Autor Thema: Johannes von Jerusalem  (Gelesen 14342 mal)

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Offline emander

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Johannes von Jerusalem
« am: 03. 10. 2006 | 16:43:48 »
Johannes von Jerusalem

Ich bin bei meinen Recherchen bzgl. Templer auf die Prophezeiungen des J.v.J. gestossen, von denen ich sehr fasziniert bin, da sie sehr detailliert die heutigen Zustände mit den Worten eines Menschen aus dem Mittelalter darstellen.

Zur Person:
Johannes von Jerusalem war ein französischer Tempelritter des 12 Jahrhunderts und eines der 9 Gründungsmitglieder. In der Zeit nach dem Ersten Kreuzzug grub er im Tempelberg von Jerusalem und schien dort ein grosses Geheimnis entdeckt zu haben, das ihn zum Propheten machte.

Die Prophezeiung könnt ihr hier nachlesen:
http://www.a-site.at/cgi-bin/bbs/prophezeiungen.pl?read=99

Ich habe viel im Netz über diese Prophezeiungen gefunden, jedoch nichts über die Authentizität dieser Schriften:

Wann und wo wurden sie gefunden? Ist ihr Alter bestimmt worden? Wer hat sie übersetzt?

Ich habe nur einen Hinweis gefunden, wonach es erst ein paar Jahre her sein soll, dass sie in Russland gefunden wurden. Somit könnte es auch eine Fälschung eines Menschen unserer Zeit sein, der sich ja mit den in den Prophezeiungen beschriebenen Dingen auskannte.

Vielleicht kennt sich jemand von euch besser mit diesem Thema aus.

Gruss
Daniel

Offline Geoffroy

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Johannes von Jerusalem
« Antwort #1 am: 03. 10. 2006 | 16:45:28 »
Hallo,

es soll sich um eine "Fälschung" handeln da dieser "Johannes" schon garnicht
als Tempelritter bekannt ist oder geführt wurde.

Allerdings muss ich sagen, selbst wenn es eine Fälschung ist welche erst
ein paar Jahre alt ist, muss der Fälscher dann ein wahrer Prophet sein

Wobei mein Instinkt mir eher sagt, dass es keine Fälschung ist. :)
Seltsam ist auf jedenfall, dass es kaum "Beachtung" in der Wissenschaft
fand.

Gruss
Suchender
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Offline Geoffroy

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Johannes von Jerusalem
« Antwort #2 am: 03. 10. 2006 | 16:46:33 »
Hallo,

ich habe schon öfter gehört das es sich bei diesen Prophezeiungen um Fälschungen handeln soll. Jedoch habe ich nichts diesbezüglich gefunden.
Wer kann mir weiterhelfen auf meiner Suche ?

Hier etwas das ich gefunden habe zur Person:

Zitat
Johannes von Jerusalem (ursprünglicher Name: Jehan de Vezelay), ein französischer Tempelritter des 12. Jahrhunderts, war einer der neun Gründer des geheimnisvollen Templerordens. In der Zeit nach dem Ersten Kreuzzug grub er im Tempelberg von Jerusalem und schien dort ein grosses Geheimnis entdeckt zu haben, das ihn zum Propheten machte. Ein einziger mittelalterlicher und zusammenhängender Text ist erhalten, der sich mit dem Leben des Jehan de Vezelay beschäftigt. Er wurde erst vor wenigen Jahren in Russland wiederentdeckt und ist auf das 14. Jahrhundert datiert:
»Johannes von Jerusalem: Zögling des Klosters, Spross der Bourgogne. Spross der Erde des Herrschers: dem Land dunkler Wälder und leuchtenden Glaubens. Wo lichte Haine der Hoffnung die Forste des finsteren Fürsten überstrahlen. / Streiter Christi auf Heiliger Erde. Tapferer unter Tapferen, Heiliger unter Heiligen. / Johannes von Jerusalem: Der da die Zeichen lesen und dem Firmament zu lauschen vermochte. / Der Auge und Ohr aller Sterblichen war. / Durch den die Aura Gottes sich erblicken und vernehmen liess. / Johannes von Jerusalem: Der dort weilte, wo All und Erde sich berühren. / Welcher die Körper des Menschen, der Erde und des Himmels erkannte. / Der den Pfaden zu folgen vermochte, die in diesen Sphären zu den Rätseln leiten. / Johannes von Jerusalem: Zweimal von der Zahl des Siegels berührt, dann von Gott gerufen.«

Ich denke man sollte hier auch wieder versuchen etwas über die geschichtliche Person
"Jehan de Vezelay" herausfinden.
Leider habe ich nichts gefunden. Kann mir hier jemand helfen ?

Wo finde ich Hinweise das es sich bei seinen Vorhersagen um Fälschungen handelt ?

Ich würde sehr gerne hier mit Euch über seine Texte diskutieren wenn wir diese Fragen
klären könnten.

Gruss
Suchender
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Zwirni

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Johannes von Jerusalem
« Antwort #3 am: 03. 10. 2006 | 16:48:10 »
Ein Link zu deinem Zitat würde sicher helfen dem Ziel näher zu kommen ... schau mal: http://www.sabon.org/prophezeiungen/index7.html

Dort wird auch - wie auch auf vielen anderen Seiten (z.B. http://www.stormloader.com/users/charon/metis.htm) - eine Prophezeiung dieses Johannes von Jerusalem wiedergegeben. Als Quelle hierfür wird ein einziges Buch angegeben: Das grosse Buch der Prophezeiungen von Michael Görden. Problem: dieses Buch ist scheinbar sehr schwer zu finden, bei Amazon gibt es 2 Bücher mit diesem Namen, eines von T. Simrun über Nostradamus http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/383113202X/qid=10820244 53/sr=1-3/ref=sr_1_11_3/028-4818165-0725359) und eines ohne weitere Informationen http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3453134850/qid=10820245 88/sr=1-2/ref=sr_1_2_2/028-4818165-0725359.

