Autor Thema: Thesen zu und über Atlantis  (Gelesen 9392 mal)

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Offline WGS

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Thesen zu und über Atlantis
« am: 13. 07. 2007 | 13:42:51 »
Servus,

Diese habe ich im Net entdeckt und es spiegelt auch zum großen Teil meine Meinung wieder:

Zitat
on allen Geheimnissen, die sich knapp dem Zugriff der Wissenschaft entziehen, übt wohl keines eine so bleibende Anziehungskraft aus wie das Geheimnis sagenhafter untergegangener Länder und verschwundener Kulturen, besonders solcher, die in den Tiefen des Meeres versunken sein sollen. Selbst heute noch machen sich manche Leute Gedanken über die Existenz märchenhafter versunkener Städte vor der Küste Englands oder der Bretagne. Und von allen Geschichten über geheimnisvolle versunkene Welten fasziniert uns die Erzählung von Atlantis heute mehr denn je. Über dieses Inselreich wird schon seit über 2000 Jahren gerätselt, nämlich seit der griechische Philosoph Platon (427—347 v. Chr.) von ihm berichtete. Und obwohl es bereits über 2000 Bücher über Atlantis gibt, erscheinen jedes Jahr weitere. Verschiedene Gruppen moderner Atlantologen behaupten, Beweise für die Existenz der Insel auf beiden Seiten des Atlantiks beziehungsweise im Mittelmeer entdeckt zu haben.

Weshalb regen solche Legenden die menschliche Phantasie so sehr an? Warum glauben Menschen unbeirrbar an die Realität dieser versunkenen Welten und lassen sich auch durch den Mangel an überzeugenden Beweisen nicht davon abbringen? Skeptiker sprechen spöttisch von der Neigung auch gebildeter Menschen, an Unsinn zu glauben. So rümpfte Henri Martin, ein französischer Kenner Platons, schon im 19. Jahrhundert die Nase über jene Gelehrten, die "auf der Suche nach Atlantis mit einer mehr oder weniger gewichtigen Fracht an bloßer Gelehrsamkeit lossegeln und den Kompaß durch ihre Einbildungskraft ersetzen".

Doch der Glaube an im Meer versunkene Länder ist zu alt und zu verbreitet, als daß man ihn nur der Torheit einer Handvoll von Spinnern zuschreiben kann. Denn solche Vorstellungen sind und waren immer ein bedeutsamer Faden im Gewebe des menschlichen Daseins, und wenn sie auch mehr ein Produkt von Gefühlen und Sehnsüchten als von Tatsachen und handgreiflichen Entdekkungen sind, so haben sie doch im Lauf der Jahrhunderte zu dem reichen Hort menschlicher Erkundungen und Forschungen beigetragen.

Die keltische Mythologie quillt über von Geschichten über versunkene Länder. Eine Legende berichtet, auf dem schmalen Streifen des Atlantiks zwischen Land‘s End in Cornwall und den Scillyinseln habe einst das Land Lyonesse gelegen, in dem es blühende Städte und schöne Kirchen gegeben habe. Der Legende nach hat irgendwann im 5. Jahrhundert der Ozean Lyonesse plötzlich verschlungen, und nur ein Mann namens Trevilian entkam der Katastrophe und konnte von der Zerstörung berichten. Noch heute ist auf dem Familienwappen seiner Nachkommen das Bild des weißen Pferdes zu sehen, auf dessen Rücken sich jener Urahn in Sicherheit brachte.

Zitat
Ähnliche Geschichten berichten von versunkenen Ländern vor der walisischen Küste und von der versunkenen Stadt Ys vor der bretonischen Küste. Es ist zwar äußerst unwahrscheinlich, daß diese Orte, falls es sie je gegeben hat, plötzlich untergegangen sein sollen, doch besteht die Möglichkeit, daß diese Legenden sich auf Landstriche beziehen, die im Lauf der Jahrhunderte allmählich unter den Meeresspiegel sanken. Wie dem auch sei, einen eindeutigen Beweis ihrer Existenz hat man nie gefunden.

