Autor Thema: Die steinerne Himmelsscheibe von Neusalza-Spremberg  (Gelesen 9428 mal)

0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.

Offline Goetterhand

  • ASA Mitglied
  • Beiträge: 6
  • Karma: +0/-0
Die steinerne Himmelsscheibe von Neusalza-Spremberg
« am: 11. 07. 2009 | 12:28:44 »
Ein freundliches Hallo in die Runde!

Ich schreibe diesen Beitrag unter „alternative Archäologie“, obwohl ich überzeugt bin er gehört unter Wissenschaft und klassische Archäologie. Leider wollen die „klassischen“ Archäologen in Sachsen nichts von der Entdeckung wissen, um die es hier geht.
Ein Astroarchäologieforum dürfte es aber schon interessieren.
Mal sehen.

Hier der Link zu einem Film:

http://www.youtube.com/watch?v=9kyr8A4P8uE

Und hier ein Link für die Bayern unter euch:

http://www.gartenherold.de/001%20Leuchtenberg%20Oberpfalz.htm

Gruß Götterhand

Offline WGS

  • Administrator
  • *******
  • Beiträge: 1.472
  • Karma: +0/-0
  • Geschlecht: Männlich
Re: Die steinerne Himmelsscheibe von Neusalza-Spremberg
« Antwort #1 am: 11. 07. 2009 | 18:14:50 »
Moin,

Willkommen im Forum Götterhand

Interessanter Beitrag, insbesondere auch zu Leuchtenberg / Opf. muss ich schon sagen, allerdings ist gerade die Nördliche Opf. und das Frankenland mit solchen Monumenten, nahezu gespickt. Auch ich hab ähnliche Objekte schon länger entdeckt und auch ein wenig rumgeforscht und  recheriert. Wobei die Geschichte von Sachsen recht interessant  ist. Bezüglich der Ignorehaltung der Klassischen Archäologie, die ist mir nicht unbekannt. Leider ich kenn ich hier etliche ähnlich klingende Aussagen, die man mit Verlaub nicht begreifen kann. Für ähnlich interessierte, bin ich auch gern anderweitig zu sprechen, vorherige Absprache per PN oder Mail aber Pflicht.

Bayrische Grüsse
WGS
Einen Weg, einmal eingeschlagen, gilt es zu Ende zu gehen. Eine Welt die aufgehört hat, sich zu verändern, hat aufgehört lebenswert zu sein.
Neid und Gier, diese Attribute können in kleinen Dosen hilfreich in der Evolution sein, geraten sie außer Kontrolle sind sie der Anfang vom Ende von Allen!!

Offline Goetterhand

  • ASA Mitglied
  • Beiträge: 6
  • Karma: +0/-0
Re: Die steinerne Himmelsscheibe von Neusalza-Spremberg
« Antwort #2 am: 12. 07. 2009 | 13:15:50 »
Wir kennen inzwischen über 40 Objekte in der Oberlausitz und angrenzenden Regionen, welche die Beobachtung der Sonne für Kalenderzwecke nach immer dem gleichen Schema gestatten.
Wir haben unsere Suche auf das Internet ausgedehnt. Die Kartei umfasst gegenwärtig Europaweit über 400 Verdachtsobjekte und nahezu täglich kommen neue hinzu. Über entsprechende Hinweise würden wir uns freuen.
Wir kennen Forscher in der Schweiz, Österreich, Italien, Tschechien und Frankreich, welche ähnliche Phänomene gefunden und untersucht haben. 
Unsere Forschungen beschränken sich ausschließlich auf die Sonne und die Viergliederung des Jahres. Wobei die Beobachtung in erster Linie durch Sichtfenster im Felsgestein (Kuckuckstein Königshain) bzw. über Steinspitzen oder Felskuppen hinweg (Giersteine Schwarzwald) erfolgt.
Die Beobachtungsweise selbst entspricht weitestgehend der der Himmelsscheibe von Nebra mit dem Unterschied, dass die Sonne nicht ausschließlich über dem flachen Horizont, sondern am gesamten Taghimmel für Kalenderzwecke angepeilt wird. Die Schwerpunkte dieser Beobachtungen richten sich auf die erste Stunde nach Sonnenaufgang und die letzte Stunde vor Sonnenuntergang sowie für die Wintersonnenwende zusätzlich auch die Stunden um Mittag.
Es ist unsere Absicht möglichst viele Vergleichsobjekte zu finden und so einen handfesten wissenschaftlichen Fakt zu schaffen.
Wer ein Objekt kennt und dieses untersuchen möchte kann unserer Hilfe und Unterstützung sicher sein.
Als Entdecker gilt für uns derjenige, welchem das erste Bild mit der Sonne in eindeutiger Position zu einem der Kalenderereignisse (Frühlings- und Herbstbeginn, Sommer- und Wintersonnenwende) gelingt.
Das Objekt in Leuchtenberg entdeckte M. Raum auf diese Weise.


