären, international besetzten OptTech-Team unter Leitung von Professor Susanna Orlic, auf mittlerweile 50 gestapelten Datenebenen, Rekordspeicherdichten von 500 Gigabyte auf einer üblichen 12-Zentimeter-Disk statt der ursprünglich angepeilten 150 Gigabyte zu erreichen. Und dieser Wert verdoppelt sich nun noch einmal mit dem Wechsel von grünem zu blauem Laserlicht. Das Team überzeugte mit seinen Erfolgen die Europäische Kommission derart, dass sie die ursprünglichen Mittel mehrmals deutlich erhöhte. Gleichzeitig entstand der Prototyp des Laufwerksystems.

Und die junge Forschergruppe der TU Berlin hat noch mehr vor: Sie will ein kompaktes Holo-Disk-Laufwerk entwickeln, das bis zu 1000 Gigabyte in eine einzelne Disk schreiben kann. Das Projekt findet inzwischen außerordentlich großes Interesse bei den weltweit führenden optoelektronischen Konzernen.
Quelle:http://www.innovations-report.de/html/berichte/informationstechnologie/bericht-86640.html

Hm, das bedeutet das, das ganze mit Kristall und Holographiespeicher nimmer so ganz nur der SF Literatur entsprungen ist oder und sehr bald die herkömmlichen Speicher ablösen könnte?  :-X

Bayrische Grüsse
WGS
Einen Weg, einmal eingeschlagen, gilt es zu Ende zu gehen. Eine Welt die aufgehört hat, sich zu verändern, hat aufgehört lebenswert zu sein.
Neid und Gier, diese Attribute können in kleinen Dosen hilfreich in der Evolution sein, geraten sie außer Kontrolle sind sie der Anfang vom Ende von Allen!!