Atland, Lemuria und Mu

Für die Existenz von Atland, einem vorgeschichtlichen Inselkönigreich, das angeblich in der Nordsee versank, gibt es weder eine alte Überlieferung noch archäologische Spuren. Die einzige Quelle für die Geschichte von Atland ist ein Manuskript in Altfriesisch, das angeblich 1871 in den Niederlanden entdeckt wurde. Es erzählt von einer Gemeinschaft mit hoher Kultur, die eine große, halbkreisförmige Landmasse nordöstlich der Britischen Inseln bewohnte. Diesem Manuskript zufolge wurde Atland 2193 v. Chr. durch eine unerklärliche kosmische Katastrophe völlig zerstört. Mit dem Namen, der auf Atlantis anspielt, seiner bewußten Fremdartigkeit und seiner zweifelhaften Herkunft weist das Atlandmanuskript alle Kennzeichen einer Fälschung auf.

Nur wenige Menschen haben je von Atland gehört, und kaum jemand glaubt daran. Doch an die Existenz zweier märchenhafter versunkener Inseln, Lemuria und Mu, über die es nicht mehr handfeste Informationen gibt, glauben offenbar noch immer viele Menschen. Die Ursprünge dieser Phantomländer sind im verworrenen Knäuel verschiedener Gedankengänge zu suchen. Zum Beispiel glaubten im 19. Jahrhundert manche Anhänger der Darwinschen Evolutionstheorie, daß aufgrund der Ähnlichkeit von in Afrika und Brasilien gefundenen Versteinerungen zwischen diesen Ländern eine Landmasse gelegen haben müsse. Eine weitere Land-masse zwischen Indien und Afrika, die im Indischen Ozean versunken sein soll, nannte man Lemuria, nach den Lemuren, kleinen Halbaffen, die auf Madagaskar leben, von denen man damals glaubte, es gebe sie sowohl in Afrika wie in Asien.

Versunkene Länder waren auch häufig Gegenstand okkulter Theorien und von Geheimwissen. Zum Beispiel will Madame Helena Blavatzky, die Gründerin der Theosophischen Gesellschaft, alles über die Schöpfung und die Geschichte von Lemuria aus einem Werk erfahren haben, das die Zerstörung von Atlantis überstand, dem Buch Dzyan. Laut Madame Blavatzky waren die Einwohner von Lemuria — große rote, eierlegende Geschöpfe mit vier Armen und drei Augen, die keinen Intellekt, aber gut entwickelte psychische Kräfte besaßen die Vorfahren sowohl der atlantischen wie der menschlichen Rasse. Ein anderer Okkultist, James Churchward, behauptete, er habe seine Kenntnisse über Lemuria oder Mu, wie er es nannte, von einigen Naacaltafeln, die in einem Kloster in Indien gefunden worden waren.

Diese zum Teil ganz absurden Vorstellungen wurden bald miteinander vermengt, und man begann mit dem Namen Lemuria einen hypothetischen versunkenen Kontinent im Pazifik zu bezeichnen. Lewis Spence, ein Atlantologe, stützte sich Anfang dieses Jahrhunderts auf solche Annahmen, um die Existenz mehrerer pazifischer Land-massen nachzuweisen. Spence behauptete sogar, bei Quetzalcoatl, dem weißhäutigen mesoamerikanischen Gott und Kulturbringer, müsse es sich um einen buddhistischen Mönch handeln, der in die Neue Welt gekommen sei, um die Indianer zu bekehren.