Fazit: ein einziges Buch scheint die Quelle für diesen Namen zu sein. Das Johannes von Jerusalem auch noch Mitgründer der Tempelritter war scheint auch nur ein Gerücht zu sein, an einigen Stellen wird er einfach als Mönch bezeichnet. "Vezelay" ist übrigens ein alter Wallfahrtsort der im Mittelalter deutlich grösser und belebter war als heute. Im 11. Jahrhundert sollen dort am Grab der heiligen Magdalena (ungesichertes Gerücht!) diverse Wunde geschehen sein. Wäre rein zufällig auch die Zeit Johannes' gewesen. http://www.burgundforum.de/reisef/vezelay.html

Zwirni
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Offline Geoffroy

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Johannes von Jerusalem
« Antwort #4 am: 03. 10. 2006 | 16:51:12 »
Hallo,


also ich verlasse mich generell sehr wenig auf die als "Fakten"
deklarierten "Theorien" und "Schriftstücke" was den Templerorden
angeht. Da die Original Schriften aus der Gründungszeit verschollen
oder aber vernichtet sind.
Zumal die heute als "wahrer" Grund der Gründung angegebene
Theorie in meinen Augen absolut widersinnig ist.
Man stelle sich vor 3 Ritter kommen und wollen die Strecke
von Jerusalem bis zu den Mittelmeerhäfen sichern .
Und dass die Idee mit den Mönchsrittern in der damaligen Zeit
ein solcher "Erfolg" wird ist wohl kaum abzusehen gewesen.
Auf diese Hoffnung wird wohl auch niemand gebaut haben.
Was war es also was den König von Jerusalem und später den
Papst so von den Ideen dieser angeblich "Drei Personen" begeistert
waren ?

Nun frage ich mich ob es damals nicht vielleicht doch mehr Ritter
waren ? Und ob sich nicht tatsächlich einer davon später
Johannes von Jerusalem nannte ?

Seltsam kommt mir nach wie vor auch vor dass ich immer noch nichts
gefunden habe wo diese Person oder seine angeblichen Schriften als
"Fälschung" entlarvt wurden. Selbst wenn seine Schriften erst im
14`en oder 15`en Jahrhundert geschrieben wurden und der fiktiven
Person "Johannes von Jerusalem" zugeschrieben wurden, wäre der
echte Verfasser wohl ein sehr wichtiger Prophet gewesen...


Gruss
Suchender
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Offline Zest

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Johannes von Jerusalem
« Antwort #5 am: 05. 10. 2006 | 14:05:08 »
Hier hab ich noch was dazu.


Zitat
Johannes von Jerusalem: Zögling des Klosters, Spross der Bourgogne. Spross der Erde des Herrschers:

Wo lichte Haine der Hoffnung die Forste des finsteren Fürsten überstrahlen.

Streiter Christi auf Heiliger Erde. Tapfer unter Tapferen, Heiliger unter Heiligen.

Johannes von Jerusalem: Der da die Zeichen lesen und dem Firmament zu lauschen vermochte.

Der Auge und Ohr aller Sterblichen war. Durch den die Aura Gottes sich erblicken und vernehmen liess.

Johannes von Jerusalem: Der dort weilte, wo All und Erde sich berührten.

Welcher die Körper des Menschen, der Erde und des Himmels erkannte.

Der den Pfaden zu folgen vermochte, die in diesen Sphären zu den Rätseln leiten.

Johannes von Jerusalem: Zweimal von der Zahl des Siegels berührt, dann zu Gott gerufen.
Quelle

Aber scheint sehr schwer über den etwas im Netz zu finden.

Gruss

Offline Geoffroy

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Johannes von Jerusalem
« Antwort #6 am: 11. 10. 2006 | 03:05:50 »
Ja, das ist es leider.
Habe sogar schon mal versucht bei Templer-Forschern nach der Geschichtlichen Person zu forschen. Leider ohne Erfolg. Allerdings muss ich zugeben war ich nicht gerade Konsequent in der Nachforschung
und habe recht schnell aufgegeben.

Gruss
Suchender
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Offline emander

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Johannes von Jerusalem
« Antwort #7 am: 11. 10. 2006 | 03:07:19 »
Der Name J.v.Jerusalem taucht immer nur im Zusammenhang mit den sog. Prophezeiungen und den von Zest zitierten Worten auf, die man zusammen mit den Prophezeiungen gefunden haben will.
Es wird behauptet er sei eines der 9 Gründungsmitglieder der Templer gewesen, taucht aber nirgends als Grossmeister auf, zumindest nicht auf den Seiten, die sich mit den historischen Templern beschäftigen.

aber die Suche geht weiter

Gruss
Daniel

Offline Geoffroy

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Johannes von Jerusalem
« Antwort #8 am: 11. 10. 2006 | 03:11:18 »
Hallo,


ich denke Ihr habt meinen Thread unter Prophezeihungen (direkt darunter) schon längst gesehen. Aber zur Sicherheit hier noch mal der Link dazu:
 [highlight=red]Der Thread ist mit diesem zusammengefügt worden, beim Umsetzen, Suchender siehe rote Anmerkungen (WGS) [/highlight]
Dort steht z.b. auch der angebliche Geburtsname von Johannes vor Jerusalem, was wichtig bei der Suche sein kann, da wir alle wissen, dass bei den Templern sogenannte "Ordensnamen" benutzt wurden.

Gruss
Suchender
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Offline WGS

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Johannes von Jerusalem
« Antwort #9 am: 11. 10. 2006 | 03:13:18 »
Nannte man Johannes von Jerusalem nicht auch "König Johannes" eine Gestalt die angeblich nie lebte, sondern nur Mythos war oder irre ich mich da ?

