Autor Thema: Der Bonnacon  (Gelesen 2515 mal)

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Selena

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Der Bonnacon
« am: 09. 11. 2006 | 17:59:18 »
Der Bonnacon
erstellt am: 7/7/2004 um 09:40

 


Bonnacon


Zitat
Bonnacon
Pferdeaehnliches Wesen mit einer Lebensdauer von 5 - 10 Jahren, sie konnen eine Schulterhoehe von 1,50 mtr. erreichen und sind in den Mythen der Chinesen, Inder, Afghanen und in Zentralasien veranktert. Bei Gefahr sondert es ein gefaehrliches Sekret ab, dass lt. den Mythen tausende Quadratmeter in Brand setzte, wo es den Boden beruehrte.

Quelle


Eines sollte man bedenken, die meisten Zeichner des Mittelalters waren nie Augenzeugen dieser Tiere, sondern zeichneten ausschliesslich nach Beschreibungen aus zweiter oder gar dritter Hand. Zumal dann solche Erzählungen, mit jedem mal das sie erzählt wird, immer weiter ausgeschmückt und sie damals auch gerne zu übertreibungen neigten.  ;)  :D Eine mögliche Erklärung, um welches Tierart es sich handeln könnte ist folgende.
Der Bonnacon ähnelt sehr den heute als Takin (Budorcas taxicolor) bekannte Tierart, nicht nur im Aussehen, sondern auch durch einige andere Merkmale. Zumindest ist der Takin ein hervoragender Kandidat, oder möglicherweise käme auch eine ausgestorbene verwandte Art in Frage. Manche meinen es könnte auch auf dem europäischen Wiesent zutreffen, aber da die ursprüngliche Beschreibungen ausschliesslich aus den chinesischen-indischer Raum stammen, kann man diesen deshalb ausschliessen.

Lebensraum der Takins:

China, Bhutan, osten Tibets, Sikkim, norden Assam, norden Burma; in höhen von 2000-4500m (Bildquelle )
Schulterhöhe:
100-130cm
Lebenserwartung:
wahrscheinlich 12-15 Jahren


Im "Grzimeks Enzyklopädie Säugtiere" zb steht:
Zitat
Aus freier Wildbahn ist über die Lebensweise des Takin nicht viel bekannt, was über diesen alten Bericht wesentlich hinausginge. In Tiergärten gelangen Takins nur selten. In Deutschland war ein junges weibliches Tier 1966/67 im Zoo von Hannover zu sehen, das dann nach New York kam. Strich man ihr übers Fell, wurde die Hand fettig und braun. Wie L. Dittrich angibt, roch das ölige Hautfett nach Buttersäure (stark riechend) und schmeckte scharf. Wahrscheinlich schützt es das Tier vor der Nässe der langen und dichten Nebel in ihren Lebensraum. Wie George B. Schaller im Bronx Zoo (New York) beobachtete, sitzen Takins gelegentlich wie Hunde auf den Keulen. Beim Laubäsen stellen sie sich auf die Hinterbeine und erreichen so Blätter bis zu drei Metern über dem Boden. Bei gesenkten Haupt spritzt sich der Bulle manchmal Urin auf Brust, Vorderbeine, Kinn und Kehl. Die Kühe harnen mit eingekniffenem Schwanz, der so mit Urin getränkt wird.




Bildquelle Links, Rechts

 

Systematik der Paarhufer  
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Budorcas taxicolor (Takin)

Selena