Die Geschichten von Lemuria und Mu sind kaum eine Widerlegung wert. Anders liegt der Fall bei Atlantis. Der erste eindrucksvolle Bericht darüber stammt aus der Antike, und die zahllosen Lokalisierungsversuche von Atlantis sind irgendwie fesselnd. Wenn auch die Geschichte von Atlantis noch immer eher wie eine Schöpfung der Einbildungskraft wirkt und nicht wie eine Erzählung, die auf Tatsachen beruht — woran sich wahrscheinlich wenig ändern wird —‚ so nimmt doch dieses geheimnisvolle Reich, das man selbst in der Mongolei, in Brasilien, auf Grönland und Ceylon zu finden glaubte, unter seinesgleichen die erste Stelle ein. Und obwohl vieles darauf hinzuweisen scheint, daß Atlantis kaum mehr als ein Traum ist, bleibt eben doch eine Möglichkeit:

Wie Troja und die minoischen Paläste auf Kreta wird vielleicht auch Atlantis eines Tages gefunden werden!

Was sind die bis heute den Wissenschaftlern bekannten Fakten über das Rätsel Atlantjs?

Es ist schon bemerkenswert, daß sich die erste historisch belegte Erwähnung von Atlantis in den Werken eines der größten griechischen Philosophen findet — nämlich in zwei der späten Dialoge Platons, die beide um 350 v. Chr. entstanden sind.
Quelle und gesamter Text:
http://www.fortunecity.de/roswell/astrozombie/195/atla.htm

Bayrische Grüsse
WGS




Einen Weg, einmal eingeschlagen, gilt es zu Ende zu gehen. Eine Welt die aufgehört hat, sich zu verändern, hat aufgehört lebenswert zu sein.
Neid und Gier, diese Attribute können in kleinen Dosen hilfreich in der Evolution sein, geraten sie außer Kontrolle sind sie der Anfang vom Ende von Allen!!

Offline Andromache

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Re: Thesen zu und über Atlantis
« Antwort #1 am: 13. 10. 2011 | 08:35:45 »
Ist zwar schon seeehr lange her, dass zu diesem Thema was geschrieben wurde, aber bei Atlantis könnte es sich doch um mehr als nur eine Legende handeln. Ein Archäologenteam unter der Leitung von Prof Richard Freund hat in Südspanien eine versunkene Stadt entdeckt, die einige wichtige Parallelen zu Platons Beschreibung aufweist. So wurden mehrere nahezu kreisrunde Strukturen im Boden entdeckt, die durch Kanäle miteinander verbunden sind, Strukturen die Ähnlichkeiten mit Hafenbecken an den Kanälen aufweisen. Der Ort, wo sich die Stadt befand war vor 4000 bis 3500 Jahren eine seichte Bucht mit Inseln - ist heute ein tief gelegenes Feuchgtgebiet (Nationalpark) im Süden Spaniens. Vom Mittelmeer kommend musste die Straße von Gibraltar (Säulen des Herkles) durchfahren werden UND das Gebiet weist Spuren veheerender Tsunamis auf, die auch die Stadt zerstört haben könnten. Entsprechende Spuren für eine solche Katastrophe fanden sich auch unter Wasser. Auch die entspricht der Beschreibung Platons vom Untergang an einem Tag, in einer Nacht. Weitere Hinweise zu dieser versunkenen Stadt finden sich in der Bibel, won von einer Stadt Tasis die Rede ist, welche plötzlich verschwand und es gibt Hinweise/Überlieferungen für eine große Handelsstadt Tarsessos, welche ebenfalls plötzlich verschwand und die in der gleichen Region verortet werden.
Verschiedene Namen für ein und denselben Ort? Kann es nicht sein, dass sich Überlieferungen für eine Katastrophe erhalten haben, bei der eine große Stadt unterging, der Name der Stadt jedoch verloren ging, ebenso wie der genaue Zeitpunkt des Untergangs?
Noch etwas ist interessant - weiter nördlich, im Landesinneren wurden (reine) Kultstädte entdeckt, die Miniaturnachbildungen der tatsächlich existierenden Stadt darstellen und möglicherweise von Überlebenden errichtet wurden, um die Erinnerung an die Katastrophe wachzuhalten. Auch diese Kultstädte datieren in die Zeit des Untergangs der Stadt Tasis/Tarsessos/Atlantis.
was wir wissen, ist ein Tropfen, was wir nicht wissen ein Ozean (Newton)

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