Autor Thema: Angkor Wat in Kambodscha !!  (Gelesen 2957 mal)

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Angkor Wat in Kambodscha !!
« am: 15. 10. 2006 | 19:53:07 »
Angkor Wat in Kambodscha !!

Gestern kam auf 3 Sat, in der Serie, Schliemans Erben ein Beitrag von einem realen Atlantis, wenn man dies als solches bezeichnen kann, der Mächtigen Tempelanlage von Angkor Wat.



Die Tempelanlage Ankor ist eines der sieben Weltwunder der Neuzeit und gilt als eine der grossartigsten, architektonischen Leistungen der Menschheitsgeschichte. Von hier aus herrschten die Könige des mächtigen Khmer-Reichs über das ganze heutige Indochina. Es gibt ca. 100 Einzeltempel, welche zum Grossteil in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts n. Chr. erbaut wurden. Wohnhäuser, öffentliche Gebäude und Paläste waren aus Holz gebaut, und sind schon  vor langer Zeit gefertigt, weil das Recht, in Ziegel- oder Steinbauten zu wohnen, den Göttern  vorbehalten war.  Die historischen  und religiösen   Bestimmungen des Ankors zu beschreiben, würde Stunden dauern. Es sei  aber gesagt, das die Khmer-Könige die südindische buddhistische Auffassung von einem Gottkönig angenommen hatten, und die Tempelanlage dem Versuch entsprang, einen architektonischen Mikrokosmos der mythischen Welt zu schaffen. Dabei war jeder König die Gottheit des Mikrokosmos und jeder lies seinen eigenen Tempel bauen. Diese Tradition fand ihren Höhepunkt im Grabtempel Angkor Wat, welcher unter König Suryavarm II (1113-1150) erbaut wurde.
Der Tempel hat eine Fläche von etwa 850x1 000 Metern und ist eine nach Westen ausgerichtete, geradlinige Steinkonstruktion, die aus drei konzentrischen Ummauerungen besteht, die von Gräben umgeben sind, welche den Ozean um den Weltberg symbolisieren. Im Zentrum liegt ein Tempelgebäude, mit fünf Türmen in Form von Lotusblüten, die die fünf Gipfel des Meruberges darstellen. Reich verzierte Reliefskulpturen, die früher bemalt und vergoldet waren, verzieren die Fassaden und beschreiben die Heldentaten Vishnus. König Suryavarman II selbst sah sich als Inkarnation Vishnus.

Angkor Thom war ein Denkmal König Jayavarman VII (1181-1219), und sollte Angkor Wat noch übertreffen. Die quadratische und von Gräben umgebene Ummauerung, mit etwa vier Kilometer Seitenlänge und 90 Meter breiten Gräben, wurde nördlich von Angkor Wat errichtet und hatte entsprechend der buddhistischen Kosmologie im Zentrum eine gewaltige abgegrenzte Tempelanlage (Bayon) mit fünf Türmen. Das riesenhafte Gesicht auf dem Bayon stellt den allgegenwärtigen Buddha und den König dar. Spätere Herrscher veränderten die Bauten, indem sie ihr eigenes Abbild hinzufügten und die bestehenden Gesichtsdarstellungen entfernen liessen. Der Brauch der Khmer, zu dekorativen Zwecken senkrechte Fugen im Mauerwerk aneinander zu reihen, trug ebenfalls zu dem heutigen schlechten Erhaltungszustand bei. Nach der Plünderung von Angkor während der Thai-Invasion 1431 diente Angkor Wat noch als Pilgerort für Buddhisten.

  Die beispiellose Bautätigkeit der Khmer-Könige hatte aber bald ihr Königreich überfordert. Zudem gewann der Hinayana-Buddhismus, der in seinem religiösen Ausdruck eher zurückhaltend war, zunehmend an Einfluss und verdrängte den Hindu Kult nach und nach. Das Königreich zerfiel und wurde schliesslich vom Westen her vom Königreich der Thai und vom Osten her vom Cham, dem südvietnamesischen Königreich, besiegt. 1431 nahmen die Thai-Armeen Angkor ein, plünderten und zerstörten die Stadt. 500 Jahre sollte die Geschichte sich nicht mehr um Ankor kümmern bis die "verlorene Stadt" erst in den 60er Jahren dieses Jahrhunderts vom französischen Naturalisten Henri Mouhot wieder- entdeckt und durch eine Gruppe  talentierter  und engagierter  Archäologen zum  Teil freigelegt und restauriert wurde, bis der Bürgerkrieg auch dieses Unternehmen wieder scheitern liess.  Heute liegt Ankor im Zentrum des Gebietes der Khmers Rouges Rebellen und verkommt nach und nach. Nur noch wenige buddhistische Mönche leben heute im einstmals grössten Hindu Tempel der Welt.


der Königspalast in Khom Peng

Soldaten ziehen in die Schlacht


Professionell organisierte Plünderungen und die auch nach dem Bürgerkrieg (1970-1978) lang andauernde unsichere politische Lage in Kambodscha haben ebenso wie die jährlich wiederkehrenden, heftigen Monsunregenfälle zu einem raschen Verfall der Monumente geführt. Als Ergebnis einer politischen Stabilisierung, die sich nicht zuletzt in den demokratischen Wahlen vom Mai 1993 äusserte, konnten die internationalen Bemühungen um eine Restaurierung
   

die Tempelanlage und Stadt Angkor Wat

der Tempelanlagen wieder aufgenommen werden. 1994 wurde Angkor Wat von der UNESCO auf die Liste des Weltkulturerbes gesetzt.

Aus einem Referat die Sieben Weltwunder Der Neuzeit.

Anzumerken ist noch, die Bauzeit der Anlage soll ca 37 Jahre nur gedauert haben, Materialaufwand 1,5 mal Der Menge aller drei Pyramiden von Gizeh. Die Ausstrichtung der Pagodentürme sind nahezu astronomisch perfekt.

Angkor Wat ist das grösste sakrale Gebäude der Welt und stellt den Mittelpunkt der Tempelanlagen von Angkor dar. Die Tempel umfassen eine Fläche von 238 qkm und wurden während dem achten und dreizehnten Jahrhundert erbaut.

Rund um den Zentraltempel Angkor Wat lebten im dreizehnten Jahrhundert ca. 1,5 Mio. Menschen. Angkor Wat stellte damit die grösste Stadt der Erde dar. Begründet wurde dies durch die Entwicklung eines genial durchdachten Bewässerungssystems, das anstelle der üblichen zwei, bis zu vier Reisernten pro Jahr ermöglichte. Aus noch unbekannten Gründen brach dieses Bewässerungssystem im vierzehnten Jahrhundert zusammen, was zum Untergang des Königreiches von Angkor führte.

Angkor Wat wurde mit Ausnahme von wenigen, dort über die Jahrhunderte verbleibender Mönche verlassen und versank im Dschungel. Erst 1860 wurde es durch einen französischen Naturkundler wiederentdeckt.

Echt ne interessante Geschichte  wenn auch geschichtlich recht genau belegt.

Interessante Links:

http://www.thaifreak.de/Zeittabelle.htm
http://www.wdr.de/tv/kulturweltspiegel/20001126/1.html

Bayrische Grüsse
WGS
Einen Weg, einmal eingeschlagen, gilt es zu Ende zu gehen. Eine Welt die aufgehört hat, sich zu verändern, hat aufgehört lebenswert zu sein.
Neid und Gier, diese Attribute können in kleinen Dosen hilfreich in der Evolution sein, geraten sie außer Kontrolle sind sie der Anfang vom Ende von Allen!!