Gruß Götterhand


Offline WGS

  • Administrator
  • *******
  • Beiträge: 1.472
  • Karma: +0/-0
  • Geschlecht: Männlich
Re: Die steinerne Himmelsscheibe von Neusalza-Spremberg
« Antwort #3 am: 12. 07. 2009 | 14:29:51 »
Servus,

Zitat
Wirhaben unsere Suche auf das Internet ausgedehnt. Die Kartei umfasstgegenwärtig Europaweit über 400 Verdachtsobjekte und nahezu täglichkommen neue hinzu. Über entsprechende Hinweise würden wir uns freuen.

Gehts euch rein hier um reine Sonnenbeobachtungen oder auch um andere Frühgeschichtliche Dinge, wie Ansiedlungen, prähistorische Kulte oder Industrien? Wobei sicher dieses Forum usw.dafür ganz gut geeignet ist und ich nichts dagegen hätte diese Sache weng zu vertiefen, auch ne Rubrik eigens dafür wäre vorstellbar. Im Großen und Ganzen finde ich den Ansatz der Sache eigentlich recht genial, was allerdings wenig Erfolgsaussichten hat das die mal die Archäologie zur Kenntnis nimmt.

Bayrische Grüsse
WGS
Einen Weg, einmal eingeschlagen, gilt es zu Ende zu gehen. Eine Welt die aufgehört hat, sich zu verändern, hat aufgehört lebenswert zu sein.
Neid und Gier, diese Attribute können in kleinen Dosen hilfreich in der Evolution sein, geraten sie außer Kontrolle sind sie der Anfang vom Ende von Allen!!

Offline WGS

  • Administrator
  • *******
  • Beiträge: 1.472
  • Karma: +0/-0
  • Geschlecht: Männlich
Re: Die steinerne Himmelsscheibe von Neusalza-Spremberg
« Antwort #4 am: 12. 07. 2009 | 15:36:18 »
Anbei mal paar Bilder, san nicht besonders da vom Telefon :)
Einen Weg, einmal eingeschlagen, gilt es zu Ende zu gehen. Eine Welt die aufgehört hat, sich zu verändern, hat aufgehört lebenswert zu sein.
Neid und Gier, diese Attribute können in kleinen Dosen hilfreich in der Evolution sein, geraten sie außer Kontrolle sind sie der Anfang vom Ende von Allen!!

Offline Goetterhand

  • ASA Mitglied
  • Beiträge: 6
  • Karma: +0/-0
Re: Die steinerne Himmelsscheibe von Neusalza-Spremberg
« Antwort #5 am: 12. 07. 2009 | 15:45:19 »
Das die Archäologen in dieser Sache aktiv werden ist sicherlich wünschenswert und eines unserer erklärten Ziele, auf absehbare Zeit werden wir hier aber nichts erreichen.
Wozu brauchen wir Archäologen?
Eine vergleichende archäologische Untersuchung würde Klarheit über die Entstehungs-und Nutzungszeit bringen.  Inzwischen kennen wir aber auch zahlreiche Objekte mit älteren archäologischen Befunden.  Wir sehen daher eine Entstehung im Gefolge der Eiszeit (Steinwerkzeuge) und eine Nutzung bis ins Mittelalter (Flurnamen, Legenden) für wahrscheinlich.
Wozu brauchen wir Archäologen nicht?
Das Suchen, Auffinden und Beobachten der Objekte und das Sammeln von bereits bekannten Fakten (Chroniken, Sagen, Funden).

