Autor Thema: Mithilfe bei Recherche Zum Thema Helike erbeten !!  (Gelesen 13797 mal)

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Mithilfe bei Recherche Zum Thema Helike erbeten !!
« am: 27. 09. 2006 | 21:40:29 »
erstellt am: 29/6/2004

Servus, seit über einem halben Jahr interessiere ich mich insbesondere unter anderen für eine Griechische Katastrophe aus dem 4 Jh vor Christus.

Ich beschreibe mal was ich da meine!!

Versunkene Stadt Helike
Ein heftiges Erdbeben erschütterte im Jahre 373 v. Chr. die mächtige Stadt Helike in Achaia. Es war eine Nacht im Winter; die Einwohner wurden im Schlaf überrascht. Nur wenige konnten aus den eingestürzten Häusern flüchten. Doch sie fanden keine Rettung. Eine riesige Flutwelle erhob sich vom zwei Kilometer entfernten Meer, sie überspülte die Stadt und die fliehenden Menschen. Helike ging unter. Keiner der Bewohner überlebte. Die ausgesandten Helfern konnten die Leichen nicht bergen. Zehn spartanische Kriegsschiffe, die im Hafen von Helike ankerten, wurden ebenfalls in die Tiefe gerissen. Noch Jahrhunderte später sahen Reisende die Reste von Gebäuden unter Wasser.
So schildern antike Schriftsteller die schwerste Naturkatastrophe des klassischen Griechenlands. Die Tragödie inspirierte den Zeitgenossen Plato zum Mythos vom versunkenen Atlantis.

Poseidon, der Erderschütterer
Vor ihrem Untergang war Helike die führende Stadt in Achaia, Zentrum des ersten Achäischen Bundes. Sie gründete bedeutende Kolonien wie Priene in Kleinasien und das sagenhaft reiche Sybaris in Unteritalien. Helike besass das Heiligtum des Poseidon Helikonios, das bereits bei Homer erwähnt und in ganz Griechenland berühmt war. Poseidon, Gott des Meeres und der Erdbeben, der auch den Beinamen "Erderschütterer trägt, bewirkte laut Pausanias den Untergang seiner eigenen Stadt, weil die Bürger "Schutzsuchende vom Heiligtum ferngehalten und getötet" hatten.

Die Suche nach dem wahren Atlantis
Die modernen Archäologen vermuteten die Ruinen des antiken Helike am Grunde des Golfes von Korinth, bedeckt von Schlammablagerungen. Man hoffte, eine ganze Stadt "wie ein Schiffswrack" zu finden: über die Jahrtausende gut konserviert und allen zerstörerischen Einflüssen durch Mensch und Umwelt entzogen.
Doch die Suche auf dem Meeresboden blieb erfolglos. Mittlerweile hatte eine Gruppe von Wissenschaftlern eine neue Theorie entwickelt. Die überreste der Stadt sollten demnach in der fruchtbaren Küstenebene liegen, nahe den Dörfern Eliki und Rizomylos, zwischen den Flüssen Kerynites und Selinous.
Unter dem Wasserspiegel einer Inland-Lagune hätten die antiken Schriftsteller die überflutete Stadt gesehen. Später haben Anschwemmungen der Flüsse die Lagune verlanden lassen und die versunkene Stadt mit Erde bedeckt.

Die Entdeckung des antiken Helike
Ein griechisch-amerikanisches Forscherteam unter Leitung der Archäologin Dora Katsonopoulou gräbt seit 1991 in der Ebene von Eliki. Neolithische, mykenische, klassische, hellenistische und römische Funde kamen zu Tage. Der Stätte zeigt eine bemerkenswerte Siedlungskontinuität.
Besonders erfolgreich waren die Grabungen in den Jahren 2000 und 2001.Es gilt als sicher, dass die ersten überrreste der verschwundenen Stadt Helike jetzt gefunden sind.
In drei Metern Tiefe stiessen die Ausgräber auf gut erhaltene Gebäude aus klassischer Zeit sowie auf Keramik und Münzen aus dem 4. Jht. v. Chr.; die Funde waren bedeckt von einer dicken Lehmschicht, die Brackwasser-Weichtiere enthielt.
Eine bronzezeitliche Siedlung, etwa 2400 v. Chr., wurde in 4 Metern Tiefe in der Nähe des Dorfes Ryzomilos ergraben. Die Zerstörungen der Häuser deuten darauf hin, dass die prähistorische Ahnin von Helike ebenfalls Opfer eines schweren Erdbebens wurde.
Sogar ein Teil der römischen Strasse, die der reisende Schriftsteller Pausanias auf seinem Weg nach Helike benutzte, wurde entdeckt. Und eben diese Strasse - Leophoros - könnte die Forscher zum Zentrum Helikes führen, zu reichen Häusern, Tempeln und Statuen sowie zum einstmals weithin berühmten Heiligtum des Poseidon.


Was an Dokumenten dazu, zu finden ist suche ich, das betrifft PDF, Internet, Bücher, Dokumentationen, aber auch Ausgrabungsmaterial und dergleichen.
Insbesondere im Moment suche Daten zu Helike selber wann Gegründet, Grösse, Stärke, Bedeutung.