Bayrische Grüsse
WGS
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Offline WGS

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Johannes von Jerusalem
« Antwort #10 am: 11. 10. 2006 | 16:00:38 »
Meues Forum 2006

Zu JH.
hab ich einiges gefunden:

Zitat
Prophezeiungen des Johannes von Jerusalem

 

Johannes von Jerusalem, ein französischer Tempelritter des 12. Jahrhunderts, war einer der 9 Gründer des geheimnisvollen Templerordens. In der Zeit nach dem ersten Kreuzzug grub er im Tempelberg von Jerusalem und schien dort ein großes Geheimnis entdeckt zu haben, das ihn zum Propheten machte.

Da nur sehr wenige mittelalterliche Handschriften bis in unsere Zeit erhalten geblieben sind, (meiner Meinung nach mal im Vatikan nachstöbern) ist die Tatsache um so erstaunlicher, daß die Prophezeiungen von Johannes von Jerusalem überdauert haben - und dies, obwohl sie jahrhundertelang als unauffindbar galten. Gegen Ende des zweiten Jahrtausends jedoch, unmittelbar bevor die Epoche einsetzt, auf die sich die ersten Visionen beziehen, tauchen sie plötzlich auf rätselhafte Weise wieder auf. Fast scheint es, als sei ihre Entdeckung genau zu diesem Zeitpunkt abschließender Teil eines großen Geheimplans gewesen, dessen Ausführung kurz nach Ende des ersten Kreuzzuges bekonnen wurde.

Manfred Böckl

Autor von Prophezeiungen für das neue Jahrtausend / Johannes von Jerusalem / ISBN 3-89682-043-5

Abgesehen von verstreuten  Hinweisen in verschiedenen Quellen, ist nur noch ein einziger zusammenhängender mittelalterlicher Text erhalten, der sich mit den Leben von Jehan de Vezalay oder Johannes von Jerusalem beschäftigt.

Der Text umfaßt gerade ein paar Zeilen und wurde mit den Prophezeiungen vor ein paar Jahren in Rußland wiederentdeckt.

Hier der Wortlaut des ursprünglich aus Frankreich stammenden Dokuments, das aus dem 14. Jahrhundert stammen soll, und von Manfred Böckl ins Deutsche übertragen wurde.

 

    Johannes von Jerusalem: Zögling des Klosters, Sproß der Bourgogne. Sproß der Erde des Herrschers:

    Wo lichte Haine der Hoffnung die Forste des finsteren Fürsten überstrahlen.

    Streiter Christi auf Heiliger Erde. Tapfer unter Tapferen, Heiliger unter Heiligen.

    Johannes von Jerusalem: Der da die Zeichen lesen und dem Firmament zu lauschen vermochte.

    Der Auge und Ohr aller Sterblichen war. Durch den die Aura Gottes sich erblicken und vernehmen ließ.

    Johannes von Jerusalem: Der dort weilte, wo All und Erde sich berührten.

    Welcher die Körper des Menschen, der Erde und des Himmels erkannte.

    Der den Pfaden zu folgen vermochte, die in diesen Sphären zu den Rätseln leiten.

    Johannes von Jerusalem: Zweimal von der Zahl des Siegels berührt, dann zu Gott gerufen.


Quelle

Johannes von Jerusalem (1042�1119)


Johannes von Jerusalem (ursprünglicher Name: Jehan de Vezelay), ein französischer Tempelritter des 12. Jahrhunderts, war einer der neun Gründer des geheimnisvollen Templerordens. In der Zeit nach dem Ersten Kreuzzug grub er im Tempelberg von Jerusalem und schien dort ein großes Geheimnis entdeckt zu haben, das ihn zum Propheten machte. Ein einziger mittelalterlicher und zusammenhängender Text ist erhalten, der sich mit dem Leben des Jehan de Vezelay beschäftigt. Er wurde erst vor wenigen Jahren in Rußland wiederentdeckt und ist auf das 14. Jahrhundert datiert:

Johannes von Jerusalem: Zögling des Klosters, Sproß der Bourgogne. Sproß der Erde des Herrschers: dem Land dunkler Wälder und leuchtenden Glaubens. Wo lichte Haine der Hoffnung die Forste des finsteren Fürsten überstrahlen. / Streiter Christi auf Heiliger Erde. Tapferer unter Tapferen, Heiliger unter Heiligen. / Johannes von Jerusalem: Der da die Zeichen lesen und dem Firmament zu lauschen vermochte. / Der Auge und Ohr aller Sterblichen war. / Durch den die Aura Gottes sich erblicken und vernehmen ließ. / Johannes von Jerusalem: Der dort weilte, wo All und Erde sich berühren. / Welcher die Körper des Menschen, der Erde und des Himmels erkannte. / Der den Pfaden zu folgen vermochte, die in diesen Sphären zu den Rätseln leiten. / Johannes von Jerusalem: Zweimal von der Zahl des Siegels berührt, dann von Gott gerufen.«

http://www.weltnetz-verweise.de/informatives/11-09-05-jvj.html

Bayrische Grüsse
WGS
Einen Weg, einmal eingeschlagen, gilt es zu Ende zu gehen. Eine Welt die aufgehört hat, sich zu verändern, hat aufgehört lebenswert zu sein.
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Offline WGS

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Johannes von Jerusalem
« Antwort #11 am: 11. 10. 2006 | 16:02:41 »
Die Prophezeihung des J. v. Jerusalem

Zitat
1
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird Gold im Blute sein
Wer den Himmel betrachtet, wird dort Taler zählen
Wer in den Tempel tritt, wird dort Händler treffen
Die Lehnsleute werden Geldwechsler und Wucherer sein.
Aber das Feuer wird schwelen
Jede Stadt wird ein Sodom und Gomorrha sein
Und die Kinder werden zu einer Glutwolke werden
Sie werden die alten Fahnen heben.

2
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird der Mensch Himmel und Erde und Meere mit seinen Geschöpfen bevölkert haben
Er wird befehlen
Er wird die Macht Gottes anstreben
Er wird keine Grenzen kennen.
Doch alles wird sich umkehren
Er wird schwanken wie ein betrunkener König
Er wird galoppieren wie ein blindes Pferd
Mit Sporen wird er sein Reittier in den Wald treiben
Und am Ende des Weges wird ein Abgrund sein.

