Autor Thema: Das Voynich-Manuskript oder das Buch der Toten Götter  (Gelesen 5035 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline WGS

  • Administrator
  • *******
  • Beiträge: 1.472
  • Karma: +0/-0
  • Geschlecht: Männlich
Das Voynich-Manuskript oder das Buch der Toten Götter
« am: 08. 10. 2006 | 20:57:16 »
Das Voynich-Manuskript oder das Buch der Toten Götter

Seit über 15 Jahren kommt mir immer wieder dieses sehr alte und hoch mysteriöse Manuscript in die Quere, was beinhaltet dieses Schriftstück , wurde es von den Göttern hinterlassen, oder ist ist ein Hinweis einer uralten Geheimschrift. Ich möchte hier in der ja schon bewährten Art und Weise hier, Fakten und Kontra aufzeigen.



Das Voynich-Manuskript - so genannt nach Wilfrid M. Voynich, der es im Jahre 1912 in dem Jesuiter-Kolleg in der Villa Mondragone in Frascati auffand - ist ein mittelalterliches Werk, dessen Entstehungszeit unbekannt ist. Die erste gesicherte Erwähnung des Werkes sagt aus, dass es von Kaiser Rudolph II. (1552-1612) für 600 Dukaten erworben wurde.

Das Manuskript umfasst 235 Seiten; es ist in einer unbekannten Schrift geschrieben, und weil diese Schrift bisher noch nicht gelesen werden kann, ist auch nichts über die Sprache bekannt, in der es verfasst ist.

Die vielen Illustrationen, die das Manuskript enthält, zeigen offensichtlich botanische, astronomische, "biologische", kosmologische und pharmazeutische Darstellungen. Zwei Beispiele für das Aussehen der Seiten des Manuskriptes kann ich Ihnen hier zeigen:
Gegenwärtig beschäftigt sich eine Arbeitsgruppe damit, die Schriftzeichen des Manuskriptes in einer Form zu transkribieren, die den Text maschinell lesbar macht und die eine anschliessende Bearbeitung auf Computern ermöglicht. Dieses Projekt trägt den Namen:

European Voynich Manuscript Transcription

Auf der Homepage dieser Arbeitsgruppe sind eine ganze Reihe von Links zu finden:

http://www.geocities.com/Athens/Academy/8987/
http://www2.micro-net.com/~ixohoxi/voy/voynich.htm
http://members.tripod.com/~msvoynich/
http://www.geocities.com/SoHo/Cafe/2260/
http://www.voynich.com/
http://www.dcc.unicamp.br/~stolfi/voynich/
http://www.voynich.nu/
http://www.cc.jyu.fi/~paasivir/crypt/index.html

Das Voynich-Manuskript

Ein ungelöstes Rätsel der Geschichte
Das Voynich-Manuskript ist eins der wohl rätselhaftesten Schriftstücke der Geschichte. Es wurde in einer unbekannten Schrift und in einer unbekannten Sprache verfasst. Bis heute ist es niemandem gelungen, die 232 Seiten zu entziffern. Selbst Experten des amerikanischen Geheimdienstes NSA, welcher weltweit auf dem Gebiet der Kryptographie führend ist, bissen sich am Voynich-Manuskrpit die Zähne aus.

Die Geschichte des Voynich-Manuskripts
Das Manuskript ist benannt nach seinem "Finder" Wilfried M. Voynich, einem Sammler alter Schriftstücke. Er entdeckte das Manuskript 1912 im Jesuitenkolleg in der Villa Mondragone, Frascati (Italien). Seit 1969 ist das Manuskript im Besitz der Yale Universität (Beinecke Rare Book Library, Katalognr. MS 408).

Aus einem Brief, geschrieben von J.M. Marci im Jahre 1665/66, wissen wir, dass Kaiser Rudolph II (1552-1612) das Manuskript von einem unbekannten Händler für die damals exorbitante Summe von 600 Golddukaten käuflich erworben hat. 1608 kam das Werk dann in den Besitz von Jacobus de Tepenecz, dem Direktor von Rudophs botanischen Gärten. Nach de Tepenecz Tod im Jahre 1644 gelangte das Voynich-Manuskript in den Besitz von M. Marci. Dieser sandte es zusammen mit dem o.g. Brief an Athanasius Kircher, Jesuit und Gelehrter in Rom; einer der führenden Kryptographie-Experten der damaligen Zeit. Kircher analysierte einen Teil des Manuskripts, konnte es aber offensichtlich nicht entziffern.
Hier verliert sich die Spur des Voynich-Manuskripts zunächst. Der genaue Weg von Kircher zur Villa Mondragone ist unbekannt; man nimmt an, dass das Manuskript wohl eine Zeitlang in einer römischen Bibliothek gelagert wurde, bis es in die Villa Mondragone kam.