Das Sonnenbeobachtungsphänomen ist bis auf den Punkt einer zweifelsfreien Datierung vollständig ohne archäologische Unterstützung erforschbar.
Die Objekte sind nach unseren Erfahrungen zum großen Teil gut erhalten und voll funktionstüchtig.
Einer Entdeckung und wissenschaftlichen Beweisführung steht nichts im Wege, außer dem Willen und der Initiative.

Die Bilder zeigen eine Situation, die wir auch kennen. Klüfte mit Peilmöglichkeiten.
Es darf wohl davon ausgegangen werden, dass einer europaweit agierenden Kultur, welche die von uns vermuteten Beobachtungen durchführte auch dieses Objekt aufgefallen und nutzbar gemacht worden wäre.
Gibt es markante Flurnamen, Legenden oder archäologische Funde?

Gruß Götterhand
« Letzte Änderung: 12. 07. 2009 | 16:44:17 von Goetterhand »

Offline WGS

  • Administrator
  • *******
  • Beiträge: 1.472
  • Karma: +0/-0
  • Geschlecht: Männlich
Re: Die steinerne Himmelsscheibe von Neusalza-Spremberg
« Antwort #6 am: 12. 07. 2009 | 16:10:56 »
Servus,
das ist gar nix gegen andere Monumente, das da ist mir eben nur so mal eingefallen. Es gibt genug Legenden und Hinweise allerdings dank einer markanten und bestimmenden Herrschaft der Benediktiner,  wurde alles heidnische recht gut eliminiert.
Betreffende Formation befindet sich im ehemaligen Klosterwald, einem riesigen zusammenhängenden Waldgebiet das man heute Naturpark Veldenstein nennt, am Rande des einst größten Eisenerzvorkommens in Mitteleuropa. Etliche interessantere Monumente liegen im militärischen Sperrgebiet und sind bereits zerschossen. :sauer:
Wir versuchen seit Jahren den Nachweis zu bringen das hier zumindest keltisches Siedlungsgebiet war, was aber die Ignoranten im Germanischen Nationalmuseum oder gar Universität in Nürnberg net mal kratzt. Die Auffassung das es sich hier um eine verschollene europäische Kultur handeln muss teile ich schon seit Jahren. Der Veldenstein ist voll von solchen Naturmonumenten und nicht wenige weisen Spuren von Bearbeitung auf.

Gruss
WGS
Einen Weg, einmal eingeschlagen, gilt es zu Ende zu gehen. Eine Welt die aufgehört hat, sich zu verändern, hat aufgehört lebenswert zu sein.
Neid und Gier, diese Attribute können in kleinen Dosen hilfreich in der Evolution sein, geraten sie außer Kontrolle sind sie der Anfang vom Ende von Allen!!

ACE

  • Gast
Re: Die steinerne Himmelsscheibe von Neusalza-Spremberg
« Antwort #7 am: 12. 07. 2009 | 16:17:03 »
Hallo und herzlich Willkommen im Forum, Goetterhand!
Interessante Sache das.

Offline Goetterhand

  • ASA Mitglied
  • Beiträge: 6
  • Karma: +0/-0
Re: Die steinerne Himmelsscheibe von Neusalza-Spremberg
« Antwort #8 am: 12. 07. 2009 | 17:38:47 »
Wir stoßen in Sachsen auch mitunter auf das Problem, dass anstelle von Felsen, die in alten Karten  eingetragen sind, heute nur Steinbrüche gähnen. Der Reichstag steht zum Beispiel genauso auf einem Sockel aus Königshainer Felsgestein wie der Leuchtturm von Kap Arkona.
Man war einfach zu bequem (geizig) zwei Meter Erde wegzuschieben.