Wäre nett wenn der eine oder andere dazu was weiss,
bayrische Grüsse
WGS
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« Antwort #1 am: 27. 09. 2006 | 21:42:40 »
Eine versunkene antike Stadt kurz vor ihrer Spektakulären Wiederentdeckung

12 km östlich von Hellenikon Idyllion. Die griechische Archäologin Dora Katsonopoulou und der amerikanische Physiker Steven Soter entdeckten nach 12 Jahren Forschungsarbeit im Sommer 2000 erste Hinweise auf die versunkene klassische Stadt Helike im Lande der Achäer.


Helike, die Hauptstadt des alten Achaia ab der Zeit ihrer Gründung in der mykenischen Periode bis zu ihrer Zerstörung 373 v.Chr. war die verehrte Kultstätte von Poseidon, dem Gott der Erdbeben und des Meeres. Sie war der Ausgangspunkt von Ablegern wie Priene in Kleinasien und das berühmte Sybaris in Süditalien. Das Leben in Helike kam zu einem plötzlichen Ende in einer Winternacht 373 v.Chr., als ein heftiges Erdbeben, auf das eine ungeheure Flutwelle folgte, die ganze Stadt zerstörte und ihre Ruinen im Meer versanken. Die alten Griechen hatten eine Naturkatastrophe von solchem Ausmass in mehr als 1000 Jahren nicht erlebt, als eine gewaltige Eruption Thera 630 v.Chr. verwüstet hatte.

Dora Katsonopoulou, gebürtig in Egion, begann mit ihrer Suche nach Helike in den frühen 80er Jahren als graduierte Studentin der Cornell Universität New York. In Cornell hatte sie sich zur Zusammenarbeit mit dem Physiker Steven Soter zur Verfolgung ihres Zieles entschlossen, der sich schon lange mit der Geschichte von Erdbeben beschäftigt hatte und durch Hinweise in der Literatur neugierig auf den Untergang Helikes geworden war. Im letzten Sommer wurden ihre Fragen drängender durch die Entdeckung alter Reste, die auf die Zeit von Helikes Zerstörung zurückzudatieren waren.
Eingestürzte Mauern und Gebäude wurden unter dicken Schichten von Meeresablagerungen entdeckt, die die Geschichten antiker Schriftsteller bestätigen, nach denen die Ruinen der Stadt für lange Zeit im Meer oder in einer Lagune versunken seien.

Unter der Leitung von Katsonopoulou entdeckten Archäologen in einer einzigen Grabung archaische
{6th c. v.Chr.} Mauern und Fundamente eines bedeutenden Bauwerkes, das aus vielfarbigen Steinen errichtet worden war: roter und grüner Psammit, schwarzer Dolomit, grauer Kalkstein mit rosa und violettem Glimmer. An anderer Stelle fanden sie Pflastersteine einer versunkenen Strasse, die ins 5. Jahrhundert v.Chr.datiert wurden.
Die Wissenschaftler sind der Ansicht, dass die Entdeckung der Reste einer klassischen Strasse ein besonders lohnender Hinweis sei, weil die Entdeckung des gesamten Verlaufs zur Lage der gesuchten Stadt führen könnte, was als Forschungsaufgabe für das Jahr 2001 geplant ist.
Mit weiteren und tieferen Grabungen nach der Lage Helikes fortzufahren, stellt für die beiden Forscher einen unwiderstehlichen Reiz dar, um Licht in eine grandiose Stadt der klassischen Periode Griechenlands zu bringen, einer Stadt, die ihre Geheimnisse fast 2500 Jahre ungestört unter einer dicken Schwemmschicht an der Südküste des Golfes von Korinth bewahrt hat 12 km oestlich von Selianitika.

Quelle:
http://www.google.de/search?q=cache:UJnpy6OvvlEJ:www.idyllion.gr/neues/german/news/Archaeologische_News.doc+versunkene+Stadt%2BHelike%2BGr%C3%B Cndung&hl=de

Gruss
Alexandra
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« Antwort #2 am: 27. 09. 2006 | 21:43:32 »
Helike...


A whole city disappearing under the sea, leaving no trace? Impossibe! Or is it? The fact is that as stories are passed down over a period of many years, they get corrupted. Pieces are added on, and left out. Different people narrate in different ways, and the stories get altered as time goes by. But behind every legend or myth, there must have been something that happened at the time, bearing some resemblance to the stories we end up with today. There are some ancient documents that may help to uncover this mystery about the lost city of Atlantis. These ancient documents describing the events have been available for many years. It was only due to someone querying the meaning of a single word in recent years that amazing discoveries have been, and are continuing to be, made.

The writings tell us that in 373 BC the town of Helike, on the Corinthian Gulf, was covered by an enormous tidal wave and sank to the bottom of the sea. There is no doubt that the documents are genuine, and that the town did actually exist. There is also no doubt that it mysteriously disappeared, taking an estimated population of 5,000 with it, about 2,500 years ago. It is assumed by many that this was the basis for Plato’s story of Atlantis.
Helike was a religious centre to the god Poseidon, god of earthquakes and the sea. Around a hundred years ago a coin was found on the gulf bearing an image of Poseidon on one side, and the name Helike on the other. Since then many have searched the seas around the area the city was said to be located, without success.