Der Inhalt
Wie bereits oben geschrieben, ist das gesamte Manuskript in einer unbekannten Schrift geschrieben, für die es nirgends auf der Welt ein Gegenstück gibt. Daher kann man über den Inhalt nur mutmassen.

Das Manuskript ist jedoch sehr reichhaltig - und farbig - illustriert, wie die Beispielseiten der Voynich Gallery zeigen.

Anhand der Illustrationen wird das Manuskript grob in die folgenden Abschnitte unterteilt (nach G. Landini und R. Zandbergen):

Ein Abschnitt über Kräuterkunde ("Herbal Section"), zumeist bestehend aus nicht identifizierten Pflanzen

Ein Abschnitt über Astronomie mit Tierkreis-Symbolen
Ein Abschnitt über Biologie mit "anatomischen" Abbildungen und nackten menschlichen, meist weiblichen, Figuren, den sog. "Voynich-Nymphen"

Ein kosmologischer Abschnitt (Sterne und Himmelssphären)

Ein pharmazeutischer Abschnitt (Vasen und Pflanzenteile)
Ein Abschnitt mit "Rezepten", der aus vielen kurzen Absätzen besteht

Wie gesagt, dies ist eine reine Einteilung anhand der Illustrationen. Da der Inhalt bisher völlig unbekannt ist, ist nicht auszuschliessen, dass die hier aufgeführte Einteilung der Abschnitte mit dem Wortlaut des Textes in keinem Zusammenhang steht.

Ergebnisse bisheriger Untersuchungen:
Es wurden bereits mehrere Anläufe gemacht, den Sinn des Voynich-Manuskripts zu ergründen.

Das erste ist eine Analyse der Handschriften. Diese ergab, dass der Text mit grosser Wahrscheinlichkeit von mindestens zwei Personen geschrieben wurde. Beide Verfasser sind mit grosser Sorgfalt vorgegangen. Man findet praktisch keinerlei Hinweise auf Nachbesserungen im Manuskript, wie sie sonst in vielen mittelalterlichen handschriftlichen Dokumenten gang und gäbe sind. Das legt die Vermutung nahe, dass das Manuskript die Abschrift eines älteren Dokumentes, oder mehrerer älterer Dokumente, ist. Wäre es eine Urschrift, so wären garantiert ehr Fehler zu finden.
Als nächstes bietet sich eine Analyse der Häufigkeit der verschiedenen Zeichen an. Dadurch lässt sich die Entropie eines Textes ermessen. Eine solche Analyse ergab, dass die Entropie des Textes grösser ist als bei allen bisher bekannten europäischen Sprachen. Das spricht dafür, dass es sich um sinnvollen Text handelt, und nicht etwa um eine rein zufällige Aneinanderreihung wirrer Symbole. Vor allem kann dadurch ausgeschlossen werden, dass das Voynich-Manuskript ein Schwindel ist. Die Entropie liegt nahe bei der Entropie einiger polynesischer Sprachen, so dass bereits vermutet wurde, dass die Sprache des Manuskripts eine polynesische ist. Deutet man jedoch die Zeichen des Manuskripts als Buchstaben und die Leerstellen als Worttrenner, so ist die mittlere Länge eines Wortes kürzer als bei allen bekannten Sprachen. Das wiederum spricht u.a. gegen Polynesisch. Es wurde auch bereits vermutet, dass der Text ohne Vokale aufgeschrieben wurde, wie es etwa bei alten hebräischen Texten der Fall war. Dadurch wäre die kurze Wortlänge erklärbar.