3
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden sich an allen Punkten der Erde babylonische Türme errichten
Es wird Rom und es wird Byzanz sein
Die Felder werden sich leeren
Es wird kein Gesetz geben, nur das eigene und das der eigenen Gruppe.
Doch die Barbaren werden in der Stadt sein
Es wird nicht mehr Brot genug für alle geben
Und die Spiele werden nicht mehr genügen
Und dann werden die Menschen am Morgen die großen Feuer anzünden.

4
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird viele Menschen der Hunger treffen
Viele Hände werden blau vor Kälte sein
So daß diese Menschen eine andere Welt sehen wollen
Und die Händler der Illusionen werden kommen und Gift anbieten.
Doch es wird die Körper zerstören und die Seelen verderben
Und jene, die ihr Blut mit dem Gift vermischten
Werden wie wilde Tiere in der Falle sein
Und töten und vergewaltigen und erpressen und rauben
Und das Leben wird zu einer täglich wiederkehrenden Apokalypse werden.

5
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird jeder versuchen, soviel Genuß zu erreichen, wie er kann
Der Mann wird seine Frau so oft verstoßen, wie er sich verheiratet
Und die Frau wird durch hohle Gassen gehen und sich jeden nehmen, der ihr gefällt.
Und Kinder gebären, ohne den Namen des Vaters zu nennen.
Doch kein Meister wird das Kind führen
Und jeder wird zwischen allen anderen allein sein
Die Tradition wird verloren sein
Das Gesetz wird vergessen sein
Als ob es die Verkündigung nie gegeben hätte und der Mensch wieder zum Wilden würde.

6
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird der Vater seine Tochter zu seiner Lust nehmen
Der Mann den Mann, die Frau die Frau
Der Alte das Kind
Das wird vor aller Augen geschehen.
Doch das Blut wird unrein werden
Das Böse wird sich von Bett zu Bett ausbreiten
Der Körper wird alle Fäulnis der Erde aufnehmen
Die Gesichter werden gequält, die Glieder abgezehrt sein
Die Liebe wird die größte Bedrohung für jene, die sich nur noch über das Fleisch erkennen.

7
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird der, welcher von Schwur und Gesetz spricht
Nie mehr gehört werden
Die Stimme dessen, der den Glauben an Christus predigt wird in der Wüste verhallen
Doch überall werden sich die mächtigen Wasser der treulosen Religionen verbreiten
Falsche Messiasse werden die blinden Menschen um sich versammeln
Und der Ungläubige wird Waffen tragen wie noch nie zuvor
Er wird von Gerechtigkeit und Recht sprechen, und sein Glaube wird glühend und scharf sein
Er wird sich rächen für den Kreuzzug.

8
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird das Dröhnen des Todes wie Donner über der Erde krachen
Die Barbaren werden sich mit den Soldaten der letzten Legionen vermischen
Die Gottlosen werden in den Herzen der heiligen Städte wohnen
Einer nach dem anderen wird barbarisch, treulos und wild.
Es wird keine Ordnung und keine Regel mehr geben
Der Haß wird sich ausbreiten wie Feuer in einem trockenen Wald
Die Barbaren werden die Soldaten massakrieren
Die Gottlosen werden die Gläubigen erwürgen
Die Grausamkeit wird eines jeden und aller sein, und die Städte werden zugrunde gehen.

9
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Menschen richten nach ihrem Blut und ihrem Glauben
Niemand wird die leidenden Herzen der Kinder hören
Sie werden wie junge Vögel aus dem Nest gestoßen
Und niemand wird sie beschützen vor der Hand mit dem Panzerhandschuh.
Der Haß wird die Erde überfluten, die sich friedlich glaubte
Niemand wird verschont bleiben, nicht die Alten, nicht die Verletzten
Die Häuser werden zerstört und geplündert werden
Die einen werden an die Stelle der anderen treten
Alle werden die Augen verschließen, um die vergewaltigten Frauen nicht zu sehen.

10
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird jeder wissen, was an allen Enden dieser Erde ist
Wird man Kinder sehen, deren Knochen die Haut durchstoßen
Und solche, deren Augen von Fliegen bedeckt sind
Und solche, die gejagt werden wie Ratten.
Doch der Mensch, der dies sieht, wird sein Gesicht abwenden
Denn er kümmert sich nur um sich selbst
Er wird ihnen eine Handvoll Korn als Almosen geben
Während er auf vollen Säcken schläft
Und was er mit der einen Hand gibt, wird er mit der anderen wieder nehmen.

11
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird der Mensch mit allem Handel treiben
Jedes Ding wird seinen Preis haben
Baum, Wasser und Tier
Nichts wird mehr wahrlich geschenkt sein, und alles wird verkauft werden.
Doch der Mensch wird dann nicht mehr sein als das Gewicht seines Fleisches
Sein Körper wird feilgeboten werden wie ein Pfund Fleisch
Sein Ohr und sein Herz wird man nehmen
Nichts wird mehr heilig sein, weder das Leben noch seine Seele
Man wird sich um seine sterbliche Hülle und um sein Blut streiten, als wolle man Aas zerfetzen.

12
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird der Mensch das Gesicht der Erde verändert haben
Er wird sich für den Meister und den Lehnsherrn der Wälder und Herden halten
Er wird den Boden und den Himmel zerpflügt
Und seine Furchen durch die Flüsse und Meere gezogen haben.
Doch die Erde wird nackt und unfruchtbar sein
Die Luft wird brennen und das Wasser übel riechen
Das Leben wird welken, denn der Mensch wird den Reichtum der Welt ausgeschöpft haben.
Und der Mensch wird einsam sein wie ein Wolf
In seinem Haß.