Quelle : Auszug aus einem Gesammttext: http://barryoneoff.co.uk/html/atlantis_uncovered_.html

Gruss
Alexandra
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« Antwort #3 am: 27. 09. 2006 | 21:46:47 »
Bilderquelle unten, zusätzliche Genehmigung von Helike.org wurde angefragt.
Wenn Pausanias im 2. Jahrhundert n. Chr. beispielsweise den Zeitpunkt der Auslöschung der Stadt Helike durch ein Erdbeben benennt, lautet die Formulierung: Die Vernichtung von Helike geschah, als Asteios in Athen noch Archon war, im vierten Jahr der einhundertsten Olympiade, in der Damon von Thourioi zum ersten Mal siegte. (VII 25,4). Damon von Thourioi errang seinen Sieg im einfachen Stadionlauf erstmals im Jahr 376 v. Chr., ein zweites Mal in der darauffolgenden Olympiade.

Die zur vollständigen Auslöschung der Stadt Helike führende Naturkatastrophe lässt sich dadurch in das Jahr 373 v. Chr. datieren. Gewissermassen zur Absicherung seiner Zeitangabe nennt Pausanias zusätzlich auch den Namen des obersten Beamten in Athen. Dessen Name hatte natürlich bei weitem nicht den hohen Bekanntheitsgrad wie der eines Olympiasiegers, doch da das Amt des athenischen Archonten jährlich wechselte, bot es sich natürlich für eine präzise Zeitangabe an.
Helike (auch Eliki) war eine bedeutende Stadt im antiken Griechenland und die führende Macht im frühen achaiischen Bund aus zwölf griechischen Stadtstaaten. Sie lag im Norden des Peloponnes, am Golf von Korinth, in der Nähe des heutigen Ãion.
Geschichte
Schon in der frühen Bronzezeit (2600-2300 v. Chr.) war das Gebiet von Helike besiedelt. Funde von Wertgegenständen lassen auf einen gewissen Reichtum der Stadt schliessen. Doch auch dieses frühgeschichtliche Helike fiel wie sein klassisch-griechisches Pendant einem Erdbeben und anschliessender Flutwelle zum Opfer.
Im 4. Jahrhundert v. Chr. war Helike die führende Stadt der Achaier, die sich zu einem Bund aus zwölf Städten (laut Herodot: Pellene, Aigeira, Aigai, Bura, Aigion, Rhypes, Patrai, Pharai, Olenos, Dyme, Tritaia und Helike) zusammenschlossen. Helike gründete Kolonien in Kleinasien (Priene) und in Süditalien (Sybaris). Schutzgott der Stadt war Poseidon, dessen Heiligtum Helikonios in ganz Griechenland berühmt war. Ironischerweise hat Poseidon, der Gott des Meeres und der Erdbeben, die Stadt untergehen lassen, "weil die Bürger Schutzsuchende vom Heiligtum ferngehalten und getötet hatten", so Pausanias.
Im Winter des Jahres 373 v. Chr. erschütterte ein schweres Erdbeben Helike und liess die Gebäude zusammenfallen. Kurz darauf überschwemmte eine riesige Flutwelle die Stadt sowie zehn Kriegschiffe aus Sparta, die im Hafen vor Anker lagen. Das Wasser der Flut ging nicht zurück, sondern bildete für mehrere Jahrhunderte eine Art Lagune. So berichten mehrere Geschichtsschreiber (u.a. Pausanias und Ovid), dass die Ruinen von Helike noch zur Römer-Zeit von der Wasseroberfläche aus zu sehen waren.
Womöglich hat der Untergang von Helike den Zeitzeugen Plato zum Mythos von Atlantis inspiriert. Bei dem Erdbeben handelte es sich um die schwerste Naturkatastrophe in der Ãgäis seit dem Ausbruch des Vulkans auf Thera 1628 v. Chr..
Archäologie
Seit 1991 gräbt ein griechisch-amerikanisches Forscherteam unter der Leitung von Steven Soter and Dora Katsonopoulou in der Ebene von Eliki. Man begann mit mehreren Bohrungen und Untersuchungen mit dem Magnetometer, bis man den genauen Ort der versunkenen Stadt gefunden hatte.
2000 und 2001 fand man schliesslich die überreste des 373 v. Chr. untergegangen Helikes. Bis 2003 fand man weitere Spuren von Besiedlung aus älterer Zeit bis ins 3. Jahrtausend v. Chr.. Die Ausgrabungen sind bis heute (2004) nicht abgeschlossen.
Quelle: http://www.lexikon-definition.de/Helike.html


Die Katastrophe

In einer Winternacht des Jahres 373 v.Chr.erschuetterte ein starkes Erdbeben den Golf von Korinth. Die Hafenstadt Helike - zwischen Aegion und Diakofto - die fuehrende Stadt des Achaiischen Bundes dieser Periode - wurde zerstoert und begrub seine Bewohner unter den Tuemmern. Die wenigen Menschen, die sich ins Freie retten konnten wurden jedoch kurz darauf Opfer einer riesigen Flutwelle, die das antike Helike und sein Poseidon-Heiligtum unter sich begrub. Nicht nur Helike war vom Erdboden verschwunden, auch Delphi oberhalb der gegenueberliegenden Festlandkueste erlitt starke Zerstoerungen.