Aufgrund von unterschiedlichen Worthäufigkeiten in den verschiedenen Abschnitten sprachen mehrere Forscher die Vermutung aus, dass das Manuskript nicht in einer, sondern in zwei verschiedenen Sprachen verfasst wurde bzw. dass zwei verschiedene Codes verwendet wurden.
Andere Forscher setzten bei den Illustrationen an. Der botanische Teil jedoch widersetzte sich einer Analyse. Bis heute konnte der Grossteil der abgebildeten Pflanzen nicht identifiziert werden.
In der Astronomie-Sektion des Manuskripts hatte man mehr Erfolg. Immerhin konnten alle zwölf Tierkreiszeichen einwandfrei identifiziert werden. Anhand der Bilder zu den Tierkreiszeichen stellte man fest, dass es sich um die im westlichen Kulturkreis gebräuchlichen Sternbilder handelt. Das ist ein Indiz dafür, dass das Voynich-Manuskript wohl in Europa entstanden ist. Auffällig ist, dass der Tierkreis mit dem Sternzeichen Fische beginnt, und nicht mit dem Widder, wie man erwarten würde.
Eins der Symbole, das in der Astronomie-Sektion häufig als erstes Zeichen eines Wortes steht, wurde als Vorsilbe "al" gedeutet. Diese Vorsilbe kommt in vielen Sternennamen vor, da viele Bezeichnungen für Gestirne aus dem arabischen Sprachraum stammen (Beispiel: Aldebaran, der Hauptstern des Stiers).
Im "anatomischen Abschnitt" wird vermutet, dass es sich bei den abgebildeten "Röhren" um innere Organe handelt. In diesem Abschnitt gibt es ein weiteres Indiz dafür, dass der Ursprung des Voynich-Manuskripts in Europa zu suchen ist: eine der "Nymphen" trägt einen Hut auf dem Kopf, der für Florentiner Damenmode des 15. Jahrhunderts typisch ist.

Die Analyse der übrigen Abschnitte brachte bisher nichts Verwertbares zutage. Das Fazit ist ernüchternd: bis heute ist nicht einmal zweifelsfrei geklärt, ob die Zeichen eines Voynich-Wortes für einzelne Buchstaben oder für ganze Silben stehen. Bis auf die Vorsilbe "al-" gibt es keinen Hinweis auf die Bedeutung einzelner Zeichen, und selbst "al-" wird von einigen Forschern bezweifelt. Die Analyse der Illustrationen lässt vermuten, dass das Manuskript in Europa entstanden ist.

Aber die eigentliche Bedeutung des Voynich-Mansukripts ist bis heute unbekannt, das Rätsel auch nach Jahrzehnten der Forschung ungelöst.
Das Manuscript ist umfangreich wie diese beiden Online gestellten Beispiele zeigen



http://www.geocities.com/Athens/Delphi/8389/voygal1.htm

http://www.geocities.com/Athens/Delphi/8389/voygal2.htm

Was ist aber das Konzept des Manuscripts
hier mal ein Erklärungsversuch:
Das Voynich-Manuskript

Das Voynich-Manuskript ist eine 232 Seiten umfassende illustrierte Handschrift aus dem späten Mittelalter. Alle Seiten sind in einer Geheimschrift geschrieben, die bis heute nicht entziffert werden konnte.

Es enthält phantastische Bildern nackter Frauen, seltsamer Erfindungen und nicht existenter Pflanzen und Tiere [..] Farbige Skizzen im anspruchsvollen Stil mittelalterlicher Herbarien zeigen Blüten und Gewürze, die niemals auf der Erde wuchsen, und Sternbilder, die der Himmel nicht kennt. Pläne für ausserirdisch seltsame Rohrleitungen zeigen Nymphen in Sitzbadewannen, die durch verzweigte Leitungen im Makkaronistil miteinander verknüpft sind. Das Buch wirkt auf unheimliche Weise wie ein vollkommen vernünftiger Text aus einem anderen Universum.

Nach einem Brief von 1666 an Athanasius Kircher hat der deutsche Kaiser Rudolf II. (1552-1612) das Manuskript für 600 Golddukaten gekauft. Von Dr. John Dee? Von Roger Bacon? Später soll sich das Voynich-Manuskript lange Zeit im Jesuitenkolleg von Mondragone in Frascati befunden haben. 1927 hat es Wilfried M. Voynich, ein Wissenschaftler und Bibliophile polnischer Abstammung, erstanden. [...]