13
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird auch das Kind verkauft werden
Manche werden sich seiner bedienen wie einer Zielscheibe
Um Genuß zu finden an seiner jungen Haut
Andere werden es wie ein unterwürfiges Tier behandeln.
Die unantastbare Schwäche des Kindes wird vergessen sein
Und sein Geheimnis
Es wird wie ein Fohlen sein, das dressiert wird
Wie ein Lamm, das geschlachtet und ausgeblutet wird
Und der Mensch wird nur noch Grausamkeit kennen.

14
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden Blick und Geist des Menschen Gefangene sein
Sie werden trunken sein und es nicht bemerken
Sie werden Bilder und Spiegelungen für die Wahrheit der Welt halten
Man wird mit ihnen machen, was man mit einem Schaf macht.
Dann werden die Raubtiere kommen
Raubvögel werden sie zu Herden zusammentreiben, um sie leichter zum Abgrund drängen
Und einen gegen den anderen aufhetzen zu können
Man wird sie häuten, um ihre Wolle und ihre Haut zu bekommen
Und wenn der Mensch überlebt, wird er seiner Seele beraubt sein.

15
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Lehnsherren ohne Glauben herrschen
Sie werden den unschuldigen und untätigen Menschenmengen gebieten
Sie werden ihre Gesichter verbergen und ihre Namen geheimhalten
Und ihre festen Burgen werden sich in den Wäldern verlieren.
Doch sie werden über das Schicksal von allem und jedem entscheiden
Niemand wird an den Versammlungen ihrer Ordnung teilnehmen
Jeder wird in Wirklichkeit ein Leibeigener sein und glauben, ein freier Mann und Ritter zu sein
Allein werden sich die aus den wilden Dörfern und mit ketzerischem Glauben erheben
Doch sie werden zuerst besiegt und lebendig verbrannt werden.

16
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Menschen auf der Welt so zahlreich sein
Daß sie einem Ameisenhaufen gleichen, in den ein Stock getrieben wurde
Sie werden umherrennen, und der Tod wird sie mit dem Absatz zermalmen
Wie verwirrte Insekten.
Große Bewegungen werden sie von einem Ort zum nächsten treiben
Braune Haut wird sich mit weißer vermischen
Der christliche Glaube mit dem des Ungläubigen
Manche werden den versprochenen Frieden predigen
Doch allerorten werden verfeindete Stämme Krieg führen.

17
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Menschen alle Grenzen überschreiten wollen
Die Mutter wird graue Haare haben wie eine Alte
Der Weg der Natur wird verlassen werden
Und die Familien werden wie Körner sein, die verstreut wurden und die nichts mehr einen kann.
Es wird also eine andere Welt sein
Wie ein durchgegangenes Pferd wird ein jeder herumirren ohne Halt
Ohne Führungen in alle Richtungen gehen
Unglück dem Reiter, der dieses Tier lenkt
Er wird keine Steigbügel haben und in den Graben stürzen.

18
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Menschen sich nicht mehr dem Gesetz Gottes unterwerfen
Sie werden das Leben wie ein Reittier lenken wollen
Sie werden ihre Kinder im Leib ihrer Weiber wählen wollen
Und die töten, die sie nicht mögen.
Doch wer wird der Mensch sein, der sich so  für Gott hält?
Die Mächtigen werden das schönste Land und die schönsten Weiber an sich reißen
Die Armen und die Schwachen werden wie Vieh sein
Jede armselige Hütte wird ein Gefängnisturm sein
Die Angst wird sich wie Gift in jedes Herz fressen.

19
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird es eine dunkle und geheime Ordnung geben
Ihr Gesetz wird der Haß sein und ihre Waffe das Gift
Sie wird immer mehr Gold wollen und ihre Herrschaft über die ganze Erde verbreiten
Und ihre Diener werden untereinander durch den Kuß des Blutes verbunden sein.
Die Gerechten und die Schwachen werden ihren Regeln gehorchen
Die Mächtigen werden ihr zu Diensten sein
Das einzige Gesetz wird das sein, welches sie im Schatten diktiert
Sie wird das Gift bis in die Kirchen hinein verkaufen
Und die Welt wandert mit dem Skorpion unter ihren Sohlen.

20
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden viele Menschen mit verschränkten Armen dasitzen
Oder sie werden mit leeren Augen umhergehen, ohne zu wissen, wohin
Denn sie werden keine Schmiede mehr haben, wo sie das Eisen schmieden können
Und kein Feld mehr das sie bestellen können.
Sie werden sein wie ein Samenkorn, das keine Wurzeln schlagen kann
Umherirrend und entblößt, gedemütigt und hoffnungslos
Die Jüngsten und die Ältesten oft im Heim
Es wird ihnen nur noch bleiben, für ihr Heil in den Krieg zu ziehen
Und sie werden zuerst sich selbst bekämpfen und ihr Leben hassen.

21
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Krankheiten des Wassers, des Himmels und der Erde
Den Menschen treffen und ihn bedrohen
Er wird das, was er zerstört hat, wiedererstehen lassen und das, was geblieben ist, bewahren wollen
Er wird vor den Tagen Angst haben, die vor ihm liegen.
Doch es wird zu spät sein
Die Wüste wird die Erde überziehen, und das Wasser wird tiefer und tiefer werden
Es wird an bestimmten Tagen fließen und alles mit sich reißen, wie eine Sintflut
Seinetwegen wird es für die Erde kein Morgen geben
Und die Luft wird die Körper der Schwächsten zerfressen.

22
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird die Erde an mehreren Stellen erbeben und die Städte werden untergehen
Alles, was ohne den Rat der Weisen gebaut wurde
Wird bedroht und zerstört werden
Der Schlamm wird die Dörfer unter sich begraben und der Boden wird sich unter den Palästen öffnen.
Der Mensch wird starrköpfig sein, denn er ist vom Stolz besessen
Er wird die Warnung nicht hören, die ihm die Erde immer wieder zuruft
Feuersbrünste werden die neuen Roms zerstören
Die Armen und die Barbaren werden trotz der Legionen die verlassenen Reichtümer plündern.