Von Homer bis Pausanias
"Denn die See erhob sich bei einem Erdbeben und sie ueberflutete Helike und seinen Poseidon-Tempel....
und Eratosthenes erzaehlte, dass er selbst den Ort gesehen habe, und das ihm die Fischer und Faehrleute berichteten, dass eine riesige Bronzestatue des Poseidon sich unter der Wasseroberflaeche erhob. in einer Hand den Dreizack, der gefaehrlich war fuer alle Fischer, die mit Netzen fischten.
Und Heraklid wusste zu berichten, dass sich die Katastrophe bei Nacht ereignet hatte, und obwohl sich die Stadt 12 Stadien (ca. 2 km) vom Meer entfernt befand, die gesamte Region mitsamt der Stadt am Morgen nicht mehr zu sehen war. 2000 Maenner, die von den Achaiern zur Rettung entsandt waren, konnten die toten Koerper nicht bergen."
Quelle: Strabo, griechischer Geograf 64 v.Chr.-23 n.Chr.
Der griechische Reisende Pausanias(143-176 n.Chr.) berichtet:
"Vierzig Stadien ( 7 km ) entfernt von Aegion befindet sich ein Platz am Meer namens Helike....wo einst die Stadt Helike stand.... Dies war ein Erdbeben, dass den Meeresboden umdrehte und darueberhinaus, so wird erzaehlt, ereignete sich in diesem Winter eine weitere Katasrophe: eine riesige See ueberflutete einen grossen Teil des Landes und
begrub Helike unter sich. Und die Flut ueberschwemmte den Poseidon-Tempel so dass nur noch die Wipfel der hohen Baeume sichtbar blieben. Denn als ploetzlich der Gott erbebte, erhob sich die See zusammen mit dem Erdbeben und riss Helike mit all seinen Bewohnern in die Tiefe. Die Ruinen von Helike sind noch sichtbar, aber nicht mehr so deutlich wie einst, denn sie sind vom Salzwasser zerfressen."
Der griechische Historiker Diodoros aus Sizilien ( 80-20 v.Chr.)schrieb:
"Starke Erdbeben erschuetterten die Peloponnes, begleitet von Flutwellen, welche das freie Land in einer Weise zerstoerten, die jenseits unserer Vorstellungskraft liegt. Die Katastrophe kam in der Nacht, so dass....die Mehrheit der Bewohner in den Ruinen umkam. Als es Tag wurde, konnten noch einige aus den Ruinen fliehen, aber als sie glaubten, der Gefahr entronnen zu sein, wurden sie von einem noch weit groesseren Disaster ueberrascht. Denn die See und die Wellen wuchsen zu gigantischer Groesse an und das gesamte Land mit seinen Bewohnern war verschwunden. Zwei Staedte in Achaia wurden Opfer dieser Katastrophe: Helike und Boura. Vor diesem Erdbeben war Helike die Erste unter den Staedten Achaias."
Der roemische Autor Aelian (170-235 n.Chr.) schrieb:
"Fuenf Tage vor dem Verschwinden von Helike flohen alle Maeuse, Ratten, Schlangen, Kaefer und jegliche andere Kreatur dieser Art entlang der Strasse, die nach Kyrinia fuehrt. Und alle Einwohner Helikes, die dieses Schauspiel beobachteten waren erstaunt, aber unfaehig, den Grund dieser Flucht zu erahnen.
Aber nachdem diese Kreaturen Helike verlassen hatten ereignete sich ein Erdbeben in der Nacht, die Stadt wurde zerstoert und eine riesige Flutwelle begrub Helike unter sich und auch zehn Schiffe aus Sparta, die dort vor Anker lagen, waren ebenso verschwunden wie die gesamte Stadt."
Der roemische Poet Ovid (43 v.Chr.-17 n.Chr.) schrieb in seinen Metamorphosen 1.263:
"Wenn Du nach Helike und Boura suchst, die einst Staedte in Achaia waren, so wirst Du sie unter den Wellen finden, und die Seeleute zeigen Dir noch heute die ertrunkenen Staedte mit ihren begrabenen Mauern."

