Autor Thema: DIE UNTERIRDISCHE STADT DERINKUYU  (Gelesen 2741 mal)

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DIE UNTERIRDISCHE STADT DERINKUYU
« am: 15. 10. 2006 | 23:10:48 »
DIE UNTERIRDISCHE STADT DERINKUYU

Die unterirdischen Städte entstanden in der Zeit der Phryger und wurden später von den Byzantinern erweitert. Sie dienten als Rückzugsgebiet bei feindlichen Einfällen und konnten im Angriffsfall mit Verschlußsteinen von innen abgeriegelt werden. Bis zu 80 m tiefe luftschächte versorgten die Städte mit Frischluft, Zysternen und Vorratsräume ermöglichten einen längeren Aufenthalt. Derinkuyu ist die größte bisher freigelegte unterirdische Stadt in Kappadokien und wurde erst 1963 entdeckt. In Derinkuyu kann man 11 Stockwerke in die Tiefe gehen, weitere Stockwerke wurden noch nicht freigelegt. Zur Zeit hat Derinkuyu eine Fläche von 1500 m2, jedoch geht man davon aus, dass dies nur ein Viertel der Gesamtanlage ist. Die einzelnen Stockwerke konnten einzeln abgeriegelt werden und die Stadt war über kilometerlange Gänge mit anderen solchen Städten verbunden. Man schätzt, dass Derinkuyu 3.000 bis 50.000 Menschen Zuflucht gewähren konnte.
http://www.clubnatura.com/cappadocia/de/historical-sites.html

Eine unscheinbare Strasse in Kappadokien erstreckt sich zwischen Kaymakli und Derinkuyu. Unter ihr verbergen sich zwei riesige unterirdische "Städte", die jeweils Platz für mehrere tausend Menschen bieten. Erst 1963 entdeckt, werden sie den Christen im 7.Jh. zugeschrieben, als Zufluchtsort vor den heranrückenden islamischen Glaubenskriegern.






n den beiden Städten Kaymakli und Derinkuyu existieren einige Eingänge in die Unterwelt. Ein weit verzweigtes Gangsystem (1) in mehreren Stockwerken angelegt (bis zu 12!),
reicht in eine Tiefe von 50m. Eine ausgeklügelte Anordnung von riesigen
Entlüftungkanälen (2) durchzieht das Höhlensystem. Mit "Mühlsteintüren" (3)konnten die Gänge verschlossen werden.

Derinkuyu liegt 29 Kilometer südlich von Nevsehir. 50 unterirdische Städte werden in der Region vermutet, 36 bereits geortet, aber nur 3 bisher zugänglich gemacht. Derinkuyu ist mit bisher 8 freigelegten Stockwerken die Größte. Es herrschen ständig 8 Grad Celsius. Die ersten unterirdischen Stockwerke wurden schon von den Hethitern als Lager und Wasserdepot verwendet. Die weiteren Grabungen geschahen dann in der 2. Hälfte des 7. Jahr., als kappadokische Christen ihre früheren Verstecke ausbauen mußten.
Es gibt Wohn- und Schlafräume, sowie Kirchen. Fluchtwege bis zur 9 km entfernten unterirdischen Nachbarstadt sind nachgewiesen. Das Imposanteste aber ist das Lüftungssystem. 15000 Schächte sorgen für gute Luft bis in den 8. Stock. Auch heute noch schöpft die Bevölkerung aus alten Wasserschächten ihr hervorragendes Wasser.



Erst 1963 entdeckt, werden sie den Christen im 7.Jh. zugeschrieben,
als Zufluchtsort vor den heranrückenden islamischen Glaubenskriegern,
es bestehen allerdings berechtigete Zweifel an der christlichen Zufluchttheorie, konnten doch die Entlüftungsschächte oberirdisch leicht verschlossen werden. Wahrscheinlich sind die Höhlenstädte noch viel älter als bisher angenommen.

http://www.pacal.de/derinkuyu.html

Bayrische Grüsse
WGS
Einen Weg, einmal eingeschlagen, gilt es zu Ende zu gehen. Eine Welt die aufgehört hat, sich zu verändern, hat aufgehört lebenswert zu sein.
Neid und Gier, diese Attribute können in kleinen Dosen hilfreich in der Evolution sein, geraten sie außer Kontrolle sind sie der Anfang vom Ende von Allen!!