23
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird die Sonne die Erde verbrennen
Die Luft wird nicht mehr vor dem Feuer schützen
Sie wird nur noch ein löchriger Vorhang sein
Und das brennende Licht wird Augen und Haut verzehren.
Das Meer wird aufschäumen wie kochendes Wasser
Die Städte und Flüsse werden begraben werden
Ganze Kontinente werden verschwinden
Die Menschen werden sich auf Anhöhen flüchten
Und sie werden beginnen wiederaufzubauen und vergessen, was geschehen ist.

24
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Menschen Trugbilder zum Leben erwecken können
Die Sinne werden getäuscht werden, und sie meinen zu berühren, was gar nicht ist
Sie werden Wege beschreiten, die nur die Augen sehen können
Und der Traum wird so Wirklichkeit werden.
Doch der Mensch wird nicht mehr unterscheiden können zwischen dem, was ist, und dem, was nicht ist
Er wird sich in falschen Labyrinthen verlieren
Jene, welche die Trugbilder zum Leben erwecken können
Werden mit dem gutgläubigen Menschen ihr Spiel treiben und ihn betrügen
Und viele Menschen werden zu unterwürfigen Hunden.

25
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die Tiere, die Noah in seine Arche aufgenommen hat
Nicht mehr in den Händen des Menschen sein
Der die Tiere nach seinen Willen verändert hat
Und wer wird sich um ihr nicht enden wollendes Leid kümmern?
Der Mensch wird jedes Lebewesen so gestalten, wie es ihm gefällt
Und er wird unzählige davon getötet haben
Was wird aus dem Menschen werden, der die Gesetze des Lebens verändert hat
Der aus dem lebenden Tier einen Lehmklumpen machte
Wird er das Ebenbild Gottes oder das Kind des Teufels sein?

26
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Muß man um das Kind des Menschen Angst haben
Gift und Hoffnungslosigkeit werden auf es lauern
Man wird es nur für sich wünschen und nicht um seinetwillen oder für das Leben
Es wird gehetzt werden, und manchmal wird man seinen Körper verkaufen.
Doch selbst jener welcher von den Seinen beschützt wird
Wird bedroht sein, einen toten Geist haben
Er wird im Spiel und im Trugbild leben
Das ihn führen wird, denn er hat keinen Meister mehr
Niemand hat ihn gelehrt, zu hoffen und zu handeln.

27
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird sich der Mensch für Gott halten, obwohl er nicht mehr sein wird, als bei seiner Geburt
Er wird immer zuschlagen, überwältigt von Wut und Eifersucht
Doch sein Arm wird stark sein durch die Macht, die er ergriffen hat
Als blinder Prometheus wird er alles um sich herum zerstören können.
Er wird in seiner Seele ein Zwerg bleiben und die Kräfte eines Riesen besitzen
Er wird mit Riesenschritten voranschreiten und nicht wissen, welchen Weg er nehmen soll
Sein Kopf wird schwer von Wissen sein
Doch er wird nicht wissen, warum er lebt und stirbt
Er wird wie seit jeher der Verrückte sein, der mit den Armen fuchtelt, oder wie das Kind das wimmert.

28
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden ganze Landstriche Kriegsbeute sein
Jenseits des römischen Limes und selbst auf dem alten Reichsgebiet
Die Menschen derselben Städte werden sich gegenseitig die Kehlen durchschneiden
Hier wird Krieg herrschen zwischen Stämmen und dort zwischen Gläubigen.
Die Juden und die Kinder Allahs werden nicht aufhören, sich zu bekriegen
Und die Erde Christi wird ihr Schlachtfeld sein
Doch die Ungläubigen werden überall die Reinheit ihres Glaubens verteidigen wollen
Und es werden ihnen nur Zweifel und Macht gegenüberstehen
Während der Tod überall voranschreitet wie die Standarte der neuen Zeit.

29
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden viele Menschen vom menschlichen Leben ausgeschlossen sein
Sie werden keine Rechte, kein Dach und kein Brot haben
Sie werden nackt sein und nur noch ihren Körper haben zum Verkaufen
Man wird sie verstoßen weit weg von den Türmen des Überflusses zu Babylon.
Sie werden bedrohlich knurren in Schuld
Sie werden ganze Landstriche besetzen und sich vermehren
Sie werden die Weissagung von der Vergeltung hören
Und sie werden die hochmütigen Türme stürmen
Die Zeiten der Invasionen der Barbaren werden gekommen sein.

30
Wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt
Wird der Mensch in ein undurchdringliches Labyrinth eingetreten sein
Er wird Angst haben und die Augen schließen, denn er wird nicht mehr sehen können
Er wird voller Argwohn sein und bei jedem Schritt Furcht empfinden
Doch er wird vorwärts getrieben, denn es wird ihm keine Rast gewährt werden.
Die Stimme der Kassandra aber wird laut und stark sein
Er wird sie nicht hören
Denn er will immer mehr besitzen, und sein Kopf wird sich in Trugbildern verlieren
Jene, die sein Meister sein werden, werden ihn betrügen
Und es wird nur mehr schlechte Hirten geben.

31
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Werden die Menschen endlich die Augen geöffnet haben
Sie werden nicht mehr in ihren Köpfen und ihren Städten gefangen sein
Sie werden von einem Ende zum anderen sehen und einander verstehen können
Sie werden wissen, daß was den einen schlägt, den anderen verletzt.
Die Menschen werden einen einzigen großen Körper bilden
Von dem jeder von ihnen ein winziger Teil ist
Gemeinsam werden sie das Herz sein
Und es wird eine Sprache geben, die von allen gesprochen wird
Und es wird endlich geboren werden, das große Menschliche.

32
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Wird der Mensch den Himmel erobert haben
Er wird Sterne schaffen im großen, dunklen blauen Meer
Und er wird auf diesem glänzenden Schiff reisen
Als neuer Odysseus, Freund der Sonne, auf die himmlische Odyssee gehen.
Doch er wird auch der Herr des Wassers sein
Er wird große Wasserstädte bauen
Die sich von den Früchten des Meeres ernähren
Er wird so an allen Orten der großen Domäne wohnen
Und nichts wird ihm verboten sein.

