Autor Thema: Erdbeben, Tsunami, Atomkatastrophe  (Gelesen 8699 mal)

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Offline WGS

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Erdbeben, Tsunami, Atomkatastrophe
« am: 14. 03. 2011 | 21:07:21 »
Servus,

Die Katastrophe vom Fr. in Japan kam völlig überraschend und unerwartet, sicher es ist tragisch und trifft wieder Unzählige Mio. unschuldiger Menschen. Nur in diesem Fall ist es kein 3. Welt Land oder gar 4. Welt, sondern diese Tragödie passierte in einem Hightechland, ähnlich dem Unseren. Vor ner Stunde hab ich durch Zufall dieses  Vid auf Youtube gesehen, das ich euch nicht vorenthalten will. Es geht hier nicht um Verschörungstheoren usw, sondern um einfache logische Fragen, die ich mir auch schon stellte:

JAPAN AKW Fukushima Kernschmelze ERSTAUNLICH FRAGEN?

Gruss
WGS

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Offline Dr.Who

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Re: Erdbeben, Tsunami, Atomkatastrophe
« Antwort #1 am: 18. 03. 2011 | 17:52:34 »
Dieselben Fragen hatte ich mir gestern auch schonn  gestellt. Das Bruttosozialprodukt pro Einwohner ist 34 tausend US-Dollar Einwohner 127 Mio. Und so ein Land braucht erstens keine Spenden und keine Care-Packete.
Dr. Who
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Offline WGS

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Re: Erdbeben, Tsunami, Atomkatastrophe
« Antwort #2 am: 18. 03. 2011 | 18:16:39 »
Moin Dr Who,

Du hast völlig recht, keine Carepakete und Spenden würden die sicher nicht brauchen, allerdings Nahrungsmittel usw., wie Logistik und anderes Etc. Es klingt verrückt, allerdings kann das Große Japan sich nicht mehr selber versorgen. Schuld an dem Ganzen ist die Infrastruktur des Landes und die Übertreibung des Just in Time Systems. Dazu kommt das, dass halbe Logistiksystem, wegen der Katastrophe zusammengebrochen ist. Woher kommen denn 80% der Lebensmittel auch bei uns mittlerweile? Richtig; aus dem Supermarkt. Diese Konzentration ist in Japan noch höher als bei uns, ca. 90%. Nur dieses System hat einen Nachteil, es bedarf hier eines immerwährenden Nachschubs, bricht nun zum einen die Infrastruktur und die Logistik Ganz oder Teilweise zusammen, haste ein Problem. Dieses Szenario wäre nicht nur in Japan, sondern auch bei uns anzutreffen, zumindest in den großen Ballungsräumen, am Land schauts noch besser aus, da gibts noch kleine Handwerker und Händler. Es ist die Krux des Ganzen, das beim Wegbrechen dieser Versorgungssysteme in einem High-Techland hungern und Durst erleiden. :T_Sauer:   

Gruss
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Offline Dr.Who

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Re: Erdbeben, Tsunami, Atomkatastrophe
« Antwort #3 am: 23. 03. 2011 | 19:35:10 »
Hast du schon gehört?
Die Verstrahlung hat Europa eingeholt. :help:
Deutsche Wetterstationen dürfen Strahlendaten nicht mehr veröffentlichen. Unabhängige Messwerte auf www.wisnewski.de
Gerhard Wisnewski

Während sich angesichts der Reaktorkatastrophe in Japan mancher die bange Frage stellt, was wir wohl hierzulande von der radioaktiven Strahlung abbekommen werden, machen die Behörden heimlich still und leise dicht. Berichten zufolge dürfen Messstationen an der Ostsee ihre Strahlenwerte nicht mehr veröffentlichen. Unabhängig gemessene Strahlenwerte gibt es auf der Website von Gerhard Wisnewski, www.wisnewski.de.

Leser Thorsten Grimm* aus Kellinghusen, Schleswig-Holstein, staunte nicht schlecht, als er am heutigen 17. März 2011 seine gewohnte Morgenzeitung aufschlug: »Strahlendaten bleiben geheim«, meldete da doch glatt die Norddeutsche Rundschau, eine Lokalzeitung in Schleswig-Holstein unter der Rubrik »Die Katastrophe in Japan«. »Seit gestern«, also dem 16. März 2011, dürfen die Wetterstationen auf Fehmarn und in Schleswig ihre Messergebnisse nicht mehr veröffentlichen, kann man da lesen. Die Zentrale des Deutschen Wetterdienstes habe eine entsprechende

 
Norddeutsche Rundschau vom 16.03.2011 (Ausriss)

Hausmitteilung verschickt. Die Norddeutsche Rundschau zitierte den Vize-Chef der Schleswiger Station, wonach dies »eine Vorsichtsmaßnahme« sei, »die Fehlinterpretationen durch Laien« verhindern soll.