 Voynich brachte das Manuskript mit nach Amerika, wo es ausführlich erforscht wurde. In den letzten 75 Jahren ist das Voynich-Manuskript immer wieder von Gelehrten wie von eigenwilligen Spinnern interpretiert worden. Das Manuskript befindet sich jetzt in der Beinecke Rare Book and Manuscript Library der Universität Yale.

Statistische kryptographische Untersuchungen legen nahe, dass es sich bei dem Manuskript nicht um einen mittelalterlichen Scherz oder eine Fälschung mit sinnlosen Zeichen handelt. Der Text ist in einem Alphabet aus gut zwanzig Symbolen geschrieben, die aber nicht 1:1 für lateinische oder griechische Buchstaben stehen können.



Und das Ding hat auch noch eine sehr bewegende Geschichte aber dazu mehr in Teil 2 dieser Aufstellung.

bayrische Grüsse
WGS

Thema wird demnächst überarbeitet und zusammengeführt.
WGS März 2010
« Letzte Änderung: 25. 03. 2010 | 19:25:19 von WGS »
Einen Weg, einmal eingeschlagen, gilt es zu Ende zu gehen. Eine Welt die aufgehört hat, sich zu verändern, hat aufgehört lebenswert zu sein.
Neid und Gier, diese Attribute können in kleinen Dosen hilfreich in der Evolution sein, geraten sie außer Kontrolle sind sie der Anfang vom Ende von Allen!!

Selena

  • Gast
Das Voynich-Manuskript oder das Buch der Toten Götter
« Antwort #1 am: 08. 10. 2006 | 21:00:21 »
Und wieder was neues zur Manuskript.

Zitat
Das Voynich-Manuskript enträtselt

500 Jahre ist das Voynich-Manuskript alt, aber bis heute wurde der Text nicht entschlüsselt. Das wird auch nie geschehen, meint der Informatiker Gordon Rugg von der britischen Keele Universität. Nach der Rekonstruktion einer möglichen Entstehungsgeschichte hält er das rätselhafte Buchstaben-Gewirr für einen genialen Schwindel.
Erstmals tauchte das Manuskript Ende des 16. Jahrhunderts auf, als Rudolf II. von Habsburg es zum enormen Preis von 600 Dukaten erwarb. Doch nur wenige Jahre später ging es verloren, um erst 1912 im italienischen Frascati wieder aufzutauchen. Dort erwarb es der amerikanische Sammler Wilfred Voynich. Heute wird die Handschrift in der Beinecke-Bibliothek für seltene Bücher und Manuskripte der US-amerikanischen Yale-Universität aufbewahrt.
Auf über 200 Seiten zeigt das Voynich-Manuskript Illustrationen von Pflanzen, astrologische Diagramme und nackte Frauengestalten, dazwischen Textblöcke, die sich allerdings keiner bekannten Schrift zuordnen lassen. über die Bedeutung gibt es zahlreiche Spekulationen, zumal Forscher im Text linguistische Strukturen feststellten. Für viele ist dies ein Hinweis, dass es sich nicht um eine willkürliche, sondern eine sinnvolle Zeichenfolge handelt.
Rugg versuchte indes keine Decodierung des Textes, sondern rekonstruierte die Methode, mit der er entstanden sein könnte. Dazu er stellte er nach dem Zufallsprinzip eine Tabelle mit Zeichenkombinationen, die er jeweils als Vor-, Mittel- oder Nachsilben neuer "Wörter" festlegte. über diese Tabelle schob er ein so genanntes Cardan-Gitter, eine Schablone mit drei Fenstern, wie sie im 16. Jahrhundert zur Verschlüsselung von Texten verwendet wurde. Beim Transkribieren der jeweils sichtbaren Silben entstand eine Zeichenfolge mit scheinbar linguistischer Struktur, ähnlich dem Voynich-Text.
Einleuchtend ist Ruggs These auch für den Londoner Mediävisten Philip Neal: "Ich habe die Hoffnung zwar noch nicht aufgegeben, dass der Text eine Bedeutung hat" sagt er, "aber dies macht es weniger wahrscheinlich."

Quelle


Das Voynich-Manuskript
Selena

Babs-Baphomet

  • Gast
Re: Das Voynich-Manuskript oder das Buch der Toten Götter
« Antwort #2 am: 25. 03. 2010 | 12:11:34 »
 :help:Hi WGS,

auch hier fehlen die Bilder (Verlinkungsfehler?)