Atlantis?
Taylor (1926) und Frutiger (1930) waren die ersten, die annahmen, dass das ploetzliche und dramatische Verschwinden von Helike - zerstoert von einem starken Erdbeben und ueberflutet von der See - Plato zu seinem Atlantis-Mythos inspiriert hatte. Siehe auch Forsythe (1980), Giovannini (1985) und Ellis (1998).
Die Geschichte von Atlantis und seiner Zerstoerung erscheint zum ersten Mal in Platos spaeten Dialogen Timaeus und Ctitias, geschrieben nur wenige Jahre nach der Zerstoerung von Helike im Jahre 373 v.Chr..
Plato wusste ganz sicher von der Katastrophe und hatte moeglicherweise ein persoenliches Interesse daran.
388 v. Chr. hat er den Hof von Dionysos I. in Syrakus besucht, wo es ihm gelang den Tyrannen anzugreifen. Nach Plutarch (Dion 5.2) fragte Dionysos darufhin Pollis, einen Admiral und Gesandten aus Sparta, ihm einen Dienst zu erweisen und ihn von Plato zu befreien.
Pollis nahm Plato gefangen, brachte ihn zum Sklavenmarkt auf der Insel Aegina und bot ihn dort zum Verkauf an. Diogenes Laertius (3.19) berichtet, dass ein Athener Mitbuerger Plato dort erkannte, ihm die Freiheit kaufte und ihn nach Athen zurueck schickte.
15 Jahre darauf ertrank Pollis bei der Katastrophe von Helike. Dionysos hoerte davon und betrachtete das Schicksal Pollis' als ein Zeichen Gottes.
Um sein eigenes Leben fuerchtend, schrieb er einen Brief an Plato, in welchem er ihn bat, nicht schlecht ueber ihn zu reden.
Plato antwortete ihm lediglich, dass er keine Zeit habe, sich mit Dionysos' Schicksal zu befassen.
Diese ganze Geschichte hoert sich ein wenig nach "Propaganda" der damaligen Akademie in Athen an
(Caven 1990), aber sie koennte durchaus einen Kern Wahrheit enthalten. Admiral Pollis kann durchaus in Helike ertrunken sein, denn wir wissen von den berichten Aelians, dass Kriegsschiffe aus Sparta in der Nacht der Katastrophe bei Helike vor Anker lagen.
Quellen:
B. Caven: "Dionysos I., War-Lord of Sicily"
Yale University Press 1990.
R. Ellis: "Imagining Atlantis"
New York, Alfred A. Knopf 1998.
P.Y. Forsythe: "Atlantis: the Making of a Myth".
Montreal Queen's University Press 1980.
P. Frutiger: " Les Mythes de Platon".
Librairie Felix Alcan, Paris 1930.
A. Giovannini:" Peut on demythifier l'Atlantide?"
Museum Helveticum 42, 151-156, 1985.
A.E. Taylor: "A Commentary on Plato's Timaeus".
Oxford University Press 1928

Text von Dr. Dora Katsonopoulou (Helike Gesellschaft Athen) & Steven Soter (American Museum of Natutal History, New York)
Januar 2002

The Discovery of the Ancient Helike

In einer Winternacht des Jahres 373 v.Chr. zerstoerte und ueberflutete ein katastrophales Erdbeben und Tsunami die Hafenstadt Helike, die fuehrende Stadt an der Suedwestkueste des Golf von Korinth.
Helike wurde in der Bronzezeit gegruendet und sein Poseidon-Heiligtum war in der antiken Welt wohlbekannt. (Katsonopoulou 1999).
Helike fuehrte die 12 Staedte des ersten Achaiischen Bundes und gruendete Kolonien wie Priene in Kleinasien und Sybaris in Sueditalien.
Die dramatische Zerstoerung von Helike wurde ausfuehrlich von griechischen und roemischen Autoren diskutiert (sie Beitrag dazu) und mag Platon
zu seinem Atlantis-Mythos inspiriert haben.
(Diese These wird jedoch heftig angezweifelt. Historiker vermuten vielmehr, dass es Troja war, die Platon mit Atlantis gemeint hat. Anmerkung des Autors)
Ungefaehr 150 Jahre nach dem Disaster besuchte Eratosthenes die Gegend und berichtete, dass eine Bronzestatue des Poseidon in einem "poros" stand und nicht ungefaehrlich fuer die Fischer und ihre Netze sei. Der Begriff "poros" wird gewoehnlich mit "Ebene" uebersetzt, aber Dr. Katsonopoulou (1995) interpretierte es als eine Inland-Lagune.
Dies sollte der Schluessel fuer das Verstaendnis der Katastrophe sein.
Ungefaehr 174 v.Chr. besuchte der Reisende Pausanias eine Kuestenregion, die immer noch Helike genannt wurde und ca. 7 km suedlich Aegion lag (siehe Karten der Photo-Seite)) und berichtete, dass die Mauern der alten Stadt immer noch unter der Wasseroeberflaeche sichtbar seien.
Spaeter jedoch waren alle Spuren von Helike verloren.
1861 besuchten deutsche Archaeologen die Region und fanden eine Bronzemuenze von Helike, welche den Kopf des Poseidon in feinem klassischen Stil zeigt.
Die antiken Berichte vermitteln den Eindruck, dass die Spuren von Helike durch fortwaehrenden menschlichen Einfluss verschwunden sind.
Archaeologen indes hofften, dass diese Staette eine Art "Zeitkapsel" der Antike sei, aehnlich einem Schiffswrack im Meer, nur dass es sich hier um eine komplette Hafenstadt handelte.
Spyridon Marinatos (1960) nahm an, dass die Staette viele antike Bronzen und Marmorstatuen der antiken Bildhauer beherbergen koennte.
1988 starteten wir das "Helike Projekt" um die genaue Lage der Stadt festzustellen. Als ersten Schritt engagierten wir Paul Kronfield um einen systematischen Sidescan und ein Unterwasser-Sonar der Kuestenregion suedoestlich Aegion durchzufuehren.
Die Sonarbilder zeigten Zerstoerungen der kuerzlichen Erdbeben aber keine Hinweise auf eine Stadt oberhalb oder unterhalb des Meeresbodens.
Dementsprechend verlegten wir die Suche in Richtung der angrenzenden Kuestenebene.
Nach dem Erdbeben, dass Helike zerstoerte, konnte das ueberflutete Land durchaus wieder eine trockene Ebene geworden sein. Und zwar durch die Sediment-Ablagerungen der beiden Fluesse, aber auch durch die tektonische Anhebung des Erdoeberflaeche, die hier seit Jahrtausenden stattfindet (Sloter 1998).
Seit 1991 haben wir 95 Bohrloecher in der Kuestenebene gebohrt, alle in einem Umkreis von 10 qkm. Wir fanden viele antike Keramik-Fragmente in den abgelagerten Sedimentschichten zwischen den Fluessen Selinous und Kerynites. (Siehe Abbildungen)Diese Fragmente wurden oftmals in Schichten von nahe unter der Erdoberflaeche bis zu 15 m Tiefe gefunden.
Wir konnten einige dieser Siedlungszeitraeume datieren, die aus der byzantinischen, roemischen, griechischen Epoche aber auch aus der Bronzezeit und dem Neolithikum stammen.
1994 fuehrten wir zusammen mit der Universitaet Patras eine Magnetometer-Untersuchung in der Mitte der Ebene durch, welche die Umrisse eines Gebaeudes zeigte.
1995 gruben wir an dieser Fundstelle (bekannt als "Klonis-Site", siehe "K" in der Abbildung) und brachten ein grosses roemisches Gebaeude ans Tageslicht (Abb.) mit 2 m hohen Mauern.
Neben roemischen Funden kamen auch Fundstuecke von Keramik aus Mykene zum Vorschein. Die Schichten der Antike und der Bronzezeit liegen unter dieser Schicht.
Im Sommer des Jahres 2000 wurden etliche Versuchgrabungen durchgefuehrt, die auf den Ergebnissen der Bohrungen sowie des Bodenradars basierten. Dabei wurden ein byzantinisches Gebaeude und ein Friedhof freigelegt, eine massive griechische Mauer, ein roemischer Friedhof, eine grosse Menge antiker Keramik-Fragmente sowie die Fundamente von Gebaeuden der vor-antiken Periode, die im Meeresschlamm lagen.
Im Sommer 2001 wurde die elfte und erfolgreichste Grabung durchgefuehrt. Diese Arbeit brachte eindeutige Hinweise auf die Lage des antiken Helike
und seiner praehistorischen Vorlaeufer. Wir fanden auch die roemische Hauptstrasse dieser Region.
Die bedeutendsten FUNDE 2001 waren folgende:

KLASSISCHE EPOCHE

Signifikante Spuren antiker Gebaeude in 3 m Tiefe unter dicken Ablagerungen der Lagune. Die Funde belegen, dass es sich um "reiche" Haeuser gehandelt hat. Eine Fundstelle barg Keramik aus der Epoche des 4 Jahrhunderts v.Chr. Ferner Terrakotta-Figurinen und Silbermuenzen aus Sikyon in hervorragendem Erhaltungszustand. Unter anderem eine Darstellung des Apollon mit Lorbeerkranz, die Rueckseite zeigt eine fliegende Taube.
Die Mikrofauna in den Sedimentschichten legt nahe, dass die Inland-Lagune (poros) die Reste von Helike unter sich begraben hat.

FRUEHE BRONZEZEIT

Eine sehr signifikante und unerwartete Entdeckung war die einer ausgedehnten und gut erhaltenen fruehgriechischen (EH III) Kuestensiedlung. Die erste, die jemals in Achaia gefunden wurde!
Sie liegt in der Rizomylos-Region, ungefaehr 1 km von der heutigen Kueste entfernt in ca. 4 m Tiefe.
Wir fanden Fundamente rechteckiger Gebaeude zu beiden Seiten gepflasterter Wege. Es wurden auch Vasen und Haushaltsgeraete gefunden. Von herausragender Bedeutung ist der Fund einer "Depas amphikypellon"-Tasse, die erste die auf der Nord-Peloponnes gefunden wurde.

REFERENZ:

Dr. Dora Katsonopoulou, 1995, Helike. Archaiologia 54, Seite 40-45.
Dr. Dora Katsonopoulou, 1998, Klonis Field. Ancient Helike and Aigialeia. Proceedings of the Second International Conference. Athen.
Dr. Dora Katsonopoulou,1999, Mycenaean Helike. In "Meletemata:Studies in Aegean Archaeology presented to M. Wiener, Aegaeum 20.
S. Marinatos, 1960, Helice: a submerges town of Classical Greece. Archaeology 1
Quelle: http://www.eliki.writernetwork.com/index.html

Weiteres Folgt das war jetzt eine Internetrecherche
Wie ihr seht wird Helike immer interessanter.

Bayrische Grüsse
WGS
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« Antwort #4 am: 27. 09. 2006 | 21:50:08 »
Was Dazu Aktuelles:

Zu Helike hat sich was mich betrifft sehr viel getan, deswegen will ich das hier kurz anmerken, nachdem ich die alten Beiträge übertragen habe. Ich hab einiges zu Helike Recherchiert, weiterhin hab ich Thorwald versprochen das ich ihm aufzeige was ich hier in Platonsdialogen, siehe hier im Atlantisforum aus Helike vermute.
Demnächst dazu mehr nach Fertigstellung des Forums :)

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Re: Mithilfe bei Recherche Zum Thema Helike erbeten !!
« Antwort #5 am: 11. 02. 2009 | 18:11:34 »
Servus,

Lang hatte ich eines meiner Spezialthemen vergessen, was ich jetzt beabsichtige zu ändern.  ;D

Ich habe die letzten Wochen sehr viel komischerweiser zu Helike nachgedacht und mir kamen hier hunderte Fragen auf, das heisst die meisten davon stell ich mir dazu schon ewig.

Helike als Macht:
Wir wissen das Helike nicht einfach irgendein Stadtstaat der Griechen war, trotzdem zählen im alten Hellas nur Athen, Sparta, Theben usw als Mächte. Was war hier mit Helike? Diese Stadt hatte nach Quellen allein in der Hauptstadt 60000 Einwohner, in anderen Quellen sogar bis zu 80000 bis 100000. Die Unterstädte Helikes waren eigene bedeutende Zentren, dazu war sie Führer des Archaischen Bundes mit 14 Stadtstaaten. Weiterhin kommt hinzu das Helike die bedeutendste Seemacht der Griechen war, so wie ihr wichtigstes Zentrum im Seehandel. Warum wird das nirgends erwähnt, weder in der griechischen Geschichte, weder in den Perserkriegen, wo sicher Helike allein schon wegen ihrer Macht ein entscheidender Faktor war. Auch bei Homer oder woanders taucht diese gewaltige mächtige alte Antike Metropole nicht auf. Helike war nicht nur eine Griechische Macht, sie hatte auch Kolonien gegründet außerhalb der Griechen, die Tyrrer beschrieben sie als mächtigste See und Handelsmacht in der Pelepones, Ihr Heer sei vergleichbar mit dem Spartas, so wie ihr Mut derer ebenbürtig.
Warum findet man eine Solche Stadt nur in Mythen wieder, die Stadt und ihr Einfluss müssen sich 2000 Jahre doch im Hellas ausgewirkt haben.

Helike als Kultur und Zivilisation.
In Helike stand der mächtigste und größte Tempel des Posseidons in Griechenland, paar Überlieferungen beschrieben ihn auch als Weltwunder, dann stand vermutlich die erste Universität der Griechen, vermutlich auch ne Bibliothek in Helike. Das heisst die Stadt war auch ein bedeutender und Kultureller Faktor der alten Griechen. Der äußere Mauerring soll zur Landseite ohne ihre Unterstädte 30000-40000 Stadien betragen haben, und bis zu 30 Stadien dick.  höhe wird bis zu 26 Stadien angegeben. (Nicht gesicherte Überlieferungen). Auch das sind Aspekte mit denen die Griechen eigentlich gern angeben, aber Bezug Helike nichts.

Der nächste Aspekt ist der Untergang der Stadt.
Ich kann mir nicht helfen, das klingt ein wenig nach Sodom und Gommora.
  • zum einem, verließ paar Tage vorher jedes Getier die Stadt, die Menschen blieben.
  • dann versank die Stadt in einem Tag und einer Nacht.
  • bis heute aber findet man von dem Koloss, der die Stadt ja mal war gar nix. Das was man findet kann Helike nicht gewesen sein.
  • von der einst prächtigsten Oberstadt des Hellas findet sich nicht eine Spur.
So vollkommen kann keine Katastrophe sein, das man nichts findet, das geht gar nicht. Warum verschwand Helike aus der Geschichte von Hellas. Hatte Athen hier Anteil dran, die mächtige Rivalin ins Vergessen zu schicken, nach ihren Untergang oder spielen hier auch andere Faktoren eine Rolle?

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WGS
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Offline Dr.Who

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Re: Mithilfe bei Recherche Zum Thema Helike erbeten !!
« Antwort #6 am: 12. 02. 2009 | 13:44:51 »
Vielleicht passt das:
http://wapedia.mobi/de/Helike
 :gruebel:
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Offline WGS

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Re: Mithilfe bei Recherche Zum Thema Helike erbeten !!
« Antwort #7 am: 19. 11. 2009 | 20:30:43 »
Servus,

Ich möchte trotz der Bedenken die ich bisher hier hatte das Thema wieder anpacken, denn Helike ist eines der größten Rätsel des Altertums und gehört wieder ans Licht. Deswegen werde ich den von mir vor Jahren begonnenen Artikel auch wieder aufnehmen. Dazu möchte ich aber auch Folgendes sagen: Wenn ich noch einmal Auszüge meiner Forschungen zu diesem Thema und was das betrifft bin, ich scheinbar zusammen mit meinen einstigen Mitstreitern die Das Thema in der Art je angepackt hatten der einzige im dt. Net, 1:1 fast im Internet finde, sei es auf irgendwelchen Webseiten oder Wikepedia ohne die Quelle zu nennen dann gibts echt Ärger.   
Im Winter habe ich ja begonnen hier darzustellen warum Helike aus der Geschichte von Hellas überhaupt nicht wegzudenken ist, denn es ist tatsächlich definitiv so, das Helike einfach zu den ganz großen Metropolen der Antike zu zählen hat. Warum das nicht so ist das liegt im Nebel der Geschichte, das Helike eine hoch bedeutende Metropole nicht nur für Griechenland war ist definitiv Fakt und keine Legende. Das zeigt sich z.B. an Ihrer Größe, Tyrrische Zeitgenossen, beschreiben um 400 B.C. also lang vor dem Untergang Helikes, als mächtigste und prächtigste Stadt im Hellas, Ihre Einwohnerzahl, hier Helike allein wird auf über 60000 -80000 Tausend Einwohner gezählt, im Vergleich dazu Athen kam nur auf etwa 35000 -45000 Einwohner.
Der Untergang der Stadt ist dokumentiert, das heißt Helike war kein Mythos sondern eine real existierende Metropole über 2000 Jahre lang, ihr Ursprung ist etwa 2200 B.C zu suchen. Natürlich ist das Alte Helike nicht mit der dann von 900 - ca. 350 B.C zu vergleichen sondern soll nur das Alter dieser Mythischen griechischen Großstadt darstellen. Dann stellt sich immer wieder die Frage: Warum hat diese einst mächtige Stadt der griechischen Antike keinen Stellenwert in der gesamten griechischen Geschichte? Warum wird sie nicht bei Homer erwähnt im Bezug Untergang von Troja? Hat Athen hier seine Finger im Spiel um seine eigenen Geschichte glanzvoller darzustellen? Oder ist an den Mythologischen Bezügen von Helike was dran, wo Zeus eigenhändig die Stadt vernichtet hat, zusammen mit Posseidon und als Exampel für alle anderen Griechen abzieht und gleichzeitig ausspricht: Kein lebendes Wesen soll jeweils mehr den Namen der Stadt erwähnen, sie soll restlos aus der Geschichte Griechenlands getilgt werden, als wenn sie nie existiert hätte?
Klingt nach Göttlichen Strafgericht oder? Klar hatten wir in der Geschichte ja etliche Beispiele dazu aber war es eines oder ein geschickter Schachzug der anderen großen Stadtstaaten um sich besser ins Licht zu rücken? Wo war Helikes Flotte, einst wiederum nach Tyrrischen Angaben, die größte und mächtigste Flotte im Hellas, bei den Perserkriegen? Wer riss sich nach dem Untergang der Großmacht, Heilkes zahlreiche Kolonien in Iberien usw unter dem Nagel?
Das sind nur paar der hunderttausend Fragen, die sich aufgetan haben seit ich mich mit dem Thema der untergegangen Stadt in der Peleponäs beschäftigte.  Dazu kommt das gerade Helike sehr stark mit den Phöniziern verwurzelt war und von dieser Verbindung wie es scheint recht stark auch profitierte. Mehr werde ich erstmal noch nicht dazu schreiben auch nicht meine Quellen offen legen, die recht zahlreich mittlerweile geworden sind, weil ich nicht wieder das Copy Paste zu diesem heiklen Thema beschleunigen will.
Aber einen Anreiz gebe ich schon mal:
Hier ist aber noch nicht alles gesichert. nur als Anmerkung. Wie es scheint war in Helike eine große Posseidon und Diana Verehrung zu gange und in der Metropole die einst erste Universität Griechenlands vorhanden mit einer recht umfangreichen Biblothek, spätere Zeitgenossen in Damaskus sprechen sogar von einer Art ersten Biblothek von Alexandria.

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Offline Andromache

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Re: Mithilfe bei Recherche Zum Thema Helike erbeten !!
« Antwort #8 am: 23. 11. 2009 | 18:33:44 »
Soooo, jetzt ist bei mir wieder bisschen Ruhe eingetreten und ich habe mal auf die ganz Schnelle was zu Helike gesucht. Weiß nicht was Du alles zusammen getragen hast, aber vielleicht ist ja doch was Neues bei.

Helike, soll von Ion, einem Sohn Apollons und der Kreusa gegründet worden sein. Des weiteren taucht sie im homerschen Schiffskatalog (Troianischer Krieg) auf und wird dem Einflussbereich Agamemnons zugerechnet. H. beherbergte den Sitz des Archäischen Bundes auf ihrem Territorium. (Quelle: Griechenland -Lexikon der historischen Stätten, Siegfried Lauffer (Hsg) Bechtermüntz 1999)
Dies alles deutet auf ein hohes Alter dieser antiken Stadt, die bereits während der Mykenischen Palastzeit von großer Bedeutung war.
Eine relativ bedeutende Siedlung reicht bis in die frühe Bronzezeit (ca 2600-2300 BC) zurück. (Ausgrabungen 2005) Die Besiedlung des Ortes weist jedoch Diskontinuität auf.
Für die Klassik und Helinistischer Zeit kann eine bedeutende Stadt nachgewiesen weden.
http://www.helike.org/paper.shtml
Für den Untergang der Stadt gibt es vielfältige Hinweise schon bei antiken Historikern und Autoren, unter ihnen:Eratosthenes, Diodor, Strabon undPausanias.
Alle vermuten ein scheres Erdbeben (Seebeben) welches einen Tsunami auslöste und die Stadt vernichtete.
http://ema.bonn.de/latein/helike.pdf 

Wie gesagt, das nur in Kurzform und auf die Schnelle.

Gruß Andromache
was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen ein Ozean (Newton)

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