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Offline WGS

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Arktisforscher suchen lebende Fossilien
« am: 09. 11. 2006 | 17:56:57 »
Arktisforscher suchen lebende Fossilien

 erstellt am: 2/7/2004 um 18:07
Im grössten Kühlschrank der Welt, der Arktis, wollen Forscher längst ausgestorbene Tiere finden - lebend. Die Expedition in seit Jahrhunderten unberührte Meere könnte eine der letzten überhaupt sein, denn die Klimaerwärmung gefährdet die Einzigartigkeit der Region.

In einem isolierten, bis zu 4000 Meter tiefen Gewässer nördlich von Kanada, glauben die Wissenschaftler exotische Arten, bizarre Quallen und Riesenkalmare finden zu können. Ein Roboter-U-Boot soll dem internationalen Forscherteam bei der Suche helfen.

Das als "ältestes Meer der Welt" bezeichnete Gebiet könnte auf der übrigen Welt längst ausgestorbenen Fossilien nach wie vor Lebensraum bieten. Das Gewässer ist seit Jahrhunderten unberührt und von steilen Wänden sowie mächtigem Eis umgeben. Biologen fürchten, dass die globale Klimaerwärmung für viele Bewohner der eisigen See zur Bedrohung werden könnte.
"Das ist der weltgrösste Kühlschrank, in dem Veränderungen viel langsamer ablaufen als in anderen Ozeanen", sagte Russ Hopcroft von der University of Alaska. Die geplante Artenerfassung könnte durchaus die Zahl der heute aus der arktischen See bekannten Tierarten verdoppeln.

Das Projekt ist Teil eines zehnjährigen weltweiten Census of Marine Life, einer Artenzählung von Meeresbewohnern. Der Leiter des Programms, Ron O'Dor, erklärte, die Expedition könnte die letzte Gelegenheit sein, die Arktis zu erforschen, weil diese durch Klimaänderungen bedroht sei.

Er fürchtet, dass bei steigenden Wassertemperaturen immer mehr Arten aus dem Süden in die Arktis wandern oder von Schiffen eingeschleppt werden und so das biologische Gleichgewicht stören. Nach UN-Prognosen könnte die Arktis im Jahr 2100 weitgehend eisfrei sein, weil Treibhausgase zu einer Erderwärmung führen.
Bis heute kennen Biologen 7.000 Arten, die im kalten Wasser rund um den Nordpol leben. Die geplante Expedition ist nicht die erste. Im Sommer 2002 war ein 50-köpfiges Wissenschaftlerteam schon einmal mit einem Forschungsschiff im hohen Norden gekreuzt und hatte mit einem ferngesteuerten U-Boot die Tiefe erforscht. "Alle Tiere, die uns schnell genug aus dem Weg gehen konnten, haben wir natürlich nicht erfasst", erklärte Hopcroft.

Ich weiss passt net ganz rein, soll aber ne andere Frage zur Diskussion aufwerfen, wenn die Forschungsgruppe selbst sagt, es könnte eine der letzten Expeditionen in der Arktis sein, heisst das doch der grösste Kühlschrank der welt hört auf zu exestieren oder?
Was passiert denn dann, wenn dieser Rieseneisklotz schmilzt ?
Quelle: Spiegel online

Bayrische Grüsse
WGS
Einen Weg, einmal eingeschlagen, gilt es zu Ende zu gehen. Eine Welt die aufgehört hat, sich zu verändern, hat aufgehört lebenswert zu sein.
Neid und Gier, diese Attribute können in kleinen Dosen hilfreich in der Evolution sein, geraten sie außer Kontrolle sind sie der Anfang vom Ende von Allen!!