Für unsere Forschungen sind Objekte mit Sichtfenstern und Felsentore von besonderem Interesse (die Fotos zeigen hier eindeutige Zusammenhänge).
Häufig sind die Sichtfenster so unauffällig, dass man sie auf den ersten Blick nicht wahrnimmt (unter Steinen, hinter Steinplatten, in Felsklüften).
M. Raum behauptete bei unserer ersten Kontaktaufnahme zum Leuchtenberg steif und fest, dass der betreffende Felsen kein Sichtfenster besitzt. Als wir ihn später auf ein Foto mit Sichtfenster im Internet aufmerksam machten, war er selber überrascht.

Felsentore sind wiederum so auffällig und bekannt, dass sie kaum jemand als Sonnenbeobachtungsinstrument wahrnimmt (ausgenommen die Felsentore in der Schweiz).  Doch gerade Felsentore sind für Beobachtungen nach dem Himmelsscheibe Nebra Schema prädestiniert (z.B. Oelsener Felsentor und Töpfer bei Oybin).

Ausführliche Infos zum Suchen und Finden gibt es auf unserer Internetseite unter „Suchtipps“  (kurz) und am Ende des Textes über „weitere Angaben…“  (ausführlich).

Und vielen Danke für die freundliche Begrüßung
Götterhand

Offline Goetterhand

  • ASA Mitglied
  • Beiträge: 6
  • Karma: +0/-0
Re: Die steinerne Himmelsscheibe von Neusalza-Spremberg
« Antwort #9 am: 29. 05. 2010 | 19:05:17 »
Hallo an Alle!
ist schon eine Weile her. Wollte mich aber wieder einmal melden.
Hier drei Filme zum Thema vergessene vorzeitliche Sonnenobservatorien:

Auf der Fährte des Teufels zum Stonehenge der Oberlausitz
Bom dia portugal Chãs equinócio Primavera 2009
JUST DISCOVERED - The Ukrainian Stonehenge

Grüße aus der Oberlausitz

Offline WGS

  • Administrator
  • *******
  • Beiträge: 1.472
  • Karma: +0/-0
  • Geschlecht: Männlich
Re: Die steinerne Himmelsscheibe von Neusalza-Spremberg
« Antwort #10 am: 29. 05. 2010 | 19:34:01 »
Servus Götterhand,

Interessante Aufnahmen, besonders die Letzte ist der Hammer. Zu der gibts nicht zufällig mehr Material?
Das was ich im Video sah ist der Hammer. Zum Glück gibts Hobbyforscher die solchen Sachen nachgehen, die Frage ist nur ist eine Art gesamteuropaische Megalithkultur auch zu beweisen und in welchen Zeitrahmen vor Christus bewegen wir uns dann?
Euer Video aus Sachsen ist auch interessant!!  8)

Bayrische Grüsse
WGS
Einen Weg, einmal eingeschlagen, gilt es zu Ende zu gehen. Eine Welt die aufgehört hat, sich zu verändern, hat aufgehört lebenswert zu sein.
Neid und Gier, diese Attribute können in kleinen Dosen hilfreich in der Evolution sein, geraten sie außer Kontrolle sind sie der Anfang vom Ende von Allen!!

Offline Goetterhand

  • ASA Mitglied
  • Beiträge: 6
  • Karma: +0/-0
Re: Die steinerne Himmelsscheibe von Neusalza-Spremberg
« Antwort #11 am: 29. 05. 2010 | 19:56:12 »
Persönlich tippe ich auf eine Zeit mindestens im gefolge der Eiszeit. Die Monumente sind einfach zu sehr verwittert.
Was denkst du?