Demnach haben nun das Bundesamt für Strahlenschutz und das Bundesumweltministerium den Daumen auf den Daten: »Falls die Messwerte bedenklich werden, informiert die Zentrale sofort das Bundesamt für Strahlenschutz sowie das Bundesumweltministerium«, zitiert die Norddeutsche Rundschau den Wetterfrosch. »Als ich das heute morgen in der Zeitung las, kam in mir eine unbändige Wut hoch«, sagt der Kellinghuser Thorsten Grimm.

 

Behörden bereiten sich auf Ankunft der »Strahlenwolke« vor


http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/gerhard-wisnewski/deutsche-wetterstationen-duerfen-strahlendaten-nicht-mehr-veroeffentlichen-unabhaengige-messwerte-a.html

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Offline WGS

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Salz könnte Brennstäbe blockieren
« Antwort #4 am: 24. 03. 2011 | 13:23:53 »
Das Problem in Fukushima geht erst richtig los, Salz könnte Brennstäbe blockieren!!

Servus,
Als ich das heute hörte, dachte ich (ACHTUNG IRONIE), endlich eine sinnvolle Nutzung der Kernenergie. AKW`s als Meerwasserentsalzungsanlagen.  :T_grins:

Mal das hier zum Konsum:
Zitat
Bei ihrer lebensgefährlichen Arbeit im AKW Fukushima treten die Ingenieure auf der Stelle. Spärliche Erfolge werden immer wieder gekippt. Nun könnten die offenbar unterschätzten Risiken der Meerwasser-Kühlung die befürchtete finale Katastrophe beschleunigen oder gar auslösen. Laut Atomsicherheitsbehörde sind drei Arbeiter gefährlich verstrahlt.
Im havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1 sind drei Arbeiter an Reaktor 3 hoher radioaktiver Strahlung ausgesetzt worden. Zwei von ihnen sind in ein Spezialkrankenhaus eingeliefert worden, wie die Atomsicherheitsbehörde NISA mitteilte. Sie seien einer Strahlung von 170 bis 180 Millisievert ausgesetzt gewesen.
Die Arbeiter wollten Kabel reparieren, um das Kühlsystem des Reaktors wieder zum Laufen zu bringen. Regierungssprecher Yukio Edano berichtete,  sie hätten in radioaktiv belastetem Wasser gestanden. Die Strahlenbelastung in der Luft werde ständig gemessen, sagte Edano. Dass die Arbeiter in das belastete Wasser getreten seien, sei allerdings eine "unvorhersehbare Situation" gewesen. "Wir werden die anderen Arbeiter aufklären, dass sie nicht den gleichen Fehler machen."

Meerwasserkühlung birgt Risiken
Zitat
Inzwischen türmt sich vor dem AKW-Betreiber Tepco ein neues Problem mit möglicherweise fatalen Folgen auf. Der ehemalige Reaktorsicherheitschef des US-Konzerns General Electric warnt vor neuen Risiken: Nach der Kühlung der Anlagen mit Meerwasser hätten sich in den Reaktoren große Mengen Salz angesammelt, das die Brennstäbe verkrusten und damit die Wasserkühlung blockieren könne, sagte Richard Lahey der "New York Times". General Electric hat das grundlegende Design der Siedewasserreaktoren in Fukushima entwickelt.
Lahey schätzte, dass sich im Reaktorblock 1 etwa 26 Tonnen Salz angesammelt haben könnten, in den größeren Blöcken 2 und 3 sogar jeweils 45 Tonnen. Ein Teil des Salzes könnte sich am Boden der Reaktoren abgelagert haben. Bei einer Erhitzung des Meerwassers sei es aber wahrscheinlich, dass sich Salz vor allem an den Brennstäben ablagere, hieß es in dem Zeitungsbericht.
Das als Zitatauszug:
Quelle und Rest: http://www.n-tv.de/Spezial/Salz-koennte-Brennstaebe-blockieren-article2929211.html

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