33
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Werden sich die Menschen unter Wasser bewegen können
Ihr Körper wird neu sein und sie werden wie Fische sein
Und einige werden höher fliegen als Vögel
Als ob der Stein nicht zur Erde fiele.
Sie werden miteinander kommunizieren
Denn ihr Geist wird so offen sein, daß er alle Botschaften aufnehmen kann
Und Träume werden sie miteinander teilen
Und sie werden so lange leben wie der Älteste unter den Menschen
Jener, von dem die heiligen Brüder sprechen.

34
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Wird der Mensch den Geist aller Dinge kennen
Den Stein oder das Wasser, den Körper des Tieres oder den Blick eines anderen
Er wird die Geheimnisse durchdringen, welche die alten Götter hüteten
Und er wird ein Tor nach dem anderen aufstoßen zu dem Labyrinth des neuen Lebens.
Er wird schaffen, kraftvoll und sprudelnd wie eine Quelle
Er wird allen Menschen das Wissen lehren
Und die Kinder werden die Erde und den Himmel besser kennen als irgend jemand vor ihnen
Und der menschliche Körper wird größer und gewandter sein
Und sein Geist wird alle Dinge umgeben und sie besitzen.

35
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Wird der Mann nicht mehr der einzige Herr sein, denn die Frau wird kommen, um das Zepter zu ergreifen
Sie wird die große Herrin zukünftiger Zeiten sein
Und was sie denkt, wird sie den Männern aufzwingen
Sie wird die Mutter des Jahrtausends sein, das nach dem Jahrtausend kommt.
Sie wird die milde Süße einer Mutter verströmen nach den Tagen des Teufels
Sie wird die Schönheit sein nach den häßlichen Zeiten der Barbarei
Das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, wird sich in eine leichte Zeit verwandeln
Es wird geliebt und geteilt und geträumt, und Träume werden wahr gemacht werden.

36
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Wird es für den Menschen eine zweite Geburt geben
Der Geist wird sich der Masse der Menschen bemächtigen
Die eins sind in ihrer Brüderlichkeit
Dann wird das Ende der Zeiten der Barbarei verkündet.
Es wird die Zeit einer neuen Stärke im Glauben sein
Nach den schwarzen Tagen am Beginn des Jahrtausends, das nach dem Jahrtausend kommt
Werden die glücklichen Tage beginnen
Der Mensch wird den Weg der Menschen wiederfinden
Und die Erde wird ihre Ordnung wiederhaben.

37
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Werden Wege von einem Ende der Erde und des Himmels zum anderen führen
Die Wälder werden wieder dicht sein
Und die Wüsten werden bewässert werden
Die Wasser werden wieder rein sein.
Die Erde wird wie ein Garten sein
Der Mensch wird auf alles achten, was lebt
Er wird reinigen, was er beschmutzt hat
Er wird die gesamte Erde als seine Heimat ansehen
Und er wird mit Weisheit an das Morgen denken.

38
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Wird jeder wie ein gleichmäßiger Schritt sein
Man wird alles über die Welt und seinen Körper wissen
Krankheiten werden geheilt werden, bevor sie auftreten
Jeder wird sein eigener Helfer und der anderer sein.
Man wird verstanden haben, daß man helfen muß, um aufrechtzuerhalten
Und der Mensch wird nach den Zeiten der Verschlossenheit und des Geizes
sein Herz und seine Börse den Besitzlosen öffnen
Er wird sich als Hüter der menschlichen Ordnung verstehen
Und so wird endlich eine neue Zeit anbrechen.

39
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Wird der Mensch gelernt haben zu geben und zu teilen
Die bitteren Tage der Einsamkeit werden vorbei sein
Er wird von neuem an den Geist glauben
Und die Barbaren werden von allen anerkannt werden.
Doch das wird nach den Kriegen und Feuersbrünsten geschehen
Es wird aus den verkohlten Trümmern der Türme von Babel erstehen
Und eine eiserne Faust wird nötig sein
Damit Ordnung in das Chaos kommt
Und der Mensch den rechten Weg wiederfindet.

40
Wenn das Jahrtausend, das nach dem Jahrtausend kommt, zu Ende geht
Wird der Mensch wissen, daß alle Lebewesen Träger des Lichtes sind
Und daß sie Geschöpfe sind, die Respekt verlangen
Er wird neue Städte gründen
Im Himmel, auf der Erde und auf dem Meer.
Er wird sich erinnern an das, was einst war
Und er wird zu deuten wissen, was sein wird
Er wird keine Angst mehr haben vor seinem eigenen Tod
Denn er wird mehrere Leben in seinem Leben gelebt haben
Und er wird wissen, daß das Licht niemals erlöschen wird.

Quelle:

Bayrische Grüsse
WGS
End Altes Forum 2005 -6/2006
Einen Weg, einmal eingeschlagen, gilt es zu Ende zu gehen. Eine Welt die aufgehört hat, sich zu verändern, hat aufgehört lebenswert zu sein.
Neid und Gier, diese Attribute können in kleinen Dosen hilfreich in der Evolution sein, geraten sie außer Kontrolle sind sie der Anfang vom Ende von Allen!!

Babs-Baphomet

  • Gast
Re: Johannes von Jerusalem
« Antwort #12 am: 21. 03. 2010 | 18:06:14 »
Es gibt dazu folgendes Buch, wo als Autor ein Pseudonym "Johannes von Jerusalem" genutzt wird und der Titel ist "Das Buch der Prophezeiungen" ISBN 3-453-09131-0 Heyne Taschenbuch.

Papier ist geduldig und was ich hier wiedergebe habe ich aus diesem TB:

Dort ist das Manuskript, was von einem Prof. Galvieski in einem Kloster in Sagorsk bei Moskau (Troize-Sergijewa Lawra - Dreifaltigkeits-Sergi-Kloster) gefunden wurde abgebildet. Prof. G. hat auch Vor- und Nachwort zu diesem Buch geschrieben, welches vor der deutschen Auflage in frz. erschien.

Demnach muss J.v.J. so um 1000 oder früher in einem Benediktinerkloster in Vezelay geboren worden sein und ist auch dort aufgewachsen. Über seine Eltern weiß man augenscheinlich nichts außer Vermutungen. In den Schriften des Klosters von V. wird J.v.J. bis ins 14. Jh. erwähnt und verschwindet dann im Dunkel der Geschichte. In einem der Manuskripte des Klosters von V. wird J.v.J. als "J.v.J., Kind des Klosters, Sohn des Burgund, Soldat Christi auf heiligem Boden" bezeichnet.

Das genaue Geburtsdatum ist nicht erwähnt, sondern nur das Datum und Alter des Todes. Er soll der 7. der acht Ritter der Templer (ich kannte bisher 9 und davon hies keiner J.v.J.) gewesen sein und mit Hugo von Payens in Jerusalem eingetroffen sein. Dort soll er im Jahr 1120 gestorben sein. In der Chronik heißt es dazu: "Es wurde von Gott gerufen, als er zweimal von der Ziffer des Siegels gezeichnet war. Daraus liesse sich schließen, dass er zu diesem Zeitpunkt 77 Jahre alt war. Die Ziffer 7 die des siebten Siegels. Wenn ich also richtig rechne, dann müßte der Knabe so um 1043 geboren worden sein.

In der Sammlung Viollet gibt es Zeichnungen die J.v.J. darstellen sollen und auch im Buch abgebildet sind. Das Buch widerspricht sich aber in der Abfolge der Ereignisse. Auf Seite 19 schreibt man, er sei 1119 mit Hugo d.P. nach Jerusalem gegangen und auf Seite 21 wird gesagt, er habe am 1. Kreuzzug 1099 teilgenommen schon und 20 Jahre in Jerusalem gelebt und dort seine Prophezeiungen geschrieben.

In den Texten der Mönche von V. wird er als einer der Oberen bezeichnet.

Das Buch der Prophezeiungen soll 6 x abgeschrieben worden sein, also insgesamt sollen 7 Exemplare existiert haben, wovon eins dem hl. Bernhard übergeben wurde, drei in den Händen der Templer blieben, ein bei dem Prozeß gegen die Templer eine Rolle gespielt haben soll, ein Exemplar ist über Bernhard an den späteren Papst Eugen III gelangt und damit in den Vatikan und soll lt. Kardinal Maggiori, einem engen Berater von JP II , jedem neuen Papst - unter vielen anderen Dokumenten - zum lesen gegeben werden.

Der Rest der Bücher ist Geschichte bis eben dieses eine in dem Kloster bei S. wieder auftauchte. Dieses Exemplar soll ursprünglich in Byzanz gelagert und gehütet worden sein. In einem Text aus dem 16. Jh.des Klosters von S. steht: "Auf die Insel von Sagorsk, in das Reich des gehüteten Glaubens haben sich die Männer mit ihren Schriften gerettet, darunter das Geheimprotokoll, das davon berichtet, welches das Schicksal der menschen sein wird, wenn das Jahrtausend beginnt, das nach dem Jahrtausend kommt".

Dieses Exemplar vom Kloster in S. muss auch eine verzwickte Reise hinter sich haben, denn zum einen soll es in den Händen der SS gewesen sein, was aus den deutschen Anmerkungen zu erkennen sein soll und von denen 1941 in Warschau gefunden worden sein. Nach Kriegsende sollen es die Russen im Führerbunker gefunden haben und dann über KGB auch in deren Archiven gelandet sein.

Nicht so ganz klar wird, ob Bernhard eins oder gar alle drei Bücher bekommen hat, die den Templern eigentlich gehörten. Von daher ist auch nicht die genaue Zahl zu ermitteln, die verschollen ist.

Es gilt als erwiesen - dies habe ich noch aus einer weiteren Quelle - dass Nostradamus dieses Buch ebenfalls vorlag und er daraus seine Centurien schrieb (abschrieb?).

Alleine die Reise der 7 Bücher scheint schon ein Krimi zu sein. Das das Buch in den Händen von Himmler/Hitler gewesen sein soll, kann ich ohne weiteres glauben, denn die Mörderbande war nicht nur Esotherisch angehaucht, die sind mind. 5 x darin ertrunken.

Vielleicht bekommst ja das Buch noch bei Amazon. Ich weiß nicht, inwieweit man einem Buch glauben kann, wo der Autor so im Dunkeln liegt, aber auf der anderen Seite liegen ja selbst die Autoren der Bibel im Dunkeln. Also.

Das es J.v.J. gegeben haben muss, steht fest durch die Manuskripte aus den verschiedenen Klöstern, wo er gewirkt hat und bis zum 14. Jh. regelmässig erwähnt wird. D.h. dieser Mann scheint einen solchen Eindruck gemacht zu haben, dass er knapp 2-300 Jahre ständig in den Texten vorkommt. Nur in Bezug auf die Gründungsmitlieder der Templer war der mir in den ganzen Jahren meiner Forschung noch nicht über die Füße geflitzt.

Im Nachgang zu dem obigen Text habe ich folgende Informationen noch bekommen:

- das Buch aus dem Kloster ist echt
- der Name J.v.J. ist als Titel anzusehen
- er soll das Gründungsmitglied gewesen sein, welches später zu den Johannitern wechselte
- es soll einen Zusammenhang zwischen dem Geheimbund innerhalb der Benediktiner und den Kreuzrittern (Templer?) geben

Meine persönliche Vermutung ist, dass er einer dieser drei Herren: Gundomar, Gudfried, Roland war. Mein Favorit ist Roland.

@WGS .......mit dem sagenhaften König Johannes hat dieser hier nix zu tun. Das ist ne